Experten warnen: Warum Sie einen oft genutzten Küchen-Trick meiden sollten

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Feuchte Spüllappen können Keime verbreiten und sollten nicht über den Wasserhahn gehängt werden. Experten empfehlen, Lappen regelmäßig zu wechseln und richtig zu trocknen.

Ein feuchter Spüllappen kann ein Nährboden für Bakterien sein und sollte nicht über dem Wasserhahn trocknen. Experten geben Tipps, wie Küchenhygiene verbessert und Keime reduziert werden können.

Hygienerisiko: Warum Spüllappen nicht über dem Wasserhahn trocknen sollten

Beim Putzen in der Küche kann ein Spüllappen mit Lebensmittelresten und Mikroorganismen in Kontakt kommen. Bleibt das Tuch anschließend feucht, finden Bakterien günstige Bedingungen vor. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass sich Bakterien in feuchten Tüchern und Schwämmen bei Raumtemperatur sehr schnell vermehren können. Beim weiteren Gebrauch können sie anschließend auf Geschirr oder Oberflächen gelangen.

Für den Wasserhahn kommt ein eigener Hygienepunkt hinzu. Fachleute der Hochschule Niederrhein empfehlen ausdrücklich, den Lappen zum Trocknen nicht über den Wasserhahn zu hängen, um Keime in der Nähe der Zapfstelle zu vermeiden. Daraus folgt allerdings nicht, dass ein Spüllappen automatisch das Trinkwasser verunreinigt.

Wie stark ein benutzter Spüllappen belastet sein kann, zeigt ein Beitrag über die schlimmsten Keimfallen im Haushalt. Er nennt außerdem eine Kochwäsche bei 95 Grad als heute meist nicht mehr nötig, da normale Waschprogramme mit Vollwaschmittel ausreichen.

Richtige Trocknung des Spüllappens abseits des Wasserhahns

Die Hochschule Niederrhein empfiehlt ebenfalls, feuchte Lappen zunächst auszudrücken und nicht flach abzulegen. Sinnvoll ist ein Platz abseits des Wasserhahns, an dem das Tuch offen hängt und trocknen kann. Zusammengeknüllt im Spülbecken oder dauerhaft nass auf der Arbeitsplatte sollte es dagegen nicht liegen bleiben.

Die Verbraucherzentrale rät ebenfalls dazu, Lappen und Geschirrtücher nach jedem Gebrauch gut trocknen zu lassen. Das hat einen einfachen Grund: Auf trockenen Oberflächen können sich Bakterien nicht weiter vermehren. Einige sterben mit der Zeit sogar ab.

Wer zum Spülen lieber einen Schwamm verwendet, löst das Problem übrigens auch nicht unbedingt. Das BfR hält Schwämme für Reinigungsarbeiten in der Küche für weniger geeignet, weil sie langsam trocknen und häufig zu selten ausgetauscht werden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt für das Geschirr stattdessen eine Kunststoff-Spülbürste, die sich leichter heiß reinigen lässt.

Wechselintervalle für Spüllappen und Putzlappen in der Küche

Das BfR empfiehlt, Putz- und Spüllappen wenigstens einmal pro Woche zu wechseln und bei mindestens 60 Grad zu waschen. Bei stärkerer Belastung ist ein früherer Wechsel sinnvoll. Besonders nach Kontakt mit rohem Fleisch, Geflügel oder Erde rät die Hochschule Niederrhein dazu, das verwendete Reinigungsutensil auszutauschen.

Für unterschiedliche Arbeiten sollten zudem getrennte Tücher verwendet werden. Das BfR empfiehlt eigene Reinigungstücher für Geschirr, Arbeitsflächen und Fußboden. So lässt sich verhindern, dass Keime beim Putzen von einem Bereich auf einen anderen verschleppt werden.

Typische Fehler beim Putzen, etwa das Mischen verschiedener Reiniger, werden in einem Ratgeber zu gefährlichen Putzfehlern erklärt. Dort wird außerdem empfohlen, Desinfektionsmittel beim Putzen nur sparsam und gezielt einzusetzen.

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