• Studien des Dana-Farber Cancer Instituts in Arizona und der Medizinischen Universität Shenyang: Zusammenhang von Kaffeekonsum und Krebsrisiko
  • Kaffeekonsum als Darmkrebsvorbeugung
  • Prostatakrebsrisiko kann womöglich durch Kaffeekonsum gesenkt werden

Laut einer aktuellen Studie aus den USA kann Kaffeekonsum das Risiko senken, an Darmkrebs zu erkranken. Das stellten die Forscher des Dana-Farber Cancer Instituts in Phoenix (Arizona) kürzlich fest. Es wurde beobachtet, dass Therapieanschläge im Hinblick auf eine Darmkrebserkrankung erfolgreicher waren, als gewöhnlich. Die Ergebnisse wurden in dem Wissenschaftsmagazin "JAMA Oncology" veröffentlicht. Und auch eine Metastudie eines Forscherteams der Medizinischen Universität Shenyang in China konnte eine ähnliche Wirkung des Wachmachers feststellen - allerdings in Bezug auf Prostatakrebs

Täglicher Kaffeekonsum beugt Darmkrebs vor 

Der Grund, weshalb Kaffee eine derartige Wirkung hat, ist bisher nicht genau geklärt. Da die Forscher aus Phoenix die Studie rund um eine Beobachtung aufbauten, konnten diese auch nicht feststellen, wie Kaffee auf Darmkrebs einwirkt. Sie stellen allerdings gleich zu Beginn fest, dass die Wirkung nicht vom Koffein ausging. Denn unabhängig, ob es sich um entkoffeinierten oder normalen Kaffee handelte, kam man zu den gleichen Ergebnissen.

Insgesamt wurden 1.172 Patienten und Patientinnen für die Studie herangezogen. Diese litten alle an metastasierendem Dickdarmkrebs. Einheitlich erkannte man, dass sich abhängig von der konsumierten Kaffeemenge, die Lebenserwartungsdauer deutlich verbesserte. Ebenso stellte das Forscherteam fest, dass Menschen, die mehr als drei Tassen Kaffee pro Tag tranken, deutlich mehr Zeit hatten, ehe sich ihre Krankheit verschlechterte.

Diese Befunde bedeuten jedoch nicht, dass man mit der Kaffeemenge experimentieren sollte. Ab einer gewissen Menge kann das koffeinhaltige Getränk nämlich auch gefährlich für den Körper werden. Welche Menge des Muntermachers noch ratsam ist und aber welcher es bedenklich wird, erfahren Sie hier. 

Senkung des Prostatakrebsrisikos durch Kaffee?

Und auch das Forscherteam um Xiaonan Chen von der Medizinischen Universität Shenyang in China konnte nun eine ähnliche Erkenntnis in Bezug auf Prostatakrebs machen. Die Forscher fassten dabei die Daten aus 16 Studien mit insgesamt über einer Million Teilnehmer zusammen und werteten sie aus. Darunter befanden sich ungefähr 58.000 Prostatakrebskranke.

Um herauszufinden, welcher Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Prostatakrebs besteht, verglichen sie das Prostatakrebsrisiko von den Teilnehmern mit dem höchsten und dem niedrigsten Kaffeekonsum. Die Auswertung ergab ähnliche Befunde wie die Darmkrebsstudie aus den USA:

„In unser Metaanalyse war ein höherer Kaffeekonsum signifikant mit einem verringerten Risiko für Prostatakrebs bei Männern verknüpft“, berichten Chen und sein Team. Konkret lag das relative Risiko der Kaffee-Vieltrinker um neun Prozent niedriger als das der Kaffee-Wenigtrinker. Wie hoch ist jedoch die Aussagekraft der Ergebnisse?

Studienergebnisse mit Vorsicht zu genießen

Die vorliegende Metastudie aus China ist nur begrenzt aussagekräftig. So lieferten die einbezogenen Studien teils widersprüchliche Ergebnisse. Manche Forschergruppen kamen sogar zu dem Schluss, dass hoher Kaffeekonsum eher ein Risiko- als Vorbeugungsfaktor ist. Auch andere Einflussfaktoren wurden von den Studien womöglich nicht immer vollständig und einheitlich erfasst.

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Dennoch gibt es plausible biologische Erklärungen für die Annahme, das Kaffee das Risiko für Krebs senkt. Die Medizin ist sich schon lange darüber im Bilde, dass Kaffee entzündungshemmende und antioxidative Effekte besitzt. Er soll außerdem den Glukosestoffwechsel verbessern und den Sexualhormonspiegel beeinflussen. All das könnte die Entstehung, Entwicklung und das Fortschreiten von Prostata- und Darmkrebs beeinflussen.

Ein Fakt bleibt, dass bis heute nur ein Bruchteil der tatsächlichen Eigenschaften des Wundergetränkes erforscht wurde. Ob und wie man das Getränk hinsichtlich einer Krebsbehandlung einsetzen kann, steht aber noch in den Sternen. Auch viele weitere natürliche Heilmittel haben eine gesundheitsfördernde Wirkung. So beispielsweise auch der sogenannte Wunderhonig "Manuka".

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