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Back-Tipp

Streuselkuchen wie bei Oma: Zwei Geheimtipps machen ihn unvergleichlich lecker

Trockener und so gar nicht knuspriger Streuselkuchen? Das war gestern! Wir verraten Ihnen, wie sie mithilfe zweier Geheimtipps den besten Streuselkuchen aller Zeiten zaubern, der sich durch extreme Saftigkeit und durch perfekt knusprige Streusel auszeichnet.
 
Streuselkuchen wie von Oma selber backen
Streusel über Streusel: Mit dem richtigen Rezept und den passenden Zutaten gelingt ein Streuselkuchen wie von Oma. Symbolfoto: katjasv/pixabay.com.
  • Perfekter Streuselkuchen: saftig und knusprig zugleich
  • Zwei Geheimtipps lassen den weltbesten Streuselkuchen gelingen
  • Auch das verwendete Mehl spielt eine entscheidende Rolle

Ärgerlich: Der Streuselkuchen wird trocken und die namensgebenden Streusel sind alles andere als knusprig - so stellt man sich Streuselkuchen wirklich nicht vor.  Aber das muss nicht sein: Wir haben tolle Tipps für Sie und verraten Ihnen ein grandioses Rezept, wie Ihnen ein perfekt knuspriger und gleichzeitig saftiger Streuselkuchen gelingt - wie von Oma eben!

Wie von Oma: So wird der Streuselkuchen saftig und trotzdem extrem knusprig

Wichtig für den perfekten Streuselkuchen ist unter anderem, dass die Mehl-Type 550 verwendet wird, anstatt 405, welche normalerweise für Gebäck und Kuchen verwendet wird. Mühlenverkauf.de erklärt, dass 550er-Mehl üblicherweise für feine Brötchen, Brot,  Pizza- und Strudelteig verwendet wird und etwas grober als das 405er-Mehl ist. Der Vorteil der Type 550 im Fall des Streuselkuchens: Der Teig weist beim Backen eine höhere Stabilität auf und das Endprodukt ist oft geschmacklich besser. Neben der Wahl der richtigen Mehl-Type gibt es noch zwei weitere Tipps, die befolgt werden sollten, damit der perfekte Streuselkuchen gelingt.

Tipp 1 für die Extraportion Saftigkeit ist Schmand: Dieser wird zwischen Teig und Streusel gestrichen und zieht beim Backen in beide Komponenten schön ein. So wird der Kuchen nicht nur knusprig, sondern auch cremig-saftig.

Tipp 2 für ganz besonders knusprige Streusel ist, bei der Herstellung der Streusel ausschließlich Kühlschrank-kalte Butter zu verwenden. Diese zerfließt im Ofen nicht ganz so schnell wie zimmerwarme Butter. Wer ein wenig experimentieren möchte, steckt die Butter vor dem Kuchen-backen ins Gefrierfach - diese lässt sich bei der Zubereitung der Streusel dann ganz einfach mit einer Reibe in den Streuselteig geben. Außerdem sollte beachtet werden, dass die Streusel-Zutaten im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Beispielsweise führt zu viel Butter im Vergleich zum Zucker dazu, dass die Streusel zu sehr zerfließen. 

Extrem knusprig: Diese Zutaten benötigst du für den perfekten Streuselkuchen

Für den perfekten Streuselkuchen benötigt man nur einige einfache Zutaten. An Küchen-Equipment legt man sich am besten eine große Rührschüssel, ein Küchen- oder Geschirrtuch, ein Handrührgerät* oder eine Küchenmaschine* mit Knethaken, eine Waage oder einen Messbecher und einen Topf (zum Erwärmen der Milch) bereit. Alternativ lässt sich die Milch auch problemlos in der Mikrowelle erwärmen. Für den Hefeteig benötigt man folgende Zutaten:

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  • 225 ml Milch (lauwarm)
  • 1 Würfel Hefe (wahlweise ein Päckchen Hefe)
  • 500 bis 525 g Mehl (Type 550)
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 80 g zimmerwarme Butter (in Stückchen)
  • 1 Ei (Größe M, in Zimmertemperatur)
  • 1 Prise Salz

Außerdem werden 200 g Crème fraîche benötigt, die zwischen Hefeteig und Streusel kommt und für die besondere Portion Saftigkeit des Streuselkuchens sorgt. Die Streusel sind auch denkbar einfach hergestellt. Dafür benötigen Sie: 300 g Mehl, 150 g Zucker, 175 g kalte Butter (gewürfelt) und je nach Geschmack das Vanillemark einer Schote*, einen Teelöffel Zimt oder etwas Zitronenschalen-Abrieb. 

