Die Bundesregierung will mit ihrer geplanten Rentenreform die abschlagsfreie "Rente mit 63" abschaffen. Laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer finden die Bürger das falsch.
Im Rahmen ihrer geplanten Rentenreform will die Bundesregierung die sogenannte Rente mit 63 abschaffen. Sie ist die gängige Bezeichnung für die Altersrente für besonders langjährige Versicherte. Bisher dürfen Beschäftigte, die mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, ohne Abzüge früher in den Ruhestand.
Lediglich 21 Prozent befürworten Plan der Bundesregierung zur Rente
"In der Bevölkerung wird dieses Vorhaben sehr kritisch bewertet", heißt es in einer Pressemitteilung zum aktuellen ZDF-Politbarometer Oktober II 2026: Knapp drei Viertel (74 Prozent) der Befragten und Mehrheiten in allen Parteianhängerschaften und Altersgruppen sprechen sich demnach gegen die Abschaffung der "Rente mit 63" aus, lediglich 21 Prozent befürworten diesen Plan der Bundesregierung.
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Generell sehe eine große Mehrheit der Befragten beim Thema Rente aber Handlungsbedarf: 83 Prozent halten eine grundlegende Reform zur Stabilisierung der Rente, die auch zu Einschnitten und finanziellen Belastungen führt, für wichtig oder sehr wichtig. Für 12 Prozent ist solch eine Rentenform nicht so oder gar nicht wichtig.
Darum ist "Rente mit 63" eigentlich die falsche Bezeichnung und das Thema umstritten
Die sogenannte Rente mit 63 gibt es in der ursprünglichen Form nicht mehr. Derzeit liegt das Eintrittsalter für eine abschlagsfreie Frührente bei 64 Jahren und sechs Monaten. Trotz allem bleibt der Streit um die Möglichkeit, nach langer Erwerbstätigkeit ohne Rentenabschläge früher in den Ruhestand zu gehen, bestehen.
Was für eine Abschaffung spricht: Laut Rentenkommission wird das Modell primär von gesünderen, männlichen und besserverdienenden Versicherten in Anspruch genommen, während Frauen, Geringverdiener und Menschen in körperlich belastenden Berufen die Voraussetzungen für die Frührente oft nicht erfüllen.
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