Chefköche raten ab: 5 Gerichte solltest du besser nicht im Lokal bestellen

2 Min

Pasta, Fisch oder Schnitzel: Nicht alles, was auf der Speisekarte steht, ist immer frisch oder hochwertig. Wir verraten, welche Gerichte im Restaurant du besser meiden solltest.

Ein Restaurantbesuch soll Genuss und Qualität versprechen. Doch ausgerechnet erfahrene Küchenprofis warnen immer wieder vor bestimmten Klassikern auf der Speisekarte. Denn manche Gerichte bergen Qualitätsprobleme, werden selten frisch zubereitet oder sind hygienisch heikel. Wer weiß, welche Gerichte man im Restaurant besser meiden sollte, kann bewusster bestellen und Enttäuschungen vermeiden.

Bei welchen Klassikern raten Chefköche zur Vorsicht?

Was auf der Speisekarte appetitlich klingt, entpuppt sich nicht selten als Enttäuschung. Wie Focus online berichtet, raten erfahrene Köche gerade bei beliebten Klassikern dazu, genauer hinzuschauen. So wird paniertes Schnitzel "nach Wiener Art" oft kritisch bewertet: Das Fleisch stammt häufig aus industrieller Vorproduktion und wird tiefgekühlt angeliefert. Qualitätsprobleme entstehen, wenn solche Gerichte hauptsächlich wegen ihres günstigen Preises angeboten werden und kaum handwerkliche Zubereitung erfordern. Auch Burger und Sandwiches sollten kritisch betrachtet werden, da hier ebenfalls oft tiefgekühltes Fertigfleisch zum Einsatz kommt – besonders in Lokalen, die Burger eher als schnelle Snack-Option anbieten. Wer Wert auf Frische und Geschmack legt, sollte auf selbst zubereitete Pattys achten.

Fischgerichte stehen bei vielen Gästen hoch im Kurs, gelten aber oft als riskant. Denn frischer Fisch wird nicht immer täglich geliefert, besonders nach dem Wochenende. Vor allem montags kann die Qualität leiden, wenn Ware länger gelagert wurde. Daher solltest du Fisch lieber nur in Restaurants bestellen, die sich auf Fisch spezialisiert haben.

Und Pasta mit schweren Sahne- oder Käsesoßen gilt in vielen Küchen als dankbares Verwertungsgericht, da sich damit viele Reste gut verarbeiten lassen. Geschmacklich sind diese Gerichte oft konstant, geben aber wenig Auskunft über Frische oder Kochkunst. Salate mit gebratenem Hähnchen oder Garnelen wirken leicht und gesund, sind jedoch nicht immer unproblematisch. So werden vorgegarte Proteine teils mehrfach erhitzt, was sowohl Qualität als auch Hygiene beeinträchtigen kann.

Welche Qualitätsprobleme verbergen sich hinter beliebten Restaurantgerichten?

Vor allem Buffets stehen häufig in der Kritik: Zwar wirken sie abwechslungsreich, doch lange Warmhaltezeiten führen zu Geschmacksverlust und hygienischen Risiken. Gerade empfindliche Speisen wie Fisch, Eier oder Soßen sollten beim Restaurantbesuch kritisch betrachtet werden. Suppen des Tages sind ein weiteres Beispiel für potenzielle Qualitätsprobleme. Sie können zwar frisch gekocht sein, dienen jedoch oft auch dazu, Gemüse- oder Fleischreste sinnvoll zu verwerten. Für die Gäste ist dann kaum nachvollziehbar, wie frisch die Zutaten tatsächlich sind.

Fertig-Desserts wie Tiramisu oder Panna cotta stammen in vielen Betrieben oft aus dem Kühlregal. Diese Produkte sind zwar praktisch, aber selten hausgemacht – und daher auch nicht immer frisch. Wenn du Wert auf handwerkliche Küche und frische Produkte legst, solltest du hier gezielt nachfragen.

Gerichte mit aufwendigen Beilagen-Kombinationen können ebenfalls problematisch sein: Je mehr Komponenten ein Teller enthält, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Bestandteile vorproduziert sind. Der Grund dafür ist simpel: In der Gastronomie herrscht oft ein hoher Kostendruck. Um wirtschaftlich zu arbeiten, greifen viele Restaurants bei bestimmten Gerichten auf standardisierte Lösungen zurück. Diese sind nicht grundsätzlich schlecht, entsprechen jedoch nicht immer den Erwartungen an Frische und Qualität.

Woran kannst du problematische Gerichte erkennen?

Achte bei deinem nächsten Restaurantbesuch auf eine Speisekarte mit klarer Linie: Wenige saisonale Gerichte sprechen eher für eine frische Zubereitung als ein umfangreiches Angebot ohne Schwerpunkt. Das reduziert das Risiko von Qualitätsproblemen.

Ein Blick auf die Tagesempfehlungen kann ebenfalls helfen: Werden diese konkret beschrieben und regelmäßig gewechselt, ist das ein gutes Zeichen für eine frische Küche. Unklare Bezeichnungen oder ständig gleiche Angebote sind hingegen ein Warnsignal. Fragen an das Servicepersonal sind ausdrücklich erlaubt: Seriöse Restaurants geben bereitwillig Auskunft zu Herkunft und Zubereitung ihrer Gerichte. Ausweichende Antworten können darauf hindeuten, dass ein Gericht besser gemieden werden sollte.

Auch die Wahl saisonaler und regionaler Gerichte kann sinnvoll sein. Beliebte Klassiker mit wenigen saisonalen Zutaten lassen sich leichter frisch zubereiten und geben dem Küchenteam weniger Spielraum für Abstriche bei der Qualität.

Vorschaubild: © KI-generiertes Symbolbild / Gemini