"Starkregen und Überflutungen": Massenhaft Feuerwehreinsätze wegen Unwetter in Franken

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Das Unwetter, das seit den Morgenstunden des 1. Juli in Franken wütet, hat zu Überschwemmungen an vielen Orten geführt. Zahlreiche Feuerwehren sind im Dauereinsatz.

Seit den Morgenstunden des Mittwochs (1. Juli 2026) hat ein Unwetter in vielen Teilen Frankens seine Spuren hinterlassen. Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und Unterführungen sowie herausschießende Gullideckel waren die Folge. Der DWD hatte bereits im Vorhinein gewarnt, dass Starkregen mit bis zu 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter die größte Gefahr in der Region darstellen würde. 

Hinzu kommen in vielen Städten und Landkreisen Windböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 65 und 80 km/h. Wir haben eine erste Bilanz mit den Einsatzschwerpunkten in Franken

Oberfranken besonders betroffen: 165 Einsätze alleine im Kreis Bamberg 

"Uns wurden insbesondere zahlreiche vollgelaufene Keller und umgefallene Bäume gemeldet", erklärt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken gegenüber inFranken.de. Besondere Schwerpunkte am Vormittag seien Coburg und Arzberg im Kreis Wunsiedel gewesen. "Auch in Bayreuth schüttet es wie aus Eimern", so der Beamte weiter. "Im Prinzip ist aber ganz Oberfranken betroffen. Es gab eine Vielzahl an Einsätzen der Feuerwehr", sagt der Sprecher. 

Deutliche Folgen des Unwetters sind auch im Landkreis Bamberg zu spüren. "Wir sind jetzt schon in Summe bei 165 Einsätzen", sagte der Sprecher der Kreisbrandinspektion Bamberg, Sebastian Pflaum, kurz nach 8 Uhr gegenüber inFranken.de. Es handle sich um einen "lokal begrenzten Starkregen in den Bereichen Breitengüßbach und Kemmern".

Um die große Anzahl an Einsätzen "Stück für Stück" abzuarbeiten, mussten Pflaum zufolge bereits "Kräfte nachgezogen" werden. "Wir bitten darum, überflutete Bereiche zu meiden, nicht in Keller oder Tiefgaragen zu gehen und den Notruf 112 nur bei akuten Notfällen zu wählen", teilt die Inspektion in einem öffentlichen Appell mit. Dem Einsatzticker zufolge stehen unter anderem in Zapfendorf, Kemmern, Hallstadt, Oberhaid, Unteroberndorf, Merkendorf, Rattelsdorf und Gerach Keller unter Wasser. 

Vollgelaufene Unterführungen im Raum Aschaffenburg - Unwetterbilanz in Unterfranken

In Unterfranken wurde laut einem Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums vor allem der Raum Aschaffenburg vom Unwetter getroffen. "Hier kam es zu einer Vielzahl an unwetterbedingten Einsätzen", erläutert er gegenüber inFranken.de. Hierzu zählen demnach herausgesprungene Gullideckel sowie vollgelaufene Keller und Unterführungen. Die ersten Meldungen gingen demnach "circa ab 3.45 Uhr" ein. Der Bahnverkehr im Raum Aschaffenburg war laut DB Regio wegen Blitzeinschlägen in einem Stellwerk und einer Weichenstörung am frühen Morgen vorübergehend lahmgelegt. Dadurch sei der Zugverkehr zwischen Gemünden, Aschaffenburg und Frankfurt am Main erheblich beeinträchtigt worden.

Die Streckensperrung konnte dann aber noch am Morgen behoben werden. Die Straßen Südring und Goldbacher Viadukt waren am Morgen nach wie vor nicht oder nur teilweise befahrbar, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Das Polizeipräsidium Mittelfranken hingegen kann am Morgen auf Nachfrage von inFranken.de keine Einsätze wegen des Unwetters vermelden. Laut dem DWD sollen die Unwetter gegen Mittag aus Franken abziehen. Dann könne teilweise sogar die Sonne in Franken herauskommen, heißt es in einem Bericht der Deutschen Presseagentur (dpa). 

"Beim ICON-Wettermodell verschwinden erst am Abend die letzten Gewitter", gibt allerdings der Wetterexperte Stefan Ochs aka "Wetterochs" zu bedenken. Mit 20 bis 25 Grad, am Untermain bis 28 Grad, bleibe es heute im Vergleich zu den vergangenen Tagen deutlich kühler. 

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