Altenkunstadt
Ernennung  

Altenkunstadt ernennt zwei Altbürgermeister

Eugen Braun und Georg Vonbrunn haben sich in "hervorragender Art und Weise" um die Gemeinde verdient gemacht. "Ein Knochenjob war's nicht", meinte einer der Geehrten.
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Mit Stolz geschwellter Brust ließ sich Eugen Braun (links), der zum Altbürgermeister ernannt worden war, von Bürgermeister Robert Hümmer die Ehrennadel der Gemeinde Altenkunstadt ans Revers heften.
Mit Stolz geschwellter Brust ließ sich Eugen Braun (links), der zum Altbürgermeister ernannt worden war, von Bürgermeister Robert Hümmer die Ehrennadel der Gemeinde Altenkunstadt ans Revers heften.
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Als Bürgermeister ist man oft rund um die Uhr gefordert. Als "Knochenjob" empfand Eugen Braun (CSU) seine neunjährige Tätigkeit für die Gemeinde Altenkunstadt von 1987 bis 1996 keineswegs, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung verriet: "Ein Knochenjob war für mich immer das Klettern und Wandern in den Bergen, hinauf zur Zugspitze oder die Alpenüberquerung zu Fuß von Obersdorf bis nach Meran." Das Amt habe ihn vielmehr zeitlich in Anspruch genommen. "Das hat mir aber nichts ausgemacht. Denn als geselliger Mensch hatte mir der Umgang mit den Bürgern von Altenkunstadt immer viel Freude bereitet."

Ein Tag der Freude war für den 76-Jährigen der Dienstag. Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) ernannte ihn am Abend in der Altenkunstadter Synagoge zusammen mit Georg Vonbrunn von der Jungen Wähler Union (JWU) zum Altbürgermeister. Zudem überreichte er ihm für sein jahrzehntelanges Engagement in der Kommunalpolitik die Ehrenmedaille der Gemeinde Altenkunstadt. Darauf angesprochen, ob die Ehrenbezeichnung nicht ein Titel ohne Mittel ist, erklärte Braun, der die Auszeichnung mit stolzer Brust entgegengenommen hatte: "Selbstverständlich. Aber ein sehr schöner, weil er eine Anerkennung meiner früheren Tätigkeit als Bürgermeister ist."


Ein Oberpfälzer in Franken

Stolz ist Braun darauf, insgesamt 38 Jahre zum Wohle der Gemeinde gewirkt zu haben. Seine Gedanken schweifen zurück in das Jahr 1958, als der gebürtige Oberpfälzer, der soeben seine Anwärterprüfung für den Beamtendienst bestanden hatte, eine Anzeige im Bayerischen Staatsanzeiger gelesen hatte: "Gemeinde Altenkunstadt sucht einen jungen, fähigen Mitarbeiter. Ich bewarb mich und erhielt den Zuschlag." Der Neuober franke stieg in Altenkunstadt die Karriereleiter empor: Zunächst als Kassenverwalter und Kämmerer tätig, wirkte er ab 1964 als geschäftsleitender Beamter und Kämmerer in Personalunion.

1973 orientierte er sich beruflich um und wechselte zum Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband in München. Der Gemeinde Altenkunstadt blieb er weiterhin treu: Bereits ein Jahr später startetet er seine kommunalpolitische Karriere als Gemeinderat, die mit der Wahl zum Bürgermeister im Jahre 1987 ihre Krönung fand. "Während meiner Amtszeit konnte ich durch die Ausweisung neuer Baugebiete wie dem Areal "Weidner" die Einwohnerzahl um 868 Personen auf 5624 Männer und Frauen steigern", blickte er mit Genugtuung auf seine Amtszeit zurück. Zudem freute er sich, dass die Feierstunde in der Synagoge stattgefunden hatte, die unter seiner Ägide zu einer Gedenkstätte und einem Haus der Kultur ausgebaut worden war.


Die Schulden abgebaut

Auch seinem Nachfolger im Amt, Georg Vonbrunn, der von 1996 bis 2014 die Geschicke Altenkunstadts gelenkt hatte, wurde der Titel Altbürgermeister verliehen. Er kann sich auf seine kommunalpolitische Fahne den Abbau der Schulden, den Ausbau der Betreuungsangebote für Kindertagesstätten und Schulen sowie die Seniorenarbeit schreiben. In seine Amtszeit fällt auch die Einführung des Modellprojekts "In der Heimat wohnen" und der Bau des Seniorenzentrums. Vonbrunn verzichtete auf eine längere Dankesrede und ermunterte stattdessen Bürgermeister und Gemeinderäte auch zukünftig die Finanzen im Auge zu behalten. Hümmer bescheinigte beiden, sich hervorragend zum Wohle Altenkunstadts eingesetzt zu haben.

Marathonläufer der Kommunalpolitik, die 18 oder mehr Jahre zum Wohle der Allgemeinheit wirken, erhielten die Ehrenmedaille der Gemeinde Altenkunstadt. Dies waren: Robert Fiedler von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO), Norbert Welscher und Ludwig Winkler von der Freien Wähler Gemeinschaft (FWG) sowie Norbert Schnapp, Walter Limmer und Ingrid Zapf von der Jungen Wähler Union (JWU).

Bürgermeister Robert Hümmer zählte ebenfalls zu den Ausgezeichneten. Ihm hatte sein Stellvertreter Georg Deuerling die Medaille um den Hals gelegt.


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