Litzendorf
Ausflugstipp

Wunderbare Fernsicht inklusive

Unterwegs auf dem westlichen Albrandweg gibt es viel zu entdecken.
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Malerisch: alte Mühle in Lohndorf Fotos: Andreas Reuß
Malerisch: alte Mühle in Lohndorf Fotos: Andreas Reuß
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Weite Fernsichten und tiefe kulturelle Einblicke gewinnen Ausflügler über den mit einem roten Querbalken auf weißem Grund markierten "Westlichen Albrandweg". Er beginnt bereits im Altmühltal und führt bis Lichtenfels immer am felsigen Hang des Jura entlang.

Schon in den momentan blühenden Kirschgärten von Kalchreuth bei Nürnberg in der südlichen Fränkischen Schweiz - dem größten zusammenhängenden Kirschanbaugebiet Europas - verweist eine Tafel auf die Fernsicht bis Bamberg.

Von Nürnberg aus brach Albrecht Dürer 1520 zu einer Reise in die Niederlande auf und machte in Bamberg Station. In vielen Orten auf seinen Spuren findet der Wanderer noch heute erstklassige Kunst aus diesem "Frühling der Neuzeit", zum Beispiel in der Pfarrkirche von Buttenheim. In einer Seitenkapelle verstecken sich ein wenig die wertvollen Grabmäler derer von Stiebar, eines davon aus der Riemenschneiderschule: das Grabmal der Elisabeth Stiebar, verstorben 1507. Die meisterliche Bildhauerarbeit erkennt man sofort an den ausrucksvollen Gesichtszügen und den fein gefalteten Händen.

Das Hauptschiff prangt in reichem Rokoko, so dass man meint, der Künstler habe die Blütenpracht des Frühlings im Inneren des Gotteshauses nachahmen wollen.

Oberhalb von Buttenheim, heuer 900 Jahre alt, erwartet uns der Felsenkeller mit Kapelle auf dem Senftenberg, Ziel des alljährlichen Georgi-Ritts. Weiter nördlich gelegene Höhepunkte am Albrandweg sind die Kirchen von Teuchatz und Herzogenreuth, letztere eine der ältesten Kirchen der Fränkischen Schweiz, wohl aus dem 13. Jahrhundert. In der Nähe ist die noch ältere Jungfernhöhle aus der Jungsteinzeit ausgeschildert. Eine hervorragende Einkehr bietet unten im Ellertal die Brauerei Hölzlein in Lohndorf. In der dortigen Mühle verbrachte Johann Lucas Schönlein, der Begründer der Inneren Medizin und Freund Alexander von Humboldts, im 19. Jahrhundert als Knabe viele sommerliche Tage.

Einkehrmöglichkeiten
Felsenkeller Senftenberg,
Tel. 09545 70693, Mai-Sept bei schönem Wetter an Werktagen ab 16.30, Sa und So ab 13 Uhr, Okt-Apr (außer Dezember) Sa ab 15, So und Feiertag ab 13.30 Uhr

Brauerei Hölzlein, Ellertalstraße 13, Lohndorf, Tel. 09505/357, täglich ab 15, Sa ab 12 Uhr,
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