Wie viel bringen die befristeten 4,5 Prozent Zinsen an Mehrwert?
Bei drei Monaten bringen die 4,5 Prozent Zinsen – wenn man die höchstmögliche Summe von 20.000 Euro nimmt – 221,92 Euro an Zinsen. Zinseszinseffekte spielen bei dieser kurzen Anlagedauer kaum eine Rolle.
Zum Vergleich: Ein dauerhaftes Angebot von 2,0 Prozent Tagesgeldzinsen würde im selben Zeitraum bei 20.000 Euro Anlagesumme 98,63 Euro an Zinsen abwerfen.
Der Vorteil des Lockangebots wären also hier 123,29 Euro.
Soll das Geld länger – etwa für ein Jahr – angelegt werden, kippt die Rechnung sogar:
- 90 Tage à 4,50 % bringen 221,92 Euro an Zinsen.
- die restlichen 275 Tage à 1,10 % nochmal 165,75 Euro
- Aufs ganze Jahr gerechnet sind das 387,67 Euro
Ein fester Satz von 2,00 % bringt über 12 Monate hingegen 400 Euro, also rund 12 Euro mehr. Ab Ende der Aktion ist das Lockangebot damit unattraktiver als ein stabiler 2-Prozent-Satz.
Abgeltungsteuer nicht vergessen
Bei Kapitalerträgen fällt unter Umständen noch Abgeltungsteuer (25 Prozent) plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an. Es gilt ein Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (Single) bzw. 2.000 Euro (Paare).
Tagesgeld-Hopping: Vergleichen lohnt sich
Bei manchen Anlegern ist Tagesgeld- oder Zins-Hopping beliebt. Wie es das Vergleichsportal Verivox beschreibt, "hüpft" der Sparer hier von Konto zu Konto, von Bank zu Bank, immer zum besten Angebot. Hier lohnt sich ein regelmäßiger Vergleich.
Denn: Grundsätzlich gilt laut den deutschen Sparkassen, dass Banken unterschiedlich auf Leitzinsänderungen reagieren und ihre Konditionen nicht unbedingt zeitgleich oder im selben Umfang anpassen.
Deutlich stressfreier – und in der Regel renditestärker – ist ein Sparplan in ETFs. Infos dazu haben wir hier zusammengefasst. Experten empfehlen dabei aber auch: Nicht zu viel Geld in einen ETF oder Aktien stecken – ein Notgroschen sollte bei Bedarf ständig verfügbar sein. Hier eignet sich ein Tagesgeldkonto sehr gut. Wie hoch die finanzielle Reserve sein soll, lesen Sie in diesem Ratgeber-Artikel.
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