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Gartenpflege

Sack um Baumstamm gewickelt: Diese Funktion erfüllt er - auch für Garten geeignet?

Sie fallen kaum auf, sind aber immer öfters zu sehen: grüne Säcke, die um Bäume gewickelt wurden. Wir klären auf, welchen Zweck sie erfüllen und ob die Säcke auf etwas für den Privatgebrauch sind.
Grüner Sack
Ein grüner Sack ist um das untere Ende eines Baumstamms gewickelt. Mit dem Start in den Sommer tauchen immer mehr solcher Beutel auf. Was hat es damit auf sich? Foto: Sebastian Ruska/inFranken.de

Grüne Säcke, die um Bäume gewickelt wurden: Seit geraumer Zeit fallen diese Säcke immer mehr ins Auge. Angebracht sind die meist aus Polyethylen bestehenden Säcke, oft an jungen Bäumen, die auf öffentlichem Grund stehen. Dieser wird dann größtenteils von der Stadt oder der Gemeinde gepflegt. Vor allem in der Nähe von Straßen tauchen diese Säcke verstärkt auf.

Die grünen Säcke sind eine Folge des Klimawandels und sollen ein Problem lösen, das bei hohen Temperaturen verstärkt auftritt: Verdunstung. Durch eine sogenannte Tröpfchenbewässerung wird das Verdampfen von Gießwasser unterbunden. Nahezu 100 Prozent der zugegebenen Menge kommt auch wirklich bei der Pflanze an. An Straßen ist das besonders wichtig, da durch die Hitze des Asphalts und der vorbeifahrenden Autos die Verdunstung höher als auf der grünen Wiese ist.

Bewässerung über mehrere Stunden: Dieser Sack hilft bei starker Hitze

Hersteller wie Treebag werben mit fünf bis acht Stunden Bewässerung, sollte der Sack komplett gefüllt sein. Die gängigsten Varianten haben ein Fassungsvermögen von 75 bis 100 Litern. Einmal befüllt, bekommt der Baum dann kontinuierlich Wasser.

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"Beim herkömmlichen Gießen fließt viel Wasser ungenutzt weg, bevor es in den Boden dringen kann", heißt es bei Treebag. Durch Ablauflöcher im Bewässerungsbeutel wird dem entgegengewirkt, kein Wasser wird unnötig verschwendet.

Ein weiterer Vorteil der "Baumsäcke" ist die Positionierung: Die sollten direkt am unteren Ende des Baumstamms angebracht werden. Dadurch liegen die Ablauflöcher direkt auf dem Erdreich auf. Die bewässerte Stelle ist somit ebenfalls vor Sonneneinstrahlung und Verdunstung geschützt. "Auf diese Weise kann das Wasser tief in den Boden dringen und optimal und nachhaltig genutzt werden", beschreibt Treebag das Resultat.

Sind die Bewässerungssäcke auch etwas für meinen Garten? Die Vorteile der Beutel liegen schließlich auf der Hand:

  • Bewässerung über mehrere Stunden verteilt
  • Verdunstung des Gießwassers wird nahezu komplett verhindert
  • Wasser versorgt Baum direkt an der Wurzel mit Wasser
  • Gießwasser läuft nicht vor Eindringen in Erdreich davon

Die nachhaltige Nutzung von Wasser hat - nicht zuletzt durch die sicht- und spürbaren Folgen des Klimawandels - deutlich an Bedeutung gewonnen. Auch das ist ein Grund, warum Kommunen in diese Bewässerungssäcke investiert haben. Doch eignen sich die Beutel auch für den Privatgebrauch?

Natürlich! Auch wenn man die Säcke nur aus dem öffentlichen Bereiche kennt, lohnt sich auf im Privaten die Anschaffung eines Exemplars. Die Säcke sind mit rund 20 Euro erschwinglich und können zum Beispiel bei Baumärkten wie Obi einfach bestellt werden*.

Sinnvoll sind die Bewässerungssäcke in Hitzeperioden sinnvoll, da das Wasser hier optimal der Pflanze zugutekommt. Allerdings muss man bedenken, dass die Beutel regelmäßig aufgefüllt werden müssen. Für den Sommerurlaub ist ein Bewässerungssack also nicht die beste Wahl. 

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