Smartphones enthalten wertvolle Metalle wie Gold, Kupfer und Aluminium, die oft in alten Geräten ungenutzt bleiben. Experten sehen großes Potenzial im Recycling, doch viele Handys werden bisher nicht wiederverwertet.
In alten Smartphones stecken erhebliche Mengen wertvoller Rohstoffe. Nach einer Kurzstudie der Deutschen Rohstoffagentur in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe lagern in Deutschland schätzungsweise 167 Millionen ausgediente Handys ungenutzt in Haushalten.
Darin enthalten sind demnach unter anderem rund eine Tonne Gold, 3.700 Tonnen Aluminium und 1.800 Tonnen Kupfer. Edelmetalle gelten vor allem in Krisenzeiten als gute Wertanlage. Für 2026 gibt es deutliche Prognosen. Vor allem junge Menschen setzen dabei immer mehr auf eines der beliebten Edelmetalle.
Handy recyceln: Hier schlummern teure Rohstoffe
Insgesamt enthalten Smartphones mehr als 50 verschiedene Metalle, darunter auch Silber und Palladium. Der reine Metallwert eines einzelnen Geräts ist jedoch vergleichsweise gering und liegt laut Studie bei rund 1,25 Euro pro Handy. Vor etwa zehn Jahren war dieser Wert noch ungefähr doppelt so hoch.
Als Grund nennen die Fachleute veränderte Materialzusammensetzungen. In neueren Smartphones werden demnach weniger Gold, Silber, Palladium und Tantal verwendet als in älteren Modellen. Zugenommen hat dagegen der Einsatz von Seltenen Erden, Gallium und Germanium, wenn auch auf niedrigem Niveau.
Nach Einschätzung der Studienautoren bietet die Rückgewinnung dieser Rohstoffe ein erhebliches Potenzial. Bislang wird dieses jedoch nur in geringem Umfang genutzt. Weltweit werden laut Studie lediglich fünf bis zehn Prozent der Altgeräte recycelt, während viele alte Handys in Haushalten aufbewahrt und nicht zurückgeführt werden.
Viele alte Handys werden zu Hause gelagert – doch Metalle werden gebraucht
Die Studienhauptautorin Britta Bookhagen weist darauf hin, dass die Rückgewinnung der enthaltenen Metalle technisch und wirtschaftlich anspruchsvoll ist. Bei vielen Stoffen stoße das Recycling an technische, wirtschaftliche und auch ökologische Grenzen.
Ein vollständiges Recycling aller im Smartphone enthaltenen Metalle sei daher nicht möglich. Als zentrales Problem benennt die Studie die geringe Rücklaufquote.