Im Juli steigen die Renten durch eine Anpassung deutlich an – um 4,24 Prozent. Dadurch erhöht sich die Standardrente auf 1913 Euro monatlich. Doch Standard ist nicht gleich Durchschnitt.
Die Bezüge für rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland steigen ab dem 1. Juli um 4,24 Prozent. Das teilte das Bundesarbeitsministerium in Berlin mit. Laut aktueller Berechnung, die auf den Daten des Statistischen Bundesamtes und der Rentenversicherung basiert, fällt die Erhöhung der Renten damit deutlich höher aus, als noch im vergangenen Herbst angenommen wurde.
Die genaue Rentenerhöhung wird voraussichtlich in der Zeit vom 14. Juni bis 23. Juli 2026 mit der "Rentenanpassungsmitteilung" per Post verschickt.
1.913 Standardrente: Was bedeutet das eigentlich?
Die gesetzliche Standardrente soll damit auf voraussichtlich 1.913 Euro monatlich steigen, wie rentenbescheid24.de berichtet. Doch Standardrente bedeutet nicht Durchschnittsrente – und durch Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung bleibt trotz Erhöhung nicht zwangsläufig mehr Netto vom Brutto.
Die Standardrente dient als Vergleichswert für Rentnerinnen und Rentner in Deutschland. Da das Thema Rente sehr individuell zu betrachten ist, können die tatsächlichen Werte mehr oder weniger abweichen.
Wer in Deutschland 45 Jahre lang genau das Durchschnittsentgelt verdient und somit 45 Entgeltpunkte erarbeitet hat, soll mit 1.913 Euro monatlicher Rente rechnen können. Pro Entgeltpunkt gibt es 42,52 Euro. Auf das Jahr gerechnet, erhält ein Rentner mit Standardrente 22.956 Euro.
Beispielrechnung: Krankenversicherung und Rentenbesteuerung – was bleibt übrig?
Wer mehr Rente erhält, muss allerdings unter Umständen auch mehr Steuern zahlen und mit entsprechenden Abzügen rechnen. Bei einer Standardrente von 22.956 Euro (1.913 Euro × 12 Monate) jährlich sind 3.672,96 Euro steuerfrei.
Auf den übrigen steuerpflichtigen Anteil fallen Abzüge für die Krankenkasse (2.812,11 Euro), der Werbungskostenpauschbetrag (102 Euro) und ein Sonderausgabenpauschbetrag (36 Euro) an.