Forchheim
Finanzen

Landkreis Forchheim hat im Bezirk "einen gewissen Nachholbedarf"

Der Haushalt des Bezirks Oberfranken steht. Die Forchheimer Bezirksräte verzeichnen darin auch Erfolge für den Landkreis Forchheim.
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Ulrich Schürr (l.) und Manfred Hümmer bei der Bezirkstagsarbeit Foto: PR
Ulrich Schürr (l.) und Manfred Hümmer bei der Bezirkstagsarbeit Foto: PR

Der Bezirk Oberfranken hat seinen Haushalt für das Jahr 2019 aufgestellt. Die Bezirksräte Ulrich Schürr (CSU) und Manfred Hümmer (FW) zeigen sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung sehr zufrieden mit dem Haushaltswerk. Der Gesamthaushalt umfasst 452 Millionen Euro. "Es ist ein Haushalt, der von einem hohen Maß an sozialer Verantwortung geprägt ist", freut sich der Stimmkreisabgeordnete Ulrich Schürr. Manfred Hümmer, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im oberfränkischen Bezirkstag, zieht ebenfalls eine positive Bilanz. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil die Bezirksumlage mit dem gleichbleibenden Hebesatz von 17,5 Prozentpunkten belassen werden konnte.

"Trotz deutlich gestiegener Ausgaben im Sozialbereich und entgegen einzelner Stimmen im Vorfeld der Haushaltsdebatte haben wir beiden Bezirksräte uns massiv dafür eingesetzt, den Hebesatz für die Bezirksumlage verträglich zu lassen und nicht zu erhöhen", führt Hümmer aus. Dass er dann auch einstimmig so beschlossen wurde, freue beide besonders. Denn dadurch würden nicht nur die Landkreise, sondern mittelbar auch die Gemeinden entlastet.

Freiwillige Leistungen

Erfreulich sei auch die Entwicklung im Bereich der freiwilligen Leistungen. Diese umfassen ein Volumen von rund 4,5 Millionen Euro. Schürr und Hümmer hatten sich dafür starkgemacht, diesen Bereich einer grundlegenden Überprüfung zu unterziehen und strukturell neu aufzustellen. Diese Forderung der beiden Forchheimer Bezirksräte sei aufgegriffen worden. Ein großes Augenmerk legen Schürr und Hümmer darauf, dass künftig noch mehr als bisher Projekte und Einrichtungen aus dem Landkreis Forchheim gefördert werden. "Der Landkreis Forchheim hat insoweit einen gewissen Nachholbedarf", meint Schürr. Die Unterstützung des Kuratenhauses in Heroldsbach sei insoweit etwa ein schöner Erfolg für den Landkreis gewesen.

Für das Projekt Chorakademie Weißenohe

Als Erfolg werten Schürr und Hümmer ihren gemeinsamen Einsatz für das Projekt der Chorakademie Weißenohe. Bislang sei der Bezirk dem Projekt "eher zugeknöpft" gegenübergestanden. Diese Haltung hätten beide Räte in ihren jeweiligen Fraktionen drehen können. Der Bezirkstag fasste nun im Rahmen der Haushaltsaufstellung einen neuen Beschluss, mit dem eine jährliche Förderung von 20.000 Euro für den laufenden Betreib des Projekts in Aussicht gestellt wird. Der Bezirk fordert dabei eine Anhebung des bisher beschlossenen Förderrahmens des Landkreises von 10.000 Euro pro Jahr auf ebenfalls 20.000 Euro jährlich. Dafür wollen sich die beiden Bezirksräte im Forchheimer Kreistag stark machen.

Gesundheitswesen

Eine Mammutaufgabe der kommenden Jahre wird die Sanierung und der Neubau des Bezirksklinikums Kutzenberg für den Bezirk werden. Hierfür sind Mittel in einem Umfang von 60 Millionen Euro im ersten Abschnitt vorgesehen. "Damit ist eine wegweisende Entscheidung und ein Meilenstein im Hinblick auf eine qualitativ hochwertige und ortsnahe gesundheitliche Versorgung im Bereich der psychiatrischen und psychosomatischen Erkrankungen gesetzt worden", bekundet Schürr, der selbst auch Mitglied des Aufsichtsrats der Bezirkskliniken ist.

Medizintechnik in Forchheim

Im Bereich der Medizintechnik und den Einrichtungen vor Ort soll auch das Medical-Valley-Center in Forchheim vom Bezirk profitieren. Hier ist die Oberfrankenstiftung Partner von Forschungsprojekten im Bereich der Nano-Technologie in Partnerschaft mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium.

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