Diese Woche findet am 10. September im ganzen Land ein Warntag statt, bei dem die Warnsirenen von 11 Uhr bis 11.20 Uhr aufheulen. Für viele Tiere ist ein hoher Lärmpegel eine echte Belastung, denn sie haben oftmals ein viel empfindlicheres Gehör als Menschen.  Jeder Tierhalter sollte deshalb gut vorbereitet sein. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie in dieser Situation bestmöglich für Ihr Tier sorgen können.

Jeder, der ein Haustier hat, weiß wie belastend Lautstärke für die Lebewesen sein kann. Für viele Menschen bedeutet das Feuerwerk zu Silvester Spaß, für Tiere dagegen oft viel Stress. Der Krach ist besonders für Hunde und Katzen belastend, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen. Die Knallerei kann bei den Tieren sogar Panik auslösen.

Erster Warntag seit 30 Jahren

Das Warnsignal hört man heutzutage nur noch unglaublich selten und ist deshalb für Tiere ein ungewohntes Geräusch. Bei ängstlichen und geräuschempfindlichen Tieren kann schon die sehr laute Sirenen eine große Belastung darstellen. Der Lärm könnte die Lebewesen so sehr stressen, sodass sie anfangen könnten, nervös umherzulaufen, stark zu zittern oder sogar einen Flucht-Impuls verspüren. 

Viele Tierbesitzer kennen diese Situation aufgrund der jährlichen Neujahrsnacht schon. Der Lärm durch die Feuerwerkskörper ist für die Tiere oft eine Tortur und es gelingt meist nur mit viel Mühe und Zuwendung, das eigene Tier zu beruhigen.

Doch im Gegensatz zu Silvester gibt es für Tierhalter am deutschlandweiten Warntag einen großen Vorteil: Der Zeitrahmen der Lärmbelastung ist genau bekannt. Die Sirenen werden zwischen 11 Uhr und 11.20 Uhr getestet. Dadurch besteht die Möglichkeit, Vorbereitungen zum Schutz der Tiere zu treffen. 

Das können Sie tun, um Ihre Tiere zu schützen

Die Welttierschutzgesellschaft rät insbesondere Halter von ängstlichen und geräuschsensiblen Tieren, unbedingt Vorkehrungen für diesen Tag zu treffen. Erste Anlaufstelle kann dabei die lokale Stadt- oder Gemeindeverwaltung sein, um in Erfahrung zu bringen, ob und in welcher Form der Warntag lokal durchgeführt wird. Sollte sich herausstellen, dass sich Warnsirenen in der unmittelbaren Umgebung befinden, sollten Sie ein paar Sachen beachten:

  • Das "Gassi Gehen" mit dem Hund sollte an diesem Tag aus Gründen der Vorsicht nicht im Zeitraum von 11:00 bis 11:20 Uhr stattfinden. Sollte das nicht zu verhindern sein, dann sollten Sie darauf achten, dass Sie das Umfeld der Sirenenstandorte möglichst großflächig vermeiden. 
  • Um "auf Nummer sicher zu gehen", sollten geräuschempfindliche Katzen mit Freigang am besten den Vormittag über im Haus bleiben, um Zwischenfälle zu vermeiden. 
  • Pferde haben wie Hunde und Katzen ein recht sensibles Gehör. Deshalb wäre es das Beste, wenn sich die Tiere für den Zeitraum des Sirenenlärms im Stall befinden. 
  • Wenn Sie Vögel oder Kleintiere besitzen, wäre es ratsam, den Käfig abzudecken und ihn in ein möglichst ruhiges Zimmer weit weg vom Fenster zu stellen.
  • Während des Sirenenlärms sollte für Haustiere eine Ruhe - oder Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden. Am besten eignet sich hierfür ein ruhiger und dunkler Ort in einer bekannten Umgebung, in der sich die Tiere wohlfühlen. Musik oder Fernseher können bei den Tieren für eine gewohnte und beruhigende Geräuschkulisse sorgen.
  • Sofern es möglich ist, sollten Sie Ihr Tier, während die Sirenen heulen, nicht alleine lassen. Die Anwesenheit des Besitzers kann eine beruhigende Wirkung auf die Tiere haben. 

Das könnte Sie auch interessieren: Einbruch-Serie in Tierheimen in Franken - Tierschutzbund stellt klare Forderung an Polizei

Doch Vorsicht! In Zukunft wird dieser Warntag jedes Jahr an jedem zweiten Donnerstag im September stattfinden. Also geben Sie acht und sammeln Sie Erfahrungen für die kommenden Jahre. Oberste Devise sollte dabei sein: Bleiben Sie selbst gelassen und gestalten Sie die Situation möglichst positiv für Ihr Tier.

Das könnte Sie auch interessieren: Von der Polizei aus größter Not gerettet: Bald sucht das Tierheim Nürnberg ein zuhause für Kätzchen "Dori"