Forscher haben mehrere Exoplaneten identifiziert, die älter, größer, wärmer und feuchter als die Erde sind und somit bessere Lebensbedingungen als unser blauer Planet bieten. Die Himmelskörper befinden sich alle außerhalb unseres Sonnensystems und sind mit einer Entfernung von mehr als 100 Lichtjahren auch durch das Teleskop* nur schwer zu erkennen.

Trotzdem möchte sich der leitende Forscher, Dirk Schulze-Makuch, Professor für Astronomie und Astrophysik der Technischen Universität Berlin, in Zukunft auf jene Planeten konzentrieren, die die besten Voraussetzungen für ein komplexes Leben gewährleisten könnten.

Die Erde ist nicht der beste Planet

Einige der 24 Planeten umkreisen Sterne der Spektralklasse K, die nicht nur kleiner, sondern auch rund 1000 Grad kälter als die Sonne sind. Die Lebenserwartung dieser leuchtarmen Sterne liegt bei bis zu 70 Milliarden Jahren. Das bedeutet, dass auch die umlaufenden Planeten älter werden können, als Planeten, die um die Sonne kreisen.

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Laut den Forschern wird ein Leben auf der Erde in etwa einer Milliarden Jahre nicht mehr möglich sein. Das beste Alter für einen Planeten mit optimalen Lebensbedingungen liegt zwischen 5 und 8 Milliarden Jahren und wird derzeit von 16 der 24 neu entdeckten Himmelskörpern erfüllt. Zum Vergleich: Die Erde ist rund 4,5 Milliarden Jahre alt.

Nicht nur das Alter eines Planeten ist ausschlaggebend für optimale Bedingungen: Auch die Größe ist entscheidend, damit der Himmelskörper als superhabitabel eingestuft werden kann. Mit einer größeren Masse kann der Planet seine innere Erwärmung länger aufrecht erhalten und mithilfe der stärkeren Gravitation die Atmosphäre über einen längeren Zeitraum beibehalten.

Die Masse ist entscheidend 

Der optimale Planet für menschliches Leben sollte außerdem um etwa 5 Grad wärmer sein und eine größere Feuchtigkeit aufweisen. Solche Bedingungen finden sich bereits in einigen Gebieten auf der Erde: In den tropischen Regenwäldern herrscht eine besonders große Artenvielfalt.

Auch wenn die Erde gute Lebensbedingungen bietet, gibt es zahlreiche Himmelskörper auf denen es sich noch besser leben lassen würde. Zwar erfüllt keiner der 24 entdeckten Planeten alle Voraussetzungen - das Potenzial für gute Lebensbedingungen haben sie trotzdem.

Mit der kommenden Generation von Weltraumteleskopen möchte das Forscherteam der Washington State University noch mehr Informationen über die superhabitablen Planeten herausfinden. Ob dort Außerirdische beheimatet sind, kann aktuell noch nicht ausgeschlossen werden.

 

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