Thurnau

Einmalige Einblicke

Im Oktober findet in Thurnau ein Wilhelm-Kempff-Festival mit zwei Konzerten statt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Eva-Maria und Ingo Dannhorn planen ein Wilhelm-Kempff-Festival in Thurnau. Foto: Katharina Müller-Sanke
Eva-Maria und Ingo Dannhorn planen ein Wilhelm-Kempff-Festival in Thurnau. Foto: Katharina Müller-Sanke
Katharina Müller-Sanke

Professor Wilhelm Kempff gehört zu Thurnau wie das Schloss und der See. Seine Geschichte ist mit dem Töpferort verwoben und seine Musik gehört genau hierher. Davon sind Eva-Maria und Ingo Dannhorn überzeugt.
Beide haben im vergangenen Jahr das Wilhelm-Kempff-Festival im Thurnauer Schloss initiiert. Bei einem Konzert im Kutschenhaus hat Pianist Ingo Dannhorn gemeinsam mit dem Sprecher Max Müller das Werk Kempffs vorgestellt.
In diesem Jahr nun soll - am 4. und 5. Oktober - die Reihe richtig losgehen. "Kempff und sein Werk sind verwurzelt in der Gemeinde. Die Musik kommt nicht von irgendwoher, sondern hat ihren Ursprung genau hier. Wir wollen die Menschen hier für Kempffs Musik begeistern," so Ingo Dannhorn.
Und das soll mit herausragenden Künstlern und einem wunderbaren Programm gelingen. Am Donnerstag, 4. Oktober, wird Gerhard Oppitz auftreten. Oppitz selbst hatte viele Jahre lang Unterricht bei Professor Wilhelm Kempff und gilt als sein einflussreichster und erfolgreichster Schüler.
Oppitz war es, dem Kempff einst die Fortführung seines Beethoven-Meisterkurses in Positano anvertraut hat. Er kennt seinen Lehrer genau. Wie er gespielt hat, was ihm wichtig war, das kann Oppitz wie kaum ein anderer nacherzählen. Er wird daher einmalige Einblicke in die Musik und in die Gedankenwelt Kempffs liefern.
Ingo Dannhorn ist ebenfalls ein weltweit anerkannter Pianist, der einst Schüler von Oppitz war - und damit als Enkelschüler Kempffs gilt. Er unterrichtet derzeit als Gastprofessor für Klavier an der Universität in Seoul. Beim Festival wird er am zweiten Abend zu hören sein.


Im Schloss und in der Kirche

Oppitz wird am ersten Abend alleine spielen. Das Konzert findet wie im Vorjahr im Kutschenhaus des Schlosses statt.
Dannhorn tritt gemeinsam mit den Hofer Symphonikern in der St.-Laurentius-Kirche auf. Hier hat Kempff auch einst an der Orgel gesessen und gespielt. Seine Tochter Mechthild von Künßberg erinnert sich noch gut daran. Sie ist eine der Schirmherrinnen des Festivals.
Beide Konzerte ergänzen sich und zeigen eine große Schaffenspalette. "Kempffs Musik ist nicht intellektuell, er hat mitteilsam gespielt - so ist das Festival für Kempff-Freunde, aber auch ohne Vorbildung zu empfehlen", so Dannhorn.
Die Menschen sollten "keine Angst vor großer Kunst" haben, so sein Appell. Oppitz und Dannhorn treten mit dem Festival in die Fußstapfen des großen Pianisten und Komponisten, der nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Jahre im Schloss gelebt hat.
Es werden Eigenkompositionen Kempffs zu hören sein, aber auch Interpretationen von Brahms, Beethoven und Schubert.


Vorverkauf ab Ende März

Wer Ingo Dannhorn schon vor dem Festival hier in der Region sehen und hören möchte, der sollte sich den Kultursonntag in der "Alten Vogtei" in Burgkunstadt am 13. Mai vormerken.
Der Kartenvorverkauf für das Wilhelm-Kempff-Festival beginnt Ende März.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren