Sehr beliebtes Café in Franken schließt, weil Betreiberin "Motto nicht treu bleiben" kann

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Zuckerscheune in Volkach schließt: Betreiberin kann "Motto nicht treu bleiben"
In einem alten Bauernhof und dem dazugehörigen Außenbereich erwartete die Gäste der "Zuckerscheune" in Volkach fast zwei Jahrzehnte lang eine Auswahl an hausgemachten Torten, Kuchen und ...
In einem alten Bauernhof und dem dazugehörigen Außenbereich erwartet die Gäste der Zuckerscheune eine Auswahl an hausgemachten Torten, Kuchen und Eis.
Zuckerscheune Eichfeld
Eichfeld: "Café Zuckerscheune" schließt - Leser wählten es in Topliste
In einem alten Bauernhof und dem dazugehörigen Außenbereich erwartete die Gäste der "Zuckerscheune" in Volkach fast zwei Jahrzehnte lang eine Auswahl an hausgemachten Torten, Kuchen und ...
Peter Pfannes
Aus für Café "Zuckerscheune" in Volkach: Leserliebling macht bald zu
In einem alten Bauernhof und dem dazugehörigen Außenbereich erwartete die Gäste der "Zuckerscheune" in Volkach fast zwei Jahrzehnte lang eine Auswahl an hausgemachten Torten, Kuchen und ...
In der Eichfelder Zuckerscheune findest du einen gemütlichen Innenhof, der zum Schlemmen und Verweilen einlädt.
Zuckerscheune Eichfeld
In einem alten Bauernhof und dem dazugehörigen Außenbereich erwartete die Gäste der "Zuckerscheune" in Volkach fast zwei Jahrzehnte lang eine Auswahl an hausgemachten Torten, Kuchen und ...
Neben dem klassischen Café-Angebot mit Kuchen und Torten bietet die Zuckerscheune ebenso Frühstück und Brotzeiten an.
Zuckerscheune Eichfeld

Aus in Unterfranken: Ein beliebtes Café mit Haus-Konditorei verkündet die baldige Schließung. Nun erklärt die Inhaberin gegenüber inFranken.de den Schritt.

Das Café "Zuckerscheune" in Eichfeld im Landkreis Kitzingen schließt Ende Dezember 2026. Das bestätigt Konditormeisterin und Inhaberin Martina Irlinger im Gespräch mit inFranken.de: "Der endgültige Entschluss ist gefallen." Damit fällt in dem Ort eine ganz besondere Einkehrmöglichkeit weg. Die inFranken.de-Leser kürten die "Zuckerscheune" erst kürzlich zu einem der besten Kuchen-Cafés in Franken.

17 Jahre lang führte Irlinger das Café gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner Christian Enkelmann. Entsprechend sind die Reaktionen der Gäste: "Die Leute sind schon traurig, dass wir weg sind." Die Zufriedenheit der Gäste habe Irlinger immer motiviert, erklärt sie – dass man für andere etwas Schönes schaffen könne. "Wir wollten ein Café machen, in dem wir uns selbst wohlfühlen würden." Das sei auch der Grund für das besondere Ambiente in der "Zuckerscheune". 

"Zuckerscheune" schließt: Gestiegene Kosten nicht mehr tragbar

Der Grund für die Schließung: der schnelle Anstieg der Kosten in den letzten Jahren. Für Irlinger geht das an die Substanz. "Der Grund für die Schließung ist, dass ich meinem Motto nicht treu bleiben kann: dass sich jeder ein Stück Kuchen leisten kann," erläutert sie. Davon sei sie gerade ziemlich entfernt – sie sei mit den Preisen "an der Schmerzgrenze."

Aktuell kostet ein Stück Sahnetorte in der "Zuckerscheune" 4,90 Euro, ein Stück Cremetorte 5,10 Euro. "Ich verkaufe die Torten und muss beim Preis selbst schlucken." Für viele Gäste seien 5 Euro eine magische Grenze, so Irlinger. Manche würden dann stattdessen lieber wieder selbst Kuchen backen.

Doch Irlinger hat keine Wahl, erzählt sie: "Die Rohstoffe gehen im Preis hoch. Der Kaffee kostet jetzt doppelt so viel, wie als wir angefangen haben. Die Mindestlöhne gehen hoch, der Sprit ist oben – es ist die Verkettung von allem."

