Nankendorf

Lichter-Spektakel in der Fränkischen Schweiz an Silvester: Tausende begrüßen 2020

4000 Besucher kamen zur Lichterprozession anlässlich der ewigen Anbetung in die Fränkische Schweiz: Die vielen Lichter locken Gäste aus nah und fern an.
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Tausende Besucher kamen an Silvester zur Lichterprozession in die Fränkische Schweiz. Foto: Thomas Weichert
Tausende Besucher kamen an Silvester zur Lichterprozession in die Fränkische Schweiz. Foto: Thomas Weichert
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Ruhig und andächtig verlief die Lichterprozession am Silvesterabend im Waischenfelder Ortsteil Nankendorf an der Wiesent. Nach Schätzung der zuständigen Polizeiinspektion Pegnitz sahen etwa 4000 Besucher die mehr als 5000 Lichter und bengalischen Leuchtfeuer im Ort und rund um Nankendorf auf den Berghängen. Am Prozessionszug, der von Ministranten mit den Kirchenfahnen angeführt wurde, beteiligten sich 1500 Gläubige. Neu in diesem Jahr war die Illumination des Felshangs am Ortsausgang in Richtung Plankenfels, wo einst die Polster Brauerei stand. "Nankendorf begrüßt das Neue Jahr 2020" war hier auch auf einer großen Leuchtschrift zu lesen. An der Stelle, wo das Brauereigebäude stand, ist ein Parkplatz entstanden, der von den Besuchern gleich genutzt werden konnte.

Lichterprozession: Zug setzt sich in Bewegung

Mit leichter Verzögerung setzte sich nach Einbruch der Dunkelheit gegen 17.15 Uhr der lange Prozessionszug nach der letzten Betstunde in der Pfarrkirche St. Martin in Bewegung. Das Allerheiligste unter dem Baldachin trug vertretungsweise Ruhestandspfarrer Hans Stiefler aus Weidmannsgesees, der viele Jahre Pfarrer von Hochstahl war. Die Prozession selbst lief wie gewohnt ab. Alle örtlichen Vereine, die Schützen aus Nankendorf und Löhlitz, die Feuerwehren aus diesen beiden Orten und die Soldatenkameradschaft Nankendorf-Löhlitz waren im Zug mit Fahnenabordnungen vertreten. Der Waischenfelder Bürgermeister Edmund Pirkelmann (BBS) hatte die Amtskette angelegt und wurde von seinen Stellvertretern Thomas Thiem (CSU) und Kurt Neuner (BBN) sowie zahlreichen Stadträten begleitet.

Viele Prozessionsteilnehmer hatten brennende Kerzen in der Hand und beteten mit. In Richtung Waischenfeld parkten die Autos entlang der Staatsstraße. Viele Autokennzeichen kündeten davon, dass zahlreiche Besucher aus dem Großraum Nürnberg, aus der Oberpfalz oder aus Kulmbach oder Bamberg kamen. Gut frequentiert war auch der mit brennenden Lichtern und Fackeln ausgeleuchtete Geh- und Radweg nach Waischenfeld, auf dem zahlreiche Fußgänger unterwegs waren.

Zum ersten Mal dabei: "Wir kennen so was schon von Pottenstein"

Nina und ihr Freund Pavel aus Bindlach kamen das erste Mal zur Lichterprozession nach Nankendorf. "Wir kennen so was schon von Pottenstein, doch in Nankendorf ist es gerade zu dieser Jahreszeit romantisch und richtig schön", sagte Nina begeistert. Yvonne Trabert und ihr Sohn Jörg aus Krögelstein hingegen haben seit 20 Jahren noch kein Lichterfest in Nankendorf verpasst. Ihr Sohn war damals noch ein Kind. "Wir kommen wegen der ganzen Lichter und weil es halt schön und romantisch ist", bekennt Yvonne Trabert. Auf einer Bank an der Wiesent haben Barbara und Detlev Schagen aus Erlangen Platz gefunden, um dem Lichterspektakel zuzusehen. "Es ist schön und stimmungsvoll und zum Glück nicht so überlaufen wie in Pottenstein", erklärt Barbara, für die der religiöse Hintergrund der Veranstaltung keine Rolle spielt. "Wir kommen wegen der Lichter. Schön in Nankendorf ist, dass sich viele davon auf dem Wasser der Wiesent widerspiegeln", meint sagt Barbara Schagen. Die Organisatoren der Feuerwehr Nankendorf mit ihren rund 100 Helfern, die auch aus dem Nachbarort Löhlitz kommen, zeigten sich mit dem Verlauf der Lichterprozession zufrieden. Gut war auch, dass der Gasthof Polster-Bräu neu verpachtet ist und offen hatte. Im ganzen Ort gab es nur eine Ausschankstelle für Glühwein und einen einzigen Bratwurstwagen. Denn es ist ein religiöses Fest, und in Nankendorf ist der Silvestertag mit der ewigen Anbetung der Höhepunkt des Kirchenjahrs. <%STS id="1916" %

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