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Gartentipps

Sommerschnitt: Süßkirschenbäume bei der Ernte schneiden

Um den Garten und seine Pflanzen im Sommer gesund zu halten, ist es nicht nur nötig, regelmäßig zu gießen: Sommerschnitt und Pflege stehen an.
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Ein Sommerschnitt bei Kirschenbäumen wird am besten während oder kurz nach der Kirschernte gemacht. Foto: Couleur/pixabay.com
Ein Sommerschnitt bei Kirschenbäumen wird am besten während oder kurz nach der Kirschernte gemacht. Foto: Couleur/pixabay.com
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Wenn man mit der Natur verbunden ist, leidet man bei Wetterunbilden mit den Pflanzen, oder freut sich, wenn das Klima stimmt. Das wechselhafte Wetter tut den Pflanzen zurzeit richtig gut. Die Aussaaten im Gemüsegarten keimen durch die genügende Feuchtigkeit und bei oft bedecktem Himmel wunderbar. Das war im letzten Jahr ganz anders. Die Hitze und Trockenheit machte den Landwirten und Gärtnern zu schaffen. In den tieferen Bodenschichten herrscht leider immer noch Wassermangel.

Triebwachstum bei Weinreben stoppen

Bei den Weinreben kann jetzt schon der Sommerschnitt durchgeführt werden. So sind zu lange Triebe auf 3-5 Blätter über den letzten Gescheinen, so heißen die Blütenansätze, abgeschnitten oder mit einer Drehbewegung gebrochen werden. Das unnötige und kraftraubende Triebwachstum wird damit gebremst. Die alte Regel, nur zwei Blätter stehen zu lassen, ist inzwischen überholt. Der Weinstock braucht nämlich sein Laub, um Zucker für die Trauben zu produzieren. Deswegen auch die Empfehlung, 0,80 bis 1,00 m Abstand zwischen den Etagen zu lassen, weil die Triebe in etwa diese Länge erreichen und nicht in die nächste Etage hineinwachsen sollen. Die jungen Triebe aber, die nicht aus dem vorjährigen Holz hervor gegangen sind, sondern aus dem älteren, tragen in der Regel keine Blüten und somit bleiben auch die Früchte aus. Man kann sie ganz heraus nehmen, oder für das kommende Jahr zum Neuaufbau stehen lassen, wenn sich Lücken gebildet haben. Die Triebe der Weinreben sollten beim Spalier nicht innen am Gerüst durchwachsen, sondern immer außen geführt werden.

Der richtige Zeitpunkt: Nach der Ernte

Die Obstbäume können jetzt schon, falls notwendig, mit einem Sommerschnitt behandelt werden. Überschüssige Triebe, die nach innen wachsen, sind dabei ganz herauszunehmen. Grundsätzlich bremst der Sommerschnitt das Wachstum, während der Winterschnitt es anregt. Die Bäume leiden bei einer Behandlung während der Vegetationszeit am wenigsten, da sie so ihre Wunden abschotten können. Für die sehr empfindlichen Süßkirschenbäume ist ohnehin der beste Schnittzeitpunkt während, oder kurz nach der Kirschernte.

Geduld bis zum Johannitag

Die Ligusterhecken stehen zurzeit in voller Blüte. Es ist für einen biologischen Ausgleich in der Natur wichtig, sie als Nahrungsquelle für viele Insekten erst ausblühen zu lassen. Auch wegen der ev. vorhandenen Vogelnester mit Jungen, sollte man hier noch ein wenig mit dieser Arbeit warten. Normalerweise heißt es, mindestens den 24. Juni (Johannitag) als Termin für einen ersten Heckenschnitt abzuwarten.

Jetzt noch einmal nachsäen

Es ist immer noch möglich, Tomaten, Paprika, Knollensellerie Zucchini und Gurken zu setzen. Auch schnell wachsende Sommerblumen, wie Jungfer im Grünen, Trocken- oder Ringelblumen können noch nachgesät werden. Gartenkresse als Zwischenpflanzung oder als Mulch hält beim Rettich Erflöhe fern. Gleichzeitig wird das Aroma verbessert. Vorsicht ist aber bei Radieschen geboten, die dann zu scharf schmecken können. Um eine durchgehende Ernte von Buschbohnen und Radieschen zu bekommen, ist im Laufe des Monats schubweise nachzusäen. Dadurch lässt sich die Ernte bis zum Frostbeginn ausdehnen. Für die spätsommerlichen Salate wie Radicchio und Endivie beginnt jetzt erst langsam die Anbauzeit

Die Mischung machts: Grün und Rot

Wer Pflücksalate im Garten anbaut, kann laufend die äußeren Blätter ernten. Die Herzblätter müssen aber unversehrt bleiben. Es sieht dekorativ aus, wenn man neben den grünen Salatpflanzen auch rote hat. Beim Ernten ergeben dann die Blätter ein buntes Gemisch. Um Pflücksalat im Garten anzubauen, bedarf es nur wenig Platz. Auch in Kübeln oder größeren Töpfen auf dem Balkon ist der Anbau von Pflücksalat möglich.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Das Kartoffelkraut sollte laufend untersucht werden, ob nicht schon knallig orangefarbene Eigelege des Kartoffelkäfers an den Blattunterseiten vorhanden sind. Um eine Masseninvasion zu verhindern, müssen gleich von Anfang an Gegenmaßnahmen getroffen werden. Dazu zählt das frühzeitige Zerquetschen der Eigelege so wie das Ablesen der Käfer und Larven. In früheren Zeiten oblag diese Arbeit den Kindern. Daran können sich noch viele Erwachsene lebhaft erinnern.

Über unseren Gartenexperten: In drei Jahrzehnten als Kreisfachberater für Gartenbau in Lichtenfels hat Jupp Schröder mit fast jedem Gartenproblem schon einmal zu tun gehabt. Sein Lebensmotto lautet auch heute noch: "Wenn man die nötige Geduld aufbringt, stellt sich der Erfolg von selber ein".

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