Drei wesentliche Bedingungen waren im Februar genannt worden: Der Freistaat muss schriftlich zusagen, dass er den Bau des Rundtheaters am Güterbahnhof mit zehn Millionen Euro fördern wird, die Finanzierungsvereinbarung zur Sanierung des Landestheaters muss entsprechend geändert werden, und die Stadt muss mit einer Arbeitsgemeinschaft der drei Unternehmen Brose, HUK Coburg und Kaeser einen Finanzierungs- und Bauvertrag schließen.
Das Globe soll - so der Plan - am ehemaligen Güterbahnhof errichtet werden und zunächst das Landestheater Coburg aufnehmen. Das soll nämlich in den nächsten Jahren generalsaniert werden. Deshalb ist der Freistaat Bayern bei diesem Projekt mit im Boot. Er zahlt 75 Prozent der Sanierungskosten und hätte auch eine Interimsspielstätte zu 75 Prozent finanziert, unter der Bedingung, dass diese hinterher wieder abgebaut wird.


Nachhaltig und attraktiv

Für die Stadt sei eine nachhaltige und architektonisch anspruchsvollere Lösung besser, argumentierten hingegen die Unternehmer Michael Stoschek (Brose), Klaus-Jürgen Heitmann (HUK Coburg) und Tina Vlantoussi-Kaeser (Kaeser Kompressoren). Diese drei Unternehmen stellen gemeinsam drei Millionen Eurozur Verfügung, um das Globe in Coburg zu bauen.
Sie haben inzwischen gemeinsam die Globe Coburg GmbH gegründet. Diese GmbH wird eine ausschreibungsreife Planung erarbeiten lassen und auch einen Projektsteuerer beschäftigen. Diese Leistungen wird die GmbH der Stadt spenden. Damit gibt es keinen öffentlichen Planungsauftrag, der ausgeschrieben werden müsste. Ausgeschrieben werden dafür die einzelnen Baugewerke.
Vorgesehen ist, dass die GmbH noch im Mai einen Planer beauftragt und im November ausschreibungsreife Pläne vorliegen. Dann könnte die Stadt ausschreiben, vergeben und im Mai 2019 loslegen. Nach 14 Monaten Bauzeit wäre das Globe im Juli 2020 bezugsfertig.