Die Sparmaßnahmen sollen bereits vor Beginn der Winterzeit umgesetzt werden. Schon Anfang Oktober treten manche Änderungen in Kraft - Viele Kunden und Kundinnen müssen sich deutschlandweit auf Änderungen einstellen.

Hintergrund für die Einsparungen sind vor allem die gestiegenen Kosten von Strom und Gas. Um den Verbrauch bei diesen beiden Energieträgern zu senken, werden weitreichende Maßnahmen bei den Filialen greifen. Ein Sprecher von Aldi Süd betonte gegenüber Focus Online: "Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst und beobachten die weitere Entwicklung."

Supermärkte und Discounter wollen Strom und Gas sparen: Das ändert sich 

Zu diesen gehört beispielsweise, dass die Außenbeleuchtung der Filialen außerhalb der Öffnungszeiten abgeschaltet wird. Gleiches gilt für Werbetafeln auf Parkplatzflächen. Zwei entsprechende Verordnungen der Bundesregierung schreiben dies sogar vor. Sie sind Teil eines Energiesicherungsgesetzes, das die Versorgungssicherheit im Krisenfall gewährleisten soll.

Ab 1. Oktober soll zudem bei Supermärkten, Discountern, Kaufhäusern und Händlern in Schaufenstern die Beleuchtung abgeschaltet werden. Die Beleuchtung darf bei Einbruch der Dunkelheit zwar in Betrieb genommen werden, soll dann aber innerhalb von fünf Stunden wieder abgeschaltet werden.

Wie Focus Online berichtet, soll in Hintergrundgesprächen aus der Branche auch davon die Rede sein, die Heizung in den Filialen runterzudrehen. Um mindestens zwei Grad solle die Durchschnittstemperatur verringert werden. Ziel sei es, die Sparvorgaben auszuschöpfen, ohne dass die Gesundheit oder Leistung der Beschäftigten beeinträchtigt wird. Doch auch die Kundinnen und Kunden dürften dies gerade im Winter spüren.

Zudem würden laufend weitere Einsparpotenziale geprüft werden, heißt es von einem Unternehmenssprecher von Aldi Nord. Bei der Bewältigung des Kernthemas Energieeffizienz holen sich Unternehmen auch Unterstützung: Die Rewe-Group erklärte beispielsweise, dass die Konzern-Filialen sogenannte Energiebeauftragte beschäftige. Diese sollen Mitarbeitende sensibilisieren und über mögliche Sparmaßnahmen informieren.

Kunden sollen mithelfen: Hinweisschilder angebracht

Edeka gab zudem bekannt, dass es keine Aktionsflächen mehr in der Nähe des Eingangsbereiches der Filialen geben werde. Damit soll verhindert werden, dass sich die Schiebetüren unnötig öffnen und schließen. Überhaupt sollen die durch Bewegungssensoren aktivierten Eingangstüren anders eingestellt werden: Sie sollen sich künftig schneller öffnen und schließen, damit nicht so viel Wärme aus dem Gebäude entweichen kann. Umgekehrt dringt dann auch gleichzeitig weniger kalte Luft ins Gebäudeinnere.

Auch die Kunden und Kundinnen werden gebeten, ihren Beitrag zum Energiesparen zu leisten. Hinweisschilder sollen hierbei eine Hilfestellung sein: "Bitte schließen Sie das Tiefkühlfach zügig", ist nun auf den Klappen von Edeka-Kühltheken zu lesen.

Lesetipp: Viele Verbraucher stellen sich die Frage, wie sie tatsächlich über diesen Herbst und Winter kommen sollen. Die Verbraucherzentrale stellt daher Forderungen.