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Bokashi: Japanischer Lifehack - So verwandelst du deine Küchenabfälle schnell in Dünger

Bokashi ist eine ganz spezielle japanische Fermentationskunst. Wir erklären dir, welche Vorteile Bokashi hat und wie du ganz einfach deinen eigenen Dünger herstellen kannst. Lass dich überraschen.
 
Mit Bokashi kann man wertvollen Pflanzendünger herstellen.
Mit Bokashi kann man wertvollen Pflanzendünger herstellen. Foto: CC0 / Pixabay / JennyJohansson
  • Bokashi: die japanische Fermentationskunst
  • So funktioniert es
  • Was benötigen Sie, um Bokashi-Dünger herzustellen?
  • Vorteile von Bokashi

Bokashi ist eine aus Japan stammende Methode und bedeutet so viel wie "fermentiertes Allerlei". Bei dieser  Art der Abfall-Entsorgung wird dein Biomüll jedoch nicht kompostiert, sondern fermentiert (eine besondere Art der Gärung). Bokashi wird vor allem genutzt, um sehr wirkungsvollen Dünger für Pflanzen herzustellen. Da die Fermentierung auf kleinstem Raum stattfindet, genauer gesagt in einem Bokashi-Eimer, kann jeder seine Küchenabfälle verwerten, ohne einen eigenen Garten oder einen Komposthaufen.

Bokashi: So funktioniert es

Möchte man Bokashi zuhause nutzen, um seinen Abfall zu verwerten, ist ein sogenannte Bokashi-Eimer ideal. Dabei handelt es sich um einen luftdicht verschließbaren Plastikeimer. Er enthält eine Siebeinsatz, in den man die biologischen Küchenabfälle hineingibt. Und jetzt kommt das Geheimnis des Bokashi zum Einsatz: Man vermischt die Abfälle mit Effektiven Mikroorganismen.

Diese Effektiven Mikroorganismen (kurz auch EM genannt) sind eine Mischung aus unterschiedlichen Bakterien: Milchsäurebakterien, Photosynthesebakterien und Hefen. Oft gibt man gleich eine flüssige Lösung aus diesen EM in den Abfall, damit der Fermentationsprozess beginnt.Dabei geschieht im Grunde nichts anderes, wie bei der Fermentation von Sauerkraut.

Jetzt heißt es warten: Etwa zwei Wochen dauert es, dann ist aus den Küchenabfällen wertvoller Flüssigdünger für Pflanzen geworden. Vermischt man außerdem die bereits fermentierten Essensreste mit ein wenig Erde, kann man diese zusätzlich noch für den Garten verwenden, um die Qualität des Bodens zu verbessern. Wie du Dünger auf deinem Kompost ganz einfach selbst herstellst, erfährst du in unserem Artikel.

Was benötigt man, um Bokashi-Dünger herzustellen?

  • Bokashi-Eimer
  • Effektive Mikroorganismen (entweder in flüssiger Form oder in Flocken)
  • Eine Sprühflasche

Komplete Sets kann man inzwischen unkompliziert im Internet bestellen.* Daneben ist es wichtig, dass man den Bokashi-Eimer an einen Platz stellt, an dem die Sonne nicht zu stark scheint und das Ganze zu sehr erwärmt. Außerdem sollte der Eimer gut verschlossen werden.

Unser Tipp: Wenn der Dünger fertig ist, sollte der gesamte Inhalt aus dem Bokashi-Eimer entfernt werden. Dann kann man das Sieb und den Deckel mit heißem Wasser und etwas Essig oder Zitronensaft reinigen. Hier ist es ratsam besonders gründlich zu sein, da die Reste des alten Bokashis ansonsten schimmeln könnten. Nachdem alles sorgfältig ausgewaschen wurde, kann man den Eimer an der frischen Luft trocknen lassen. Tipp: Nicht wegwerfen! Über diese Küchenabfälle freuen sich deine Pflanzen.

Die Vorteile von Bokashi auf einen Blick

  • Unkompliziert
  • Braucht wenig Platz
  • Es stinkt nicht
  • Wertvoller Pflanzendünger entsteht
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Zusammengefasst bietet die Bokashi-Methode unglaublich viele Vorteile. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich dieser Trend immer mehr verbreitet. Mithilfe von Bokashi erhält man ohne großen Aufwand und bereits nach kürzester Zeit  seinen eigenen selbst hergestellten Dünger.

Unser Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall, in ein Bokashi-Set zu investieren und mit dem Fermentieren zu starten! Lese-Empfehlung: Wie gut Dünger aus Bananenschalen wirklich ist, erfährst du in unserem Artikel.

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