• Vielfältige Gründe für eine Photovoltaikanlage
  • Nach 13 Jahren erreicht PV des Lesers den "Break-Even"
  • Auswahl des Anbieters - vergleichen lohnt sich immer
  • Dos and Don'ts für dein PV-Projekt
  • Förderungen für Stromspeicher und Wallbox 

"Ich interessiere mich schon lange für Photovoltaik", sagt unser Leser Klaus während er auf das Dach seines Hauses in den Haßbergen (Unterfranken) blickt. Sie ist fertig, seine neue Solaranlage, mit der er eigenen Strom produzieren kann - günstiger als aus dem Netz, autark und nachhaltig.

Eine weitere Motivation sei nachhaltige Vorsorge, wie Klaus erklärt: "Vor dem Hintergrund der schon seit vergangenem Jahr steigenden Inflation wollte ich mein Geld sinnvoll anlegen." Im Februar, also vor der Energiekrise durch den Ukraine-Krieg, hat er Angebote bei regionalen Anbietern eingeholt. Dann ging alles schnell. Durch sein vorausschauendes Handeln kann er bereits jetzt eigenen Sonnenstrom erzeugen. Denn der Run auf PV-Anlagen führte dazu, dass viele Anbieter teils auf Monate oder Jahre ausgebucht sind (hier findest du Solarteure mit freien Kapazitäten* - viele aus deiner Region).

Solaranlage des Lesers: 13.000 Euro liegen zwischen den Angeboten

Für den Unterfranken war es wichtig, dass er sein Vorhaben in die Hände eines regionalen Anbieters gibt: "Ich habe fünf Unternehmen im maximalen Umkreis von 30 Kilometern gesucht und abtelefoniert." Klaus' "Problem", das sich bald als keines herausstellen sollte: Die renommierten Anbieter waren aufgrund des PV-Booms nicht verfügbar, zu lange Wartezeiten. So hat der langjährige PV-Fan Firmen kontaktiert, die er vorher nicht gekannt hatte. Zwei davon boten einen Termin in den folgenden sechs Wochen an, ein Anbieter wollte "im Laufen des Jahres vorbeischauen". Das dauerte dem PV-Enthusiasten zu lange.

Übrig geblieben sind zwei Unternehmen, mit denen zeitnah ein Termin zustande kam. Einer kalkulierte 49.000 Euro. Das war Klaus zu teuer. Also beauftragte er einen regionalen Fachbetrieb aus seinem Landkreis, unweit von Klaus' Wohnort (hier geht's zum kostenlosen Vergleich regionaler PV-Fachbetriebe*). "Faszinierend ist", so Klaus, "dass die Kundenbetreuer*innen vor Ort die Daten in das Tablet eingeben und innerhalb von fünf Minuten das Angebot erstellen und direkt auch ausdrucken können." Der PV-Anlage mit Stromspeicher für 36.000 Euro stand nichts mehr im Wege, wenngleich das "5-Minuten-Angebot" aus dem Rennen war. Im Oktober wurde die PV-Anlage innerhalb weniger Tage installiert, der Speicher wird aufgrund von Lieferengpässen nachgeliefert. 

Jetzt produziert er Strom für den Eigenbedarf und speist überflüssigen Strom ins öffentliche Netz ein (die Vergütungssätze für Teil- bzw. Volleinspeisung kannst du in unserem EEG-Artikel nachlesen). Klaus blickt positiv auf das PV-Projekt zurück, seine Ausdauer und Hartnäckigkeit haben sich ausgezahlt. Am Ende des Artikels haben wir die Dos und Don'ts für die Planung einer PV zusammengefasst.

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Wirtschaftlichkeit: PV rechnet sich nach 13 Jahren - Ersparnis von rund 40.000 Euro

Für die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Klaus' Einsparung durch die Photovoltaikanlage hat der regionale Anbieter einen jährlichen Stromverbrauch des Zweipersonenhaushaltes von rund 5.700  Kilowattstunden (kurz kWh) herangezogen, wobei die Anschaffung eines E-Autos bereits berücksichtigt wurde. Im ersten Halbjahr 2022 kostete eine kWh Strom aus dem Netz durchschnittlich 37,14 Cent. Die so genannten Stromgestehungskosten, also die Kosten für die Erzeugung von Solarstrom, betragen hingegen nur 11,20 Cent.

Doch welche Ersparnis ist mittel- und langfristig möglich? Im ersten Jahr spart Klaus so 1.478 Euro an Stromkosten ein, nach 20 Jahren hat er insgesamt 39.260 Euro eingespart. Darüber hinaus erhält Klaus über diesen Zeitraum eine Einspeisevergütung für überschüssigen Strom in Höhe von 16.469 Euro. Die PV-Anlage hat sich so bereits nach 13,4 Jahren amortisiert, bei stark steigenden Strompreisen ist der "Break-Even" entsprechend früher erreicht. Was viele nicht wissen: Die PV-Anlage kann mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens 30 Jahre genutzt werden (ggf. müssen vor dieser Zeit einzelne Teile wie der Wechselrichter ausgetauscht werden). Hier verrät unser Leser Andreas, was du für die Langlebigkeit einer PV-Anlage tun kannst

Du planst ebenfalls eine PV und möchtest wissen, mit welcher Rendite du rechnen kannst? PV-Fachbetriebe führen unter Berücksichtigung deines Verbrauchs (Größe des Haushalts, ggf. E-Auto und/oder Wärmepumpe) eine Wirtschaftlichkeitsrechnung für dich durch - so kannst du am besten einschätzen, ob und ab wann sich die Solaranlage rechnet. Tipp: Bei solaranlagen-portal.com hast du die Möglichkeit, kostenlos Solarteure aus der Region anzufragen*. 

