Nach rund eineinhalb Jahren mit dem Coronavirus, SARS-CoV-2, haben sich einige Mutationen des Virus herausgebildet. Als sogenannte „Mutanten“ werden Erreger mit den Namen

  • „Alpha“ (B1.1.7),
  • „Beta“ (B.1.351),
  • „Gamma“ (P.1)
  • „Delta“ (B.1.617.2) 
  • „Delta Plus“ (B.1.617.2.1) bezeichnet.

Was verbirgt sich hinter der Eta-Virusvariante?

Dazu gesellen sich die Erreger mit den Namen

  • „Epsilon“ (B.1.427 / B.1.429),
  • „Zeta“ (P.2),
  • Eta (B.1.525),
  • „Theta“ (P.3),
  • „Iota“ (B.1526),
  • „Kappa“ (B.1.617.1) und
  • „Lambda“ (C.37). 

Jeder dieser Erreger ist unterschiedlich gefährlich. Doch sie alle basieren auf demselben Virus, das die gesamte Welt seit mehr als einem Jahr fest im Griff hat. Eine nun immer mehr in den Fokus gerückte Mutation ist die Eta-Variante. Diese Virus-Variante wurde zuerst im Dezember 2020 in mehreren Ländern Zentralafrikas nachgewiesen, darunter Angola und Nigeria. Doch vereinzeltes Vorkommen des Virus war zu diesem Zeitpunkt auch in Großbritannien zu beobachten.

Seit März 2021 steht die Virus-Variante unter besonderer Beobachtung, da sie ansteckender sein soll als vergleichbare Varianten. Außerdem konnte noch nicht geklärt werden, ob die Eta-Mutation das Immunsystem besser umgehen kann. Aus diesem Grund wird das Virus beim Robert Koch Institut als „unter Beobachtung stehende Variante“ vermerkt. 

Eta-Variante: Was passiert mit dem Immunssystem?

In Deutschland gab es den ersten bestätigten Fall einer Eta-Variante Ende Juni. Auf einer Krankenhausstation in Paderborn konnte bei einer 89-jährigen Patientin die Eta-Variante nachgewiesen werden. Vorsorglich verhängte die Krankenhausleitung ein Besuchs- sowie Aufnahmestopp auf der Station. Wo sich die 89-Jährige angesteckt haben könnte, ist derzeit noch nicht bekannt. 

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Im Vergleich zur Delta-Variante wird die Eta-Mutation von Expert*innen als harmloser eingestuft. Trotzdem müsse die neue Mutation genauer untersucht werden. Denn: Einige der positiv auf die neue Mutation getesteten Erkrankten waren bereits vollständig geimpft.

Der Krisenstabsleiter aus dem Kreis Paderborn, Dr. André Brandt, erklärt, dass er mit dem Robert Koch-Institut bereits im Austausch stehe. Ziel ist, möglichst viel über die neue Variante zu erfahren. Außerdem sollten „die erforderlichen Maßnahmen“ mit dem RKI abgestimmt werden. Wie das RKI mitteilt, sind derzeit rund 700 Fälle in ganz Deutschland mit der Eta-Mutation nachgewiesen worden. 

RKI zeigt sich aufgrund von Eta-Infektionen gelassen

Dass einige Patient*innen nach der Impfung mit der Eta-Variante infiziert wurden, ist für das RKI ebenfalls kein Grund Sorgenfalten zu bekommen. Denn: „Infektionen nach Impfungen sind nicht ungewöhnlich“, erklärte ein Sprecher. Eine entscheidende Rolle bei der Infektion habe der Zeitpunkt gespielt. Alle Impfstoffe hätten eine gute Wirksamkeit. Dies bedeute, dass eine vollständig geimpfte Person deutlich wahrscheinlicher bei Kontakt mit einem infizierten gesund bleibe.  Außerdem versichert das RKI, dass die Impfstoffe und ihre Wirkung kontinuierlich überprüft werden.

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