Rödental
Rödental.infranken.de  Sieben Gesellenbriefe wurden von der Coburger Innung übergeben.

Verstärkung für die Heizungsbauer

Die Betriebe für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Landkreis suchen dringend Nachwuchs und Fachkräfte. Denn es gibt mindestens 120 offene Stellen, so ...
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Die Firmen für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik im Raum Coburg bekommen Verstärkung. Sieben Junggesellen wurden jetzt freigesprochen. Eine besondere Ehrung erfuhr Alexander Schmidt (5. von links) als Prüfungsbester. Foto: Michael Stelzner
Die Firmen für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik im Raum Coburg bekommen Verstärkung. Sieben Junggesellen wurden jetzt freigesprochen. Eine besondere Ehrung erfuhr Alexander Schmidt (5. von links) als Prüfungsbester. Foto: Michael Stelzner
Die Betriebe für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Landkreis suchen dringend Nachwuchs und Fachkräfte. Denn es gibt mindestens 120 offene Stellen, so der Obermeister der Innung für Sanitär-, Heizungs-, und Klimatechnik, Frank Brückner, bei der Freisprechungsfeier im Gasthof Grosch in Rödental, wo er sechs frischgebackene Junggesellen aus dem Landkreis freisprechen konnte.
"Die Auftragsbücher im Handwerk sind voll. Nur, es ist keiner da, der die Arbeiten fachgerecht ausführen kann", so Brückner. Zur Zeit liege die Wartezeit im Sanitär-und Heizungsbereich bei rund 14 Wochen. Die Tendenz sei aber steigend. Gute Kundendienstmonteure seien Mangelware geworden.
Der Obermeister ging auf die Baustellen von heute ein und darauf, dass auch in der Region immer mehr Subunternehmer, die aus Polen, Rumänien, Bulgarien oder von noch weiter her kommen, beauftraugt werden. Dabei liege die Wertschöpfung nicht vor Ort. Und ob dies im Sinne der Bauherren sei, stellte der Obermeister in Frage. Aber auch mit den Herstellern habe man so seine Probleme, vor allem dann, wenn Produkte innerhalb der Garantiezeit ausfallen. In vielen Fällen trete dann erst einmal der Handwerksbetrieb ein, um den Kunden zu helfen.
Erfreut zeigte sich Brückner darüber, das sich alle Coburger Innungsbetriebe an der Ausbildung 2.0 beteiligen. Zurzeit nähmen daran 30 Lehrlinge aus allen Innungsbetrieben in Landkreis teil.
Der Obermeister lobte die frisch gebackenen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, die seiner Meinung nach "den schönsten Beruf der Welt" innerhalb von 40 Monaten erlernt haben. Der Beruf habe beste Zukunfsaussichten. Denn das Internet montiere und repariere keine Heizungen und Klimageräte und lege auch keine Leitungen.
Thomas Steinert, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, lobte die umfassende Prüfungsvorbereitung durch Joachim Schaal. Er sprach von einer sehr aufwendigen Prüfung, die man zusammen mit den Innungen aus Lichtenfels und Kronach in der Kreishandwerksschule in Lichtenfels absolvierte. Insgesamt 19 Prüflinge nahmen daran teil. Acht von ihnen kommen aus dem Bereich Coburg.
"Euer Einsatz hat sich gelohnt", stellte Joachim Schaal, der an der Berufsschule in Coburg als Lehrer tätig war, fest.
Eine besondere Ehrung durch den Obermeister und den Prüfungsausschuss erfuhr Alexander Schmidt von der Firma Schmidt, der die Prüfung als Bester mit einem Notendurchschnitt von 1,5 abschloss.
Den Gesellenbrief erhielten Martin Grimm (Fa. Haus- und Energietechnik Stöhr, Untersiemau), Nils Hübner (Fa. Heinz Brückner, Neuses an den Eichen), Alexander Schmidt (Fa. Erich Schmidt, Löbelstein), Timo Schultheis (Fa. Schultheis, Rossach), Lukas Steinert (Fa. Baywa, Coburg), Fabian Treuter (Fa. Söhnlein, Creidlitz) und Christopher Zapf (Fa. Zapf, Gemünda) . mst
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