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Dachgröße ausnutzen - Technische Daten zur Solaranlage

Angesprochen auf die Größe seiner Photovoltaikanlage hat Klaus folgenden Tipp: "Nutzt die zur Verfügung stehende Fläche auf eurem Dach bestmöglich aus." Die fixen Aufwände für die Installation und Inbetriebnahme der PV machen den Löwenteil der Kosten aus (insb. Monteure oder Gerüst). Die Materialkosten für zusätzliche Module fallen hingegen kaum ins Gewicht. 

Das Dach des Unterfranken ist gen Süden ausgerichtet, womit ein Ertrag von 17.100 kWh im Jahr realistisch ist (in unserem Artikel erfährst du mehr über die optimale Ausrichtung einer PV, hier findest du eine Neigungswinkeltabelle fürs Dach). Verschattungen durch Nebengebäude wurden bei der Planung berücksichtigt. Durch die Größe der PV und den zusätzlichen Speicher erreicht Klaus einen hohen Autarkiegrad, der überschüssige Strom wird eingespeist. Die technischen Details der Anlage auf einen Blick: 

  • Energieertrag pro Jahr (bei Südausrichtung): 17.100 kWh
  • 42 PV-Module: Heckert NeMO 3.0 120 380 Wp mit einer Peak-Leistung von insgesamt 15,96 kWp
  • Wechselrichter: SMA STP 15000TL-30 zur Umwandlung des erzeugten Gleichstroms in Wechselstrom
  • Batteriesystem: BMZ Hyperion 7,5 kWh (9 kWh) mit Batterie-Wechselrichter SMA Sunny Boy Storage 5.0-10
  • Intelligente Anlagenüberwachung: Sunny Home Manager 2.0
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Solaranlage: Die Dos & Don'ts bei der Anschaffung

Im Nachhinein blickt Klaus zufrieden auf den Ablauf vom Angebot bis zur Installation zurück und hat für zukünftige private Stromproduzenten Tipps parat: "Auch trotz der derzeitigen schwierigen Lage sollte man mindestens zwei Angebote einholen und sich auf alle Fälle über staatliche Förderungen informieren." Und: Die Angebote sollten in puncto Leistungen miteinander vergleichbar sein (sind im Vergleichsangebot z. B. Gerüstkosten sowie die Anmeldung beim Energieversorger enthalten) - sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.

Nicht zuletzt sind PV-Anlagen gerade in Zeiten hoher Inflation eine kluge & sinnvolle Geldanlage, was Klaus im Gespräch unterstreicht. Empfehlung aus der Redaktion: Wer die hohen Anschaffungskosten einer PV scheut, für den ist ggf. die "Miet-Solaranlage" interessant. In unserem Artikel stellen wir die Lösung von Enpal vor, oder du machst gleich den Verfügbarkeits-Check für deine Region*. 

Du möchtest dich mit Strom vom eigenen Dach unabhängig machen? Klaus hat uns seine Dos und Don'ts für die Planung einer PV-Anlage verraten: 

Dos

  • Autarkiegrad: Dachgröße bestmöglich ausnutzen, lasse so viele Module wie möglich verbauen (örtliche Gegebenheiten wie Verschattungen beachten), Speicher als Option
  • Vergleich von PV-Angeboten lohnt sich - mindestens zwei Angebote einholen (Preise und Leistungen vergleichen) 
  • Konsequent auf Elektrifizierung setzen - mit E-Auto, Wärmepumpe & Co. lastest du PV noch besser aus und machst dich unabhängig von fossilen Energieträgern
  • Über staatliche Förderungen informieren, so holst du noch mehr Rendite aus deiner PV raus - im folgenden Absatz liest du mehr dazu
  • Der wichtigste Punkt: Nutze das Internet als Informationsquelle und mache dir ein eigenes Bild zu Solaranlagen & Elektroautos 
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Förderungen für Wallbox und Stromspeicher

Eine so genannte Wallbox zum Laden eines Elektroautos bestellte Klaus gleich mit. Dabei profitierte er von einer Förderung. Von den 1.500 Euro inklusive Installation übernahm 900 Euro der Staat. Das Elektroauto, auf das sich der Unterfranke besonders freut, ist bestellt und wird in Kürze geliefert: Ein vollelektrischer Kompaktwagen von Seat. Auch der Stromspeicher für die PV-Anlage wurde mit 650 Euro von den 8.000 Euro Anschaffungskosten gefördert.

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Du hast Interesse an einem Anbietervergleich für regionale PV-Fachfirmen? In unserer Link-Sammlung am Ende des Artikels haben wir dir die drei PV-Vergleichsportale Solaranlagen-Portal.com, Selfmade Energy sowie Aroundhome verlinkt. Alle drei Services sind kostenlos und unverbindlich. 

Don'ts

  • Installation der PV auf einem sanierungsbedürftigen Dach
  • Erstbestes Angebot ohne Vergleichsmöglichkeiten annehmen
  • Abschrecken lassen von vollen Auftragsbüchern und langen Wartezeiten - es lohnt sich, am Ball zu bleiben
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Solaranlage: Kauf oder Miete - die beliebtesten Vergleichsportale

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