• Achtung, Rückruf: Aktuell wird Reis zurückgerufen.
  • Wird das Produkt gegessen, drohen gesundheitliche Beeinträchtigungen. 
  • Verschiedene Behörden warnen davor.

Reis-Rückruf in Deutschland: Derzeit wird vor Basmati-Reis gewarnt. Der Hersteller "Grell Naturkost" aus Kaltenkirchen (Schleswig-Holstein) ruft aktuell ein Produkt aus dem Sortiment des Unternehmens zurück. "Grenzüberschreitungen von Aflatoxinen" sind der Grund dafür. Im Volksmund werden "Aflatoxine" auch als Schimmelpilzgift bezeichnet. "Aflatoxine sind Stoffwechselprodukte, die von verschiedenen Schimmelpilzen wie Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus gebildet werden", heißt es von Seiten des "Bundesinstitutes für Risikobewertung"

Folgendes Produkt wird wegen Gesundheitsgefahr zurückgerufen: 

  • Hersteller: "Grell Naturkost"
  • Produkt: Basmati-Reis, echter Basmati-Reis, braun"
  • Format: 500-Gramm-Beutel
  • Haltbarkeit: 15. November 2021
  • Los-Kennzeichnungen: 901584, 901665, 901722

Vor dem Basmati-Reis warnt unter anderem das "Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit"

Derzeit ist unklar, wie es zur Grenzüberschreitung des Aflatoxin-Wertes kommen konnte, heißt es von Herstellerseite. Das Verbraucherportal produktwarnung.eu richtet einen dringenden Appell an alle Verbraucher: "Kunden sollen die betroffene Ware nicht verzehren."

Vor Schimmelpilzen wird gewarnt. Die Gefahr sollte nicht unterschätzt werden. Sie zählen "zu den stärksten in der Natur vorkommenden Giften", so das "BfR". "Sie weisen ein hohes krebserzeugendes Potenzial auf. Bei oraler Aufnahme können sie in höheren Konzentrationen in erster Linie Nieren, Leber und das ungeborene Leben schädigen. Außerdem können Aflatoxine das Erbgut schädigen, das heißt sie wirken genotoxisch", heißt es weiter. 

Rückruf: So bekommen Kunden ihr Geld zurück

Verbraucher, die den Reis gekauft haben, können das Produkt im jeweiligen Geschäft zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet. 

Unklar ist, ob der Basmati-Reis bundesweit verkauft wurde. Die Warnung des Herstellers gilt insbesondere für die Bundesländer Schleswig-Holstein, Brandenburg, Bremen, Berlin und Hamburg. Da das Produkt auch im Internet durch einen Online-Auftritt des Unternehmens verkauft wurde, kann es auch in anderen Bundesländern zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen, nachdem der Reis gegessen wurde. 

Neben Reis wird aktuell auch Lachs zurückgerufen - alle Informationen dazu. Zudem wird ein Produkt zurückgerufen, das bei "Aldi" verkauft wurde. Im beliebten Snack befinden sich krebserregende Stoffe. Außerdem ist ein Putenbrust-Produkt von einem Rückruf betroffen. 

In Deutschland gibt es immer mehr Rückrufe: Doch woran liegt das? Werden unsere Lebensmittel qualitativ schlechter? Eine Spurensuche.