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Brot-Aufbewahrung

Brot richtig lagern - So hältst du dein Brot länger frisch

Das Wissen über die richtige Lagerung vom täglichen Brot wollen wir dir nicht aufs Butterbrot schmieren, sondern ausführlich in diesem Beitrag erklären.
Nicht alle Brotsorten sind gut für die Aufbewahrung im Kühlschrank geeignet.
Nicht alle Brotsorten sind gut für die Aufbewahrung im Kühlschrank geeignet. Foto: Alexas_Fotos/Pixabay
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Knusprige Kruste, köstlicher Duft: Frisches Brot ist einfach lecker. Oft halten der Geschmack und die Konsistenz aber nicht allzu lange an. Damit dein Brot lange außen knusprig und innen weich bleibt, geben wir dir ein paar Tipps zur richtigen Aufbewahrung mit auf den Weg. 

Was wollen wir vermeiden? 

So frisch und knackig, wie am ersten Tag bleibt Brot leider nicht auf Dauer. Auch Brot durchläuft einen Alterungsprozess, statt grau und runzelig wird es dabei aber hart und schlimmstenfalls schimmelig. Doch warum ist das so? In der Stärke des Mehls ist Wasser gebunden, welches mit der Zeit abgegeben wird. Dieser Vorgang nennt sich „Retrogardation“ und ist die Ursache für ausgetrocknetes und hartes Brot. Das andere Schicksal, welches drohen kann, ist Schimmel. Besonders gerne wachsen Schimmelpilze in warmer und feuchter Umgebung. Du solltest daher eine luftdurchlässige Aufbewahrung wählen, denn in luftdichten Behältern sammelt sich Feuchtigkeit und die Schimmelgefahr steigt.

Fazit bis hier hin ist also: Frische Luft tut dem Brot gut – zu viel sollte es aber auch nicht sein! Aber keine Sorge, mit der richtigen Aufbewahrung ist es gar nicht so schwer.

Von Weißbrot bis Roggenmischbrot – Wie lange halten sich die Brotsorten?

Generell gilt: Gebäcke mit hohem Weizenmehlanteil, wie helles Brot und Brötchen, solltest du nur kurz lagern. Je größer der Anteil an Roggen, Schrot oder Sauerteig ist, desto länger hält sich Brot bei Raumtemperatur und der richtigen Verpackung frisch. Die Regel lautet also: je dunkler das Brot, desto besser die Haltbarkeit.
Haltbarkeit der Brotsorten: 
• Helles Weizenbrot: 1-3 Tage
• Weizenmischbrot: 2-4 Tage
• Vollkornbrot: 3-4 Tage
• Roggenmischbrot: 5-7 Tage
• Roggenbrot: 7-9 Tage

Brot richtig aufbewahren – das gibt´s zu beachten

Plastiktüte, Brotkasten, Römertopf und Co. sind nur ein paar der unzähligen Aufbewahrungsmöglichkeiten für dein Brot. Jedoch sind nicht alle gleichermaßen dafür geeignet.

  • Plastiktüte: Kommt mir nicht in die (Plastik-)Tüte! Denn hier bekommt das Brot nicht nur schwer Luft, es „schwitzt“ regelrecht. Die entstandene Feuchtigkeit kann jedoch nicht entweichen und es droht Schimmelgefahr.
  • Stoffbeutel und Papiertüte eignen sich dahingegen schon deutlich besser. Beide Materialien sind genau richtig luftdurchlässig. So entstehen weder Schimmel, noch droht die Gefahr der Austrocknung.
  • Brotkästen aus Holz nehmen zwar Feuchtigkeit auf, können diese jedoch nicht mehr abgeben. Optisch mögen sie ein schönes Bild abgeben, dein Brot fühlt sich hier aber nicht besonders wohl und trocknet schnell aus.
Brotkasten aus Holz
  • Brotboxen aus Metall und Kunststoff: Während Holz eher austrocknet, begünstigen Metall und Kunststoff eine Feuchtigkeitsansammlung. Damit dein Brot nicht schimmelt, solltest du bei Aufbewahrungen aus diesen Materialien auf ausreichend große Belüftungslöcher achten.
  • Im Römertopf fühlt sich Brot so richtig wohl. Keramik und Ton können nicht nur überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen, sondern bei Bedarf sogar wieder abgeben. Dadurch bleibt das Brot besonders lange frisch.
Römertopf aus Keramik

 

No Go: Kühlschrank - Einfrieren statt kühlen

Möchtest du dein Brot möglichst lange frisch halten, solltest du einen großen Bogen um den Kühlschrank machen. Durch die niedrigen Temperaturen wird das Wasser, welches in der Stärke gespeichert ist, schneller an die Umgebung abgegeben und dein Brot trocknet aus. Bei Zimmertemperatur zwischen 18 und 22 Grad fühlt sich Brot am wohlsten - eine Ausnahme gibt es aber doch: Durch sommerliche Hitze besteht die Gefahr von Schimmelbildung und in diesem Falle ist trockenes Brot wohl das kleinere Übel. 
Wenn schon, denn schon… Obwohl sich Brot bei Kühlschranktemperaturen zwischen -7 und +7 Grad nicht gut lagern lässt, ist es von Kälte grundsätzlich nicht abgeneigt. Bei besonders niedrigen Temperaturen zwischen -15 °C und -18 °C fällt das Brot in eine Art Winterschlaf und ist dabei so „entspannt“, dass die Retrogradation, also die Austrocknung, gar nicht erst einsetzt. Es spricht also nichts dagegen, Gebäck einzufrieren. Je frischer das Brot beim Einfrieren ist, desto länger hält es sich auch im Gefrierfach. So kannst du es ein paar Monate haltbar machen und je nach Bedarf wieder auftauen. Damit das Brot wie frisch gebacken schmeckt, kannst du es nach dem Auftauen kurz aufbacken.

Tipps für Hobbybäcker: Selbstgebackenes Brot frischhalten

Kaum vorstellbar, dass selbstgebackenes, frisches Brot übrigbleibt. Sollte es aber doch dazu kommen, gibt es keine großen Unterschiede. Alle oben genannten Tipps und Tricks kannst du sowohl auf gekauftes-, als auch auf selbstgemachtes Brot anwenden. Du solltest aber darauf achten, dass dein frisches Brot nach dem Backen vollständig ausgekühlt ist, bevor du es verpackst.

Altes Brot verwerten statt wegschmeißen – leckere Rezeptideen 

Wenn Brot schimmelt, solltest du es sofort entsorgen. Wenn du den Schimmel bemerkst, ist es leider schon zu spät, denn die Sporen des Schimmelpilzes haben dann bereits das gesamte Brot befallen. Anschließend solltest du deinen Brotkasten mit Essigwasser auswaschen. Bei einer regelmäßigen Reinigung kannst du sogar zukünftige Schimmelbefälle vorbeugen.
Ist dein Brot aber nur hart geworden, ist es noch viel zu schade für die Tonne. Trockenes Gebäck kannst du einfach mit Wasser bestreichen, um so die verlorene Feuchtigkeit wiederherzustellen – danach: ab in den Ofen damit. Auch zum Kochen kannst du das alte Brot nutzen: Ob in Armen Rittern , Semmelknödeln, als Paniermehl, oder als Brotchips, es findet sich auf jeden Fall eine leckere Verwendung dafür. 

 

 

 

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