• Söder erklärt, wann Lockerungen in Bayern möglich sind
  • Er kritisiert die Impf-Planung der Regierung scharf
  • Im Frühjahr 2021 mögliche Lockerungen bei Inzidenz von 50

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat mit der Bundesregierung abgerechnet - und erläutert, wann es Lockerungen im Freistaat geben könne: Bereits am Dienstag (26. Januar 2021) ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach den Beratungen des Bayerischen Kabinetts vor die Presse getreten. Neben erfreulichen Nachrichten, wie den sinkenden Infektionszahlen und den erfolgreichen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, kritisierte Söder den aktuellen Ablauf der Corona-Impfungen scharf. "Nahezu alle zugesagten Versprechen können derzeit leider nicht eingehalten werden. Da wird viel Vertrauen gerade in dieser Frage verspielt", zitiert ihn die Bild-Zeitung.

"Armutszeugnis für Deutschland": Söder kritisiert Impf-Planung

Corona-Impfstoff wurde zwar bestellt, aber scheinbar zu wenig. Fakt ist, dass beim Bestellen etwas schiefgelaufen sei "deswegen hat man ja nachbestellt", so Söder weiter. Wie wir berichteten erklärte der Ministerpräsident in der Pressekonferenz von Dienstag, dass "Impfen nicht nur über Leben entscheidet, sondern auch über Normalität". Laut einer Analyse des ARD-Deutschlandtrends wolle sich die Mehrheit der Deutschen (54 Prozent) gegen das Coronavirus impfen lassen. Das ist zu begrüßen, allerdings schwierig, wenn nur wenig Impfstoff vorhanden ist.

"Wir sind ein Pharmaland, ein Industrie-Riese. Es muss doch gelingen, dass in einem einzigen Werk in Marburg (das Werk von Biontech) mehr getan werden kann, um Impfstoff zu produzieren", echauffierte sich Söder bei Bild Live. Söder sei besorgt darüber, dass andere Länder schnell und  effizienter Impfstoff bestellt haben: "Wenn Impfzentren leer sind, wenn Ärzte impfen wollen, aber nicht können, dann ist das für ein hoch technisiertes Medizin-Pharma-Land wie Deutschland eher ein Armutszeugnis!"

Für den Bayerischen Ministerpräsidenten geht das Impfen im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland deutlich zu langsam. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek erklärte, dass bis Dienstag (26. Januar 2021) 351.000 Menschen in Deutschland gegen das Virus geimpft wurden. 

Lockerungen im Frühjahr 2021: Inzidenz bei 50

Lockerungen sieht Söder für den Freistaat erst dann, wenn die Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner "unter 50" ist. Das erklärte er am Mittwoch (27. Januar 2021) bei der Morgen-Show "Frühstart" bei n-tv. "Man darf nicht vergessen: Als wir letztes Jahr gelockert haben nach dem Frühjahr, waren wir zum Teil bei unter 10", so Söder weiter. Die bayernweite Inzidenz liegt am Donnerstag (28. Januar 2021) laut Robert Koch-Institut bei 97. Die 7-Tage-Inzidenzen aus ganz Franken finden Sie hier.

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