Wiesenthau
Bürgerinitiative

Büttner verteidigt bei Biwo den neuen Baywa-Standort

Die Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative pro Wiesenttal ohne Ostspange (Biwo) in Wiesenthau drehte sich hauptsächlich um den Antrag des Mitglieds Reiner Büttner, SPD-Stadt- und Kreisrat, der gek...
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Die Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative pro Wiesenttal ohne Ostspange (Biwo) in Wiesenthau drehte sich hauptsächlich um den Antrag des Mitglieds Reiner Büttner, SPD-Stadt- und Kreisrat, der geklärt wissen wollte, ob der Vorstand der Biwo in Sachen Baywa-Ansiedlung bei Sigritzau eigenmächtig vorgehe und damit die Ziele der Bürgerinitiative erweitere.

Reiner Büttner verwies laut Pressemitteilung der Biwo darauf, dass die Initiative beim Supermarkt in Weilersbach und beim Baugebiet "Binzing" in Wiesenthau keine Position bezogen hätte, dass der Planungsausschuss des Stadtrats Forchheim im Juni einstimmig den Standort in Sigritzau befürwortet hätte, dass ein ökologisches Gewerbegebiet mit Begrünung, Sonnenenergie, beschränkten Gebäudehöhen geplant sei und dass die Träger öffentlicher Belange wie das Straßenbauamt Bamberg ohnehin gehört werden müssten.

Biwo-Mitglied Alfons Eger erwiderte darauf, dass alle Anwesenden zwei und zwei zusammenzählen könnten und dass der "geplante ökologische Heiligenschein der Baywa seinen Praxistest wohl kaum bestehen" werde.

Der Biwo-Vorsitzende Heinrich Kattenbeck betonte, dass niemand gegen die Baywa sei, doch dass dieser Standort nicht infrage komme. "Denn wo beginnt die Ostspange? Sie beginnt am Kersbacher Kreisel, auf der Eisenbahnbrücke", sagte Kattenbeck hinsichtlich der Südostumgehung der B 470 von Forchheim (Ostspange).

Mehr Nachteile andernorts?

Reiner Büttner fand es richtig, sich mit den Details zu beschäftigen, doch sieht er bei anderen Standorten für die Baywa mehr Nachteile. Kattenbeck verwies darauf, dass die Kunden der Baywa nicht mehr vorwiegend der kleine Landwirt sei, sondern Großkunden, Spediteure, Unternehmen. Außerdem sei Ökologie an jedem Standort machbar. Reiner Büttner sieht in der Baywa-Ansiedlung bei Sigritzau keine Entscheidung für die Ostspange und verwies auf 700 Arbeitsplätze, die Siemens aus Erlangen nach Forchheim verlagern wolle.

Schließlich wurde folgender Antrag formuliert: Der Vorstand der Biwo darf sich weiterhin gegen Gewerbeansiedlungen entlang der geplanten Ostspange aussprechen. Der Antrag wurde gegen zwei Gegenstimmen angenommen.

Beschlossen wurde einstimmig der Text für ein Faltblatt zur Einladung zur ersten "Wiesenttaler Naturtafel", ein Fest für die Erhaltung des Wiesenttales. Am Sonntag, 6. Oktober (Erntedankfest), beginnt um 10 Uhr vom Standort Kersbacher Kreisel eine Demo gegen die Gewerbeansiedlung Sigritzau und gegen den geplanten Bau der Ostspange. Eröffnung der "Wiesenttaler Naturtafel" und Kundgebung beginnen um 11 Uhr am Pinzberger Bahnhof.

Nächstes Treffen

Mit einem Stangengerüst wird die angebliche Höhe des Straßenverlaufes der Ostspange zur Querung der Bahnlinie Forchheim-Ebermannstadt bewusst gemacht. Nächstes Biwo-Mitgliedertreffen ist am Mittwoch, 11. September, um 19 Uhr im "Gasthaus zur Eisenbahn" in Wiesenthau. red

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