Zubereitung: So backt man den perfekten Streuselkuchen

  1. Der erste Schritt zum perfekten Streuselkuchen ist die Zubereitung eines Hefeteigs. Hierzu wird die Milch erwärmt (wichtig: Sie darf nicht zu  heiß werden) und die Hefe wird hinein gebröselt. Wenn die Milch zu heiß ist, werden die guten Hefebakterien vernichtet und den Hefeteig kann man vergessen, also Vorsicht! Ein Esslöffel des Zuckers kommt ebenfalls zur Hefemilch. Das Gemisch wird dann verrührt, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
  2. Im Anschluss werden 500 g Mehl in eine große Küchenschüssel gegeben und mit den Händen eine Mulde hineingedrückt. In diese Mulde wird dann das Hefe-Milch-Gemisch gegossen und mit ein wenig Mehl vom Rand bedeckt. Dieser Hefe-Vorteig wird mit einem Küchentuch abgedeckt und darf für 10 Minuten an einem warmen Ort gehen.
  3. Ist der Vorteig gegangen, werden der restliche Zucker, der Vanillezucker, die zimmerwarmen Butterwürfel, das Ei und eine Prise Salz in die Schüssel gegeben. Das Ganze wird gründlich mit den Knethaken des Handrührgeräts* oder der Küchenmaschine* vermengt. Der Teig sollte elastisch werden und nicht zu klebrig - klebt der Teig zu sehr, kann noch etwas Mehl hinzugegeben werden. Im Anschluss wird der fertige Teig mit dem Küchentuch abgedeckt und an einen warmen Ort gestellt, wo er für 60 bis 80 Minuten in Ruhe gehen darf. Das Teigvolumen sollte sich in etwa verdoppeln.
  4. Zunächst wird ein Backblech mit Backpapier ausgelegt oder wahlweise mit Öl gefettet. Der Teig wird kurz mit den Händen durchgeknetet und dann mithilfe eines Nudelholzes auf die Größe des Blechs ausgerollt. Tipp: Im Fall, dass sich der Teig immer wieder zusammenzieht, kurz warten und erneut mit dem Nudelholz bearbeiten. Nach dem Ausrollen den Teig auf dem Blech abgedeckt 20 Minuten gehen lassen. Der Backofen wird auf 180 °C vorgeheizt (Ober-/Unterhitze).
  5. Im nächsten Schritt werden die extra knusprigen Streusel hergestellt: Die (eis-)kalten Butterwürfel werden mit Zucker, Mehl und Salz mithilfe der Knethaken des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine verknetet. Das maschinelle Kneten schützt die Butter vor dem Schmelzen. Wer möchte, kann wahlweise Zimt, Zitronenabrieb oder Vanillemark hinzugeben. Die Streusel zur Seite stellen.
  6. Die Crème fraîche wird kurz verrührt und dünn auf den Hefeteig gestrichen. Beim Verstreichen darauf achten, dass der Teig unbeschädigt und glatt bleibt. Dann die Streusel mit den Händen auf der Crème fraîche verteilen.
  7. Im mittleren Einschub etwa 30 Minuten backen, bis die Streusel knusprig und ganz hellbraun, eher golden aussehen.
  8. Noch lauwarm mit Puderzucker bestäuben oder mit Zuckerguss übergießen - und sich den leckeren Streuselkuchen schmecken lassen.

Streuselkuchen: Variationen sorgen für Abwechslung

Die Liste an Variationsmöglichkeiten für Streuselkuchen ist endlos lang - besonders in Kombination mit Obst und Beeren lassen sich viele diverse Streuselkuchen-Variationen zaubern. Besonders gut machen sich Äpfel, Zwetschgen, Rhabarber, Kirschen oder Johannisbeeren im Streuselkuchen. Doch auch die Verarbeitung von Vanillepudding im Streuselkuchen ist sehr beliebt.

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Auch die Streusel können nach Belieben variiert werden. So können beispielsweise Haferflocken in die Streusel gegeben werden oder auch Nüsse, zum Beispiel Wal- oder Haselnüsse oder Mandeln. Aber auch Marzipanstreusel oder Schokostreusel sind einen Back-Versuch wert.

Lust auf mehr Kuchen? Sieht dir unser Rezept für den perfekt saftigen Marmorkuchen an, der garantiert nicht trocken wird!

 

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