Rottershausen
Festival

Und ab ging Lutzi! Das war 2017

Die achte Ausgabe des Festivals zog über das gesamte Wochenende mehr als 7000 Gäste ins kleine Rottershausen.
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Lutzi 2017 Foto. Benedikt Borst
Lutzi 2017 Foto. Benedikt Borst
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Für die Musikfreunde in der Region ging es am Wochenende Schlag auf Schlag. Das Kult-Festival "ab geht die Lutzi" hatte erneut zur zweitägigen Mega-Party geladen. Und alle waren sie gekommen: Lieblinge der lokalen Szene wie "Rick Tick Evil" oder die "Bambägga", aber auch nationale Größen wie "Itchy" oder "Madsen". Mit "The Baboon Show" zog das Spektakel dieses Jahr sogar Künstler aus dem fernen Stockholm an.


Neuerungen kamen an

 




Manchmal bedarf es eines Blickes von oben, um Dinge klarer und ein echtes Gesamtbild zu sehen. Im Fall des "ab geht die Lutzi"-Festivals in Rottershausen, verschaffte eine Hebetribüne den Akteuren hinter den Kulissen eine solche Gelegenheit. Das, was man da in luftiger Höhe erblicken konnte, bestärkte jedoch den bereits gefestigten Eindruck zu ebener Erde: Das Generationentreffen vor den drei Bühnen hat auch 2017 bewiesen, dass eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft Immenses bewegen kann. 18 Bands und sechs DJs sorgten auf drei Bühnen für ausgelassene Stimmung.

"Dieses Jahr hat die Veranstaltung noch einmal deutlich zugelegt", zieht Festival-Chef Christian Stahl am frühen Sonntagmorgen Bilanz. Am gesamten Wochenende dürften es ersten Hochrechnungen zufolge mehr als 7000 Gäste gewesen sein. Überzeugt hätte sie auch so manche Neuerung. "Der erstmals durchgeführte Freestyle-Battle, der am späten Samstagnachmittag auf der Zeltbühne ausgetragen wurde, war ein voller Erfolg." Gleiches gelte auch für das neue Bühnenkonzept, das alte Genre-Trennungen zugunsten einer bunten Mischung auf dem Gelände aufgab.

"Die Hip Hopper auf der Hauptbühne kamen sehr gut an. Die Zeltbühne wiederum war in diesem Jahr ebenfalls extrem gut besucht." Bezahlt gemacht habe sich auch der große Aufwand, der in das deutlich größere Camping-Areal gesteckt wurde. Ganze fünf Hektar umfasste das neue "Besucherdorf" am Rande des Sportplatzgeländes und war damit gut viermal so groß wie das eigentliche Festivalareal. "Das dürfte nun für einige Jahre ausreichen", sind sich Stahl und seine Mannschaft sicher.

 

 


Man kennt sich

Gewürdigt wurde die "Lutzi" auf dem Areal entsprechend. Viele der campierenden Gäste statteten dem Festival nicht den ersten Besuch ab. "Man kennt einfach jeden auf diesem Platz. Das macht unglaublichen Spaß", lobt ein junger Mann die Atmosphäre. Ein anderer ergänzt: "Lutzi, wir sind eine Familie!" Langeweile käme hier garantiert nicht auf. In der Tat gaben sich die "Lutzi"-Camper wieder viel Mühe, um das Gelände neben den Bühnen besonders komfortabel und bunt zu gestalten. Diverse Pavillons, bequeme Einrichtungsgegenstände und diverse Spiele sorgten für Abwechslung. Natürlich freuten sich alle auf die Headliner "Itchy" und "Madsen". Auch "The Baboon Show" stand, neben den "lokalen Helden", hoch im Kurs. Doch nicht wenige sagen: "Ganz gleich, ich freue mich auf alles, was kommt!"

Die neue Mischung auf den Bühnen finden viele gar nicht schlecht. "So kann man sich mit Stilen anfreunden, die man bisher nicht so auf dem Schirm hatte", meint ein Besucher. "Der Geist der Lutzi macht ja auch aus, dass alles zusammen ist und alle miteinander feiern." Gerade von den Neuankömmlingen in der "Lutzi"-Fangemeinde wurde dies besonders gelobt. Das kleine fränkische Festival zeige sich ausgesprochen offen. Sofort werde man in die Gemeinschaft aufgenommen, berichten zwei Frauen, die von Studienfreunden von Rottershausen erfuhren. "Das ist doch viel schöner, als auf den großen Events."
Eine Besprechung der einzelnen Musik-Acts folgt.

 



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