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Franken
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Haltbarkeit: Kann Wein schlecht werden?

Angeblich wird Wein mit dem Alter immer besser. Aber das trifft inzwischen auf die meisten Weine nicht mehr zu. Die meisten werden nämlich so hergestellt, dass sie jung getrunken werden müssen. Doch wie schnell wird Wein schlecht und wie lagert man ihn am besten? Wir klären Sie auf.
 
Wein
Franken ist nicht nur eine Bier-Region, sondern auch eine Wein-Region. Doch was hat es mit der Haltbarkeit von Wein auf sich? Foto: Caroline Attwood

Viele Menschen fragen sich, wie lange Wein eigentlich haltbar ist und ob er schlecht werden kann. Wein wird nicht mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen, denn dazu besteht bei Getränken mit mehr als zehn Prozent Alkohol keine Pflicht. Doch woher weiß man dann, ob der Wein noch gut ist? Dazu kann man keine generalisierende Aussage treffen, denn wie lange ein Wein haltbar ist, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab.

Wird ein guter Wein schlecht? Ist Weißwein oder Rotwein länger haltbar? Woran erkennt man, dass der Wein schlecht ist? Was muss man bei der Lagerung von Wein beachten? All die Fragen versuchen wir für Sie zu beantworten. 

Wie lange hält Wein? 

Bei der Frage wie lange Wein hält, muss grundsätzlich zwischen geschlossenen und geöffneten Weinen unterschieden werden. Geschlossene Weine sind offensichtlich länger haltbar, doch wie lange sind sie genau haltbar und wovon hängt das ab? Wie lange ein Wein haltbar ist, hängt von dem Alkoholgehalt sowie dem Säure- und Zuckergehalt ab, wie das Deutsche Weininstitut schreibt. Aber auch die Menge der Sulfite und die Qualität des Korkens spielen eine große Rolle.

Geschlossene Weine - wodurch halten Weine besonders lange?

  • Je mehr Säure ein Wein enthält, desto länger ist er auch haltbar. Die Säure im Wein sorgt dafür, dass die Bakterien nicht so schnell wachsen können, so der Blog "Edle Tröpfchen".
  • Alkohol fungiert als Konservierungsmittel, das heißt Weine mit einem hohen Alkoholgehalt halten sich dementsprechend länger. Wenn ein Wein länger gelagert werden muss, sollte er einen Alkoholgehalt zwischen 12 und 13 % aufweisen.
  • Der Zuckergehalt spielt auch eine Rolle bei der Haltbarkeit. Wenn ein Wein einen höheren Zuckergehalt hat, verlängert sich die Haltbarkeit. Auslesen und Trockenbeerenauslesen sind deshalb verhältnismäßig lange haltbar. 
  • Sulfit ist in fast jedem Wein enthalten. Der Stoff verhindert die Oxidation und das Nachgären des Weines.
  • Auch der Korken spielt bei der Haltbarkeit eine wichtige Rolle. Hat der Korken eine glatte Oberfläche, ist er von guter Qualität. Wenn der er porös ist, hat er eine schlechte Qualität, was zum unangenehmen "Korkengeschmack" führen kann.

Rotwein hält länger als Weißwein

Doch wenn die Flasche einmal geöffnet ist, setzt man den Wein seinem schlimmsten Feind aus: dem Sauerstoff – und ein allmählicher Oxidationsprozess beginnt, so Frank Kämmer, einer der führenden europäischen Sommeliers, auf dem Blog FreshMAG.

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Je weniger Wein noch in der Flasche vorhanden ist, desto kürzer ist er haltbar. 

  • Weißweine mit 75 % Inhalt halten zwischen drei und fünf Tage.
  • Bei Weißweinen mit 50 % Inhalt kann man von zwei bis drei Tagen ausgehen.
  • Bei 25 % Inhalt ist der Weißwein nicht länger als einen Tag haltbar
  • Rotweine, die einen Inhalt von 75 % haben, sind ungefähr sechs bis zehn Tage haltbar. 
  • Hat eine Flasche Rotwein noch 50 % Inhalt, ist er zwischen vier und sechs Tage haltbar.
  • Wenn der Rotwein ungefähr 25 % Inhalt hat, ist er nicht länger als zwei Tage haltbar.

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Grundsätzlich sollte der offene Wein relativ zügig getrunken werden, denn der Wein büßt viel an Geschmack ein oder wird gar ungenießbar. Das Trinken von abgelaufenem Wein ist sicherlich eine unangenehme Erfahrung, aber es ist unwahrscheinlich, dass Sie davon krank werden.

Woran erkennt man schlechten Wein? 

Das sind Anzeichen dafür, dass Ihr Wein entsorgt werden sollte:

  • Ihr Wein riecht schlecht, zum Beispiel modrig. 
  • Sollte der Wein sich leicht bräunlich verfärbt haben, ist das auch ein Anzeichen dafür, dass es nicht mehr gut ist. 
  • Wenn Ihr Wein sprudelt, also Kohlensäure hat, obwohl er das laut Etikett nicht haben sollte, ist er bereits zum zweiten Mal gegärt. Diesen Wein sollten Sie nicht mehr trinken!
  • Sollte der Rotwein viel süßer schmecken als er sollte, dann wäre es an der Zeit ihn zu entsorgen. 
  • Ist der Korken leicht aus der Flasche herausgedrückt, ist das ein Zeichen dafür, dass der Wein überhitzt wurde und sich in der Flasche ausgedehnt hat. Den Wein sollten Sie auch lieber wegschütten. 

Damit sich der ungeöffnete Wein gut hält, sollte er optimal gelagert werden. Am besten sollte der Wein zwischen 10 und 16 Grad gelagert werden, ohne großen Temperaturschwankungen ausgesetzt zu sein. Zudem sollten Sie den Wein zum Lagern immer hinlegen, denn so bleibt der Korken feucht.  Bei einem bereits geöffneten Wein sollten Sie laut Weinfachfrau Anke Kürschner darauf achten, ihn gut und dicht zu verschließen und ihn in einem dunklen Kühlschrank zu lagern, wie sie auf wein-konzept.de schreibt, denn das macht den Wein haltbarer.

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