• Neuer Ansatz in der Alzheimer-Forschung
  • Neues Medikament Aduhelm gibt Hoffnung
  • Wirkstoff Aducanumab soll Lösung sein
  • Ursache von Alzheimer könnten Infektionen sein
  • Ärzte üben jedoch auch Kritik

Die US-Arzneimittelbehörde sorgte kürzlich für Schlagzeilen: Ein neuer Therapieansatz für Alzheimerpatienten wurde zugelassen - das Medikament Aduhelm mit seinem Wirkstoff Aducanumab. Doch global sind sich Experten unsicher, ob der Wirkstoff halten kann, was sich die Amerikaner erhoffen. Wie die Pharamzeutische-Zeitung. de mitteilt, hat die Zulassung für großen Wirbel gesorgt. Denn der Nutzen des Stoffes sei fraglich und größtenteils noch nicht bewiesen. Die Amerikaner verfolgen mit dem Wirkstoff einen ganz neuen Ansatz: Denn für die Ursache von Alzheimer machen sie Infektionen als mögliche Auslöser verantwortlich.

Alzheimer und Infektionen: Besteht ein Zusammenhang zum Herpesvirus? 

Der Wirkstoff Aducanumab soll therapeutisch die Bildung von sogenannten Beta-Amyloid Aggregaten verhindern. Diese seien "unter anderem" für die Entstehung von Alzheimer verantwortlich. Forscher kritisieren allerdings das "unter anderem".  Denn diese seien nicht der einzige Grundfaktor für die Krankheit. 

Die amerikanischen Forscher fanden ebenfalls heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen einer Herpesinfektion und einer Alzheimer-Erkrankung gibt. Die Funktion von den Beta-Amployiden im Gehirn sei dabei der Grundbaustein: Denn der Stoff ist keinesfalls von Grund auf schlecht.

Durch das Einschließen von Erregern in sogenannten "Plaques" verhindert dieser, dass Erreger im Gehirn Schaden anrichten können. Allerdings behindern zu viele "Plaques" diesen Ablauf, welcher letztendlich zur Entstehung einer Alzheimer-Erkrankung führen kann. Erreger, die diesen Ablauf begünstigen, sind neben drei Bakterienarten vor allem Herpesviren. 

Forscher sind sich bei Alzheimer-Behandlung nicht einig

Eine Studie aus Taiwan konnte einen Zusammenhang zwischen einer Herpesinfektion und einem Alzheimerrisiko belegen. Dennoch sind sich Forscher nicht einig, ob die Behandlung mit Virostatika den gewünschten Erfolg bringen kann.

Zudem kann das Medikament deutliche Nebenwirkungen haben. So berichtet die Seite alzheimer-forschung,de, dass es bei rund 35 Prozent zu einer zunehmenden Schwellung des Gehirns kommen kann. Diese bildet sich allerdings wieder zurück, sobald das Medikament abgesetzt wird. 

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