Eichfelder "Zuckerscheune" schließt: "Immer ein Traum gewesen"

Das Café gibt es bereits seit 2009. Wie Irlinger und Enkelmann auf ihrer Webseite berichten, sei es für sie immer ein Traum gewesen, ein eigenes Geschäft aufzubauen und einen eigenen Weg zu gehen. Irlinger hat es schon immer in Richtung Bäckerei und Konditorei gezogen, sagt sie. Auch die Idee eines eigenen Cafés ging ihr lange im Kopf herum, bevor sie und Enkelmann sich dafür entschieden, gemeinsam die Zuckerscheune aufzubauen.

Für das Café hatten sie einen alten Bauernhof drei Jahre lang umgebaut. inFranken.de-Leser schätzten den besonderen Charakter der Lokalität und wählten die "Zuckerscheune" in diesem Jahr auch zu einem der Top-Hinterhofcafés in Franken. Bei den Menschen, die ihnen damals beim Aufbau und der Umgestaltung geholfen hatten, bedanken sich die Betreiber in einem Facebook-Beitrag, mit dem sie auch die Schließung verkünden: "Danke für jede helfende Hand, fürs Mitdenken, Mutmachen und Anpacken." Der abschließende Post auf Facebook ist von Wehmut durchdrungen. "Ein letztes Stück Kuchen. Ein letzter Kaffee. Und ganz viel Dankbarkeit. Ihr Lieben,
schweren Herzens verabschieden wir uns." Die Betreiber bedanken sich bei allen Gästen sowie den Mitarbeitern, die die "Zuckerscheune" über die Jahre mitgestaltet haben.

"Wir können heute ohne Übertreibung sagen, dass diese Zeit des Umbauens eine harte Zeit für uns war", reflektieren sie auf ihrer Webseite. "Nicht nur, dass dieser Umbau immer wieder neue Herausforderungen stellte, die wir gemeinsam zu lösen hatten, es war auch eine Reifeprüfung für eine zwischenmenschliche Beziehung."

"Zuckerscheune" in Eichfeld: Ein wahr gewordener Traum

Und doch: Zum November 2009 erfolgte die Eröffnung. Der Traum war Realität geworden. Über 15 Jahre kann sich Irlinger ausprobieren. "Es war eine schöne Zeit, es war eine anstrengende Zeit", sagt sie im Rückblick. "Es war sehr abwechslungsreich."

Es gab immer wieder Herausforderungen. "Es hat mal jemand gesagt: Nach 10 Jahren verdient man Geld", so Irlinger. Dann sei alles abbezahlt. Fast genau nach 10 Jahren des Bestehens der "Zuckerscheune" kam jedoch die Corona-Pandemie. Auch Straßensperrungen machten ihr immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Sie ist alleine in der Backstube, bräuchte eigentlich noch eine weitere Vollzeitkraft dort. Doch das sei finanziell nicht drin, meint Irlinger.

Schlussendlich entscheidet sie sich dafür, die "Zuckerscheune" zu schließen. "Es war super, die Erfahrung gemacht zu haben. Jetzt gibt es einen neuen Abschnitt." Der Traum geht zum Jahresende 2026 zu Ende. Wie es für sie selbst weitergeht, das weiß Irlinger bislang nicht. Eigentlich möchte sie nicht mehr in der Gastro arbeiten. Für die "Zuckerscheune" kann sie sich vorstellen, das Café zu verpachten oder für Feiern das Gebäude zu vermieten.

Rührende Nachricht an Gäste – das ist wichtig zu wissen

Ganz vorbei ist es allerdings noch nicht: Gutscheine können noch bis zum 20. Dezember 2026 eingelöst werden. Das ist gleichzeitig der letzte Öffnungstag des Cafés. Die "Zuckerscheune" bietet eine große Auswahl an Kuchen und Torten aus eigener Herstellung.

Der Facebook-Beitrag des Cafés zur Schließung ist eindrücklich. So heißt es: "Was bleibt, sind die Erinnerungen an all die Begegnungen, Gespräche und kleinen Auszeiten, die ihr mit uns geteilt habt. Ob ihr regelmäßig an eurem Lieblingsplatz gesessen habt oder auf einen spontanen Kaffee vorbeigekommen seid – ihr habt unser Café mit Leben gefüllt und zu einem besonderen Ort gemacht." Weitere Nachrichten aus Kitzingen und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.