• Gefährliche Krankheit führt zu Lähmung bei Hunden
  • Symptome: Muskelschwäche, langsame Reflexe und Schmerzempfindlichkeit 
  • Tipps für Hundebesitzer für die Pflege eines erkrankten Tieres

Was einst nur Jagdhunde in Nordamerika betraf, ist längst eine Gefahr für Hunde in unseren Breitengraden geworden. Das sogenannte Coonhound-Syndrom (oder auch Coonhound-Paralyse) ist eine schleichende Lähmung, die durch eine akute Entzündung der Nerven ausgelöst wird. Den Erreger sollen sich Hunde durch den Kontakt zu Waschbären einfangen. 

Was tun, wenn eines der Symptome auftritt? 

Erste Symptome der Coonhound-Paralyse sind neben Lähmungserscheinungen ein steifer Gang, langsame Reflexe oder eine schwache Stimme, die sich durch ein heißeres Bellen ausdrückt. Beim Auftreten der Symptome sollten Hundebesitzer schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen, raten Experten. Denn in vielen Fällen verschlimmern sie sich in wenigen Tagen und Wochen. Breitet sich die Lähmung von den Hinterbeinen durch den Körper bis hin zur Atmung aus, kann es sehr gefährlich für das Tier werden.  

Für eine schnelle und erfolgreiche Genesung ist eine intensive Pflege nötig. Bei vielen betroffenen Hunden muss besonders auf die richtige Fütterung und das Trinken geachtet werden. Je nach Krankheitsfortschritt kann es nötig sein, dass der Hund einige Tage von Hand gefüttert werden muss.

Ruhe ist für das Tier bei er Genesung sehr wichtig. Ein Platz abseits von Eingängen und stark genutzten Räumen ist geeignet. Das Tier sollte sich nicht aufregen oder durch Kinder sowie andere Haustiere gestört werden.  Ist es schwierig, die Bewegung des Hundes einzuschränken, bietet die Käfigruhe eine Alternative

Viel Ruhe und bedachte Bewegung 

Bei der Käfigruhe ist eine intensivere Betreuung des Hundes erforderlich. Besitzer sollten das Tier den ganzen Tag über kontrollieren und den Vierbeiner etwa alle vier Stunden von einer Seite auf die andere drehen, um Druckstellen zu vermeiden. Bei der Käfigruhe ist die Hygiene sehr wichtig. Regelmäßiges Baden sowie die Reinigung des Käfigs sind unbedingt erforderlich. 

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Hundebesitzer sollten während der Erholungsphase in der Nähe des Zuhauses bleiben und sich auf langsame sowie kurze Ausflüge mit ihrem Vierbeiner beschränken. Sollte das Tier zu sehr gelähmt sein, um laufen zu können, sollte mit einem Tierarzt über die Notwendigkeit eines Katheters gesprochen werden. Um eine weitere Schwächung und Schädigung der Muskeln zu verhindern, ist Physiotherapie notwendig.

Ob die Übungen vom Besitzer durchgeführt werden können oder ob der regelmäßige Besuch einer Sitzung erforderlich ist, bewertet der Tierarzt. 

Ursachen der Hundelähmung

Wer allein die Waschbären für die Krankheit verantwortlich macht, tut den kleinen Räubern eventuell Unrecht. Denn bei dieser Vermutung handele es sich um einen Erstverdacht. Laut der Klinik für Kleintiere
der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover  trat die Krankheit erstmals bei Tieren der Jadghund-Rasse Coonhound auf. Da die Rasse  in Nordamerika speziell zur Waschbär-Jagd gezüchtet wurde, vermuteten Experten, dass sich die Hunde durch den Kontakt mit den Waschbären infizierten. 

Ob ein Waschbärbiss oder -kratzers tatsächlich die Ursache der Krankheit ist, konnte nicht bestätigt werden. Denn nach diesem Erstverdacht trat die Erkrankung auch in Ländern auf, in denen es keine Waschbären gibt. Zunehmen wurde von Fällen berichtet, bei denen Tiere erkrankten, die nie Kontakt mit Waschbären hatten.  Aufgrund vergleichender Beobachtungen mit experimentellen allergischen Neuritis wird angenommen, dass es sich um eine autoimmune Reaktion handelt.  Diese wird vermutlich durch eine vorausgegangene Infektion oder Impfung ausgelöst und führt zu einer Entzündung der peripheren Nerven

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