Die Region Franken wird aktuell von starken Unwettern heimgesucht. Besonders schwer betroffen ist das östliche Oberfranken, wo die Feuerwehr mit Überschwemmungen kämpft.
Heftiger Starkregen sorgt im Hofer Stadtgebiet seit Mittwochmorgen (1. Juli 2026) für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr. Dies berichtete ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Hochfranken auf Nachfrage von inFranken.de.
In ganz Franken werden Einsatzkräfte in den letzten Stunden von Gewittern, flutartigen Regenschauern und damit einhergehenden Überschwemmungen in Atem gehalten.
Feuerwehreinsatz in Hofer Schule
Laut dem Sprecher der ILS zählten zunächst auch Marktredwitz und Arzberg im Landkreis Wunsiedel zu den Schwerpunkten der Feuerwehreinsätze im östlichen Oberfranken. In den Morgenstunden konnten die dortigen Einsätze jedoch erfolgreich beendet werden. Im Gegensatz dazu ist die Hofer Feuerwehr weiterhin gefordert - in ihrem Einsatzbereich wurden die Keller einer Schule und eines Seniorenheimes überschwemmt.
Trotz der Arbeiten der Feuerwehr konnte der Betrieb in beiden Einrichtungen laut dem ILS-Sprecher ungehindert weitergehen. Wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht, handelte es sich bei dem Altersheim um das Seniorenhaus Am Unteren Tor der Hospitalstiftung Hof. Aufgrund eines verstopften Rohres konnte das Wasser dort nicht mehr abfließen und sammelte sich in der Folge im Kellerbereich.
Nach Angaben der Stadt Hof war die Feuerwehr im Verlauf des Mittwochs mit etwa 50 Kräften im Einsatz. Startpunkt war eine gegen 3 Uhr ausgelöste Brandmeldeanlage – vermutlich aufgrund eines Blitzschlags. Wenige Minuten später wurde ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person gemeldet. Der Starkregen füllte Keller und Tiefgaragen mit Wasser, drückte Gullydeckel nach oben und überschwemmte unter anderem einen Teilbereich des Unterkotzauer Wegs.
Feuerwehr Hof warnt Bevölkerung
Erst gegen 9.30 Uhr hatte sich die Lage wieder entspannt. Die Hofer Feuerwehr rät den Hoferinnen und Hofern in diesem Zusammenhang, einen Keller nicht zu betreten, wenn er unter Wasser steht. Zum einen besteht Gefahr durch elektrische Geräte in den Räumen. Zum anderen ist nicht zu unterschätzen, dass bei Hochwasserereignissen, bei denen Bäche über die Ufer treten, der Wasserdruck im Keller so stark steigt, dass Menschen darin eingeschlossen werden können.
Ferner raten die erfahrenen Einsatzkräfte davon ab, unter Wasser stehende Straßen zu durchfahren. Besonders bei Unterführungen besteht ein großes Risiko. Weitere Nachrichten aus Hof und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.