Hunde-Quälerei im Kreis Bamberg: So kam die Misshandlung ans Licht

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Die Polizei ermittelt gegen einen Hundehalter, der seinen Hund auf einem Parkplatz misshandelt haben soll. Der Inhaber einer Kfz-Werkstatt hat das Tier aufgegriffen.

Eine Kameraaufnahme von einem Parkplatz im Kreis Bamberg ist aktuell Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Hierauf zu sehen ist ein Mann, der mit einem Stock auf seinen Hund im Kofferraum seines Autos einschlägt. Die Tierrechtsorganisation Peta hat Anzeige gegen den Halter erstattet. Zugespielt wurde den Tierschützern das Video von den Inhabern einer Kfz-Werkstatt. Inhaber Jan Jung erklärt gegenüber News5, wie er zu dem Video gekommen ist.

"Der Vorfall ist so abgelaufen, dass ich mit meinem Kollegen früh zusammen aus dem Werkstattgelände raus wollte, um zwei Kundenfahrzeuge hier rein zu holen. Und in diesem Zuge ist mir quasi der Hund vor die Füße gelaufen", berichtet Jung. Der Besitzer sei in diesem Moment nicht zu sehen gewesen.

"Waren erstmal sprachlos": Werkstatt-Inhaber aus Kreis Bamberg entdeckt Aufnahmen

Der Werkstattinhaber schildert, dass er den streunenden Hund zu sich gerufen und am Halsband festgehalten habe. Dabei bemerkte er eine Marke mit Telefonnummer, über die er den Besitzer kontaktierte. Etwa eine halbe Stunde später der Mann in der Werkstatt, um das Tier abzuholen, wie Jung weiter erläutert. Erst durch einen aufmerksamen Teilelieferanten, der die Prügel-Aktion des Mannes beobachtet hatte, wurden Jung und sein Team auf den Vorfall aufmerksam gemacht.

"Aufgrund dessen haben wir dann erstmal die Kameraaufnahmen gecheckt", führt er fort. "Zuerst war erstmal kurz Stille bei uns beiden. Wir waren erstmal sprachlos und wussten auch erstmal gar nicht, was wir überhaupt machen sollen." Jung habe die Beobachtung schließlich noch am selben Tag dem Veterinäramt gemeldet und das Video zur Verfügung gestellt. Doch als er eine Weile keine Rückmeldung erhalten habe, habe er auch Peta kontaktiert.

Der Hund selbst habe sich nach Angaben des Werkstattinhabers unauffällig verhalten: "Also für mich war es ein ganz lieber Hund. Er war weder aggressiv noch sonst irgendwas. Er war auch komplett durchnässt. Er muss schon längere Zeit irgendwie unterwegs abgehauen sein und ich konnte jetzt nichts Schlechtes über ihn sagen." Während seines Aufenthalts im Betrieb soll das Tier laut Jung freundlich gewesen sein und auf Kommandos gehört haben. Jung könne die Misshandlung nicht nachvollziehen. "Es geht einfach nicht, dass man sowas macht."

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Vorschaubild: © News5/Ferdinand Merzbach; Screenshot News5; Collage: inFranken.de