Ebrach
Ausflugstipp

Kapellen, Klöster und eine Furt

Durch den Steigerwald geht es nach Burgwindheim und Ebrach, wo barocke Pracht beeindruckt. In Obersteinach kann man ein Kulturlandschaftsidyll entdecken.
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Das prunkvoll ausgestattete Treppenhaus des Klosters in Ebrach Fotos: Andreas Reuß
Das prunkvoll ausgestattete Treppenhaus des Klosters in Ebrach Fotos: Andreas Reuß
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Der Steigerwald kann sehr hell sein, vor allem in der weiß und golden glänzenden Klosterkirche von Ebrach, wenn durch die nach Westen exponierte Fensterrose, siebeneinhalb Meter im Durchmesser, die Abendsonne strahlt. Doch wie kommt man nach Ebrach? Am besten über den Radweg auf der ehemaligen Bahnstrecke ab Frensdorf, den man in der bekannten Brauerei-Gaststätte Zehender in Mönchherrnsdorf schon einmal unterbrechen könnte.

Anschließend besichtigt man das einzigartige Schloss in Burgwindheim, "eines der schönsten Landschlösser des fränkischen Barocks", wie ein Kunsthistoriker einmal schrieb, mit italienisch anmutender Terrasse nach Süden hin. Von dort steigt man hinauf auf markierten Wanderwegen bis nach Obersteinach im Südwesten.


Ein Ort zum Picknicken

Obersteinach bietet ein reizvolles Kulturlandschaftsidyll, mit Fachwerkhäuschen, einer Wegkapelle und sogar einer seltenen historischen Furt. In einer Lichtung folgt nach einigen Kilometern im Waldfrieden das ehemalige Schlösschen der Herren von Thüngfeld, inmitten von Weihern, 1325 "Winkele" genannt. Dort kann man zwar nicht einkehren, aber herrlich picknicken.


Einmaliger Rundblick

Ein Abstecher ginge auf die Höhe hinauf zur romanischen Chorturmkirche von Großbirkach. Im Chorraum findet man ein uraltes romanisches Relief. Nach Ebrach zu wandert man danach bis St. Rochus, einer ehemaligen Pestkapelle aus der Zeit nach 1611.

Die Lage auf der Steigerwaldhöhe mit Rundblick ist einzigartig. Über Großgressingen gelangt man schließlich nach Ebrach hinab, immer den Blick über die Klosteranlage vor Augen.

Nicht nur die Klosterkirche, auch die Gärten und Pavillons der Klostergebäude gehören zu den herausragendsten Anlagen nicht nur der fränkischen Kulturgeschichte. Sie sind heuer Zentrum eines Forschungsprojekts über die Zisterzienser, zu dem sich Forscher aus ganz Europa in Ebrach versammeln. Wer nach all der Barock-Herrlichkeit die Romanik nicht mehr missen möchte, kann die Stille in der Michaelskapelle neben der Klosterkirche genießen - oder gar in die Krypta mit geheimnisvollen Wandmalereien hinabsteigen.


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