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Spiele-Rezension

Spiele-Test "Lama Dice": Ist die Würfel-Version noch besser als der Karten-Hit?

Das Kartenspiel mit dem (nicht wirklich) titelgebenden Lama war so ein großer Erfolg, dass der Amigo-Verlag jetzt schon die zweite Variante seines Hits kreiert hat. Wir haben die neueste Version Lama Dice (also ein Würfel-Lama) getestet und mit dem Original verglichen.
Spiele-Test "Lama Dice" - wie spielt sich die Würfel-Version des Karten-Hits?
Die Würfel-Version des Kartenspiels: Lama Dice von Amigo. Foto: Stefan Lutter/inFranken.de
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  • Lama Dice: Rezension des Würfelspiels
  • So spielt sich die Würfel-Variante des Kartenspiels
  • Infos, Bewertung und Fazit

An dem Kartenspiel Lama* (Eigenschreibweise: L.A.M.A.) aus dem Jahr 2018 scheiden sich in unseren Spielrunden nach wie vor die Geister. Einige halten wegen seiner Einfachheit für genial, für andere ist es deutlich zu simpel. Entsprechend gemischt war auch die Reaktion, als Lama zum Hit wurde und im 2019 sogar der Sprung auf die Spiel-des-Jahres-Empfehlungsliste gelang. Nach der Party-Version (2020 - hier im idealo-Preischeck*) hat der Amigo Verlag jetzt eine weitere Variante auf den Markt gebracht: das Würfelspiel Lama Dice. Wir haben es uns genauer angesehen. 

Wie spielt sich Lama Dice?

Die Würfel-Variante von Lama übernimmt viele aus dem Kartenspiel bekannte Elemente: das Spielziel ( "Lege Alle Minuspunkte Ab" = L.A.M.A.), Karten mit Zahlenwerten von 1 bis 6, das Lama (bringt auch hier die meisten Minuspunkte), weiße und schwarze Wertungschips. Doch anders als beim Vorgänger müssen die Spielenden die lästigen Karten nicht durch simples Ablegen, sondern durch passende Würfelwürfe loswerden.

Wer am Zug ist, würfelt genau ein Mal mit drei Würfeln. Dieses Ergebnis zählt sofort. Hat man mindestens eine Zahl (oder ein Lama) aus seiner Kartenreihe gewürfelt, darf/dürfen die Karte/n abgelegt werden – wodurch die Minuspunkte weniger werden. Anschließend kann man entweder aussteigen. Oder ein weiteres Mal würfeln, um noch mehr Karten ablegen zu können. Das Risiko: Gibt es keine Übereinstimmung von Wurf und eigenen Karten, müssen in der Tischmitte ausliegende Karten genommen und der eigenen Hand hinzugefügt werden.

Eben dieses Zockerelement kam in unserer Runde sehr gut an, und das interessanterweise vor allem bei den Spieler*innen, die dem Original-Lama nicht viel abgewinnen können. Das Würfel-Lama hat wie das Karten-Lama den schnellen Einstieg, ist ideal zum Mitbringen/Mitnehmen, glänzt mit kurzer Spieldauer und Kinderfreundlichkeit (auch ab sechs Jahren spielbar, auch wenn ein „Wertungs-Kniff“ wohl bei ganz jungen Mitspielenden nicht gleich erfasst wird).

Infos und Fazit

Dafür muss man in Kauf nehmen, dass Lama Dice die Glückslastigkeit auf die Spitze treibt, weil sich zu zufällig gezogenen Karten nun noch zufällig geworfene Würfel gesellen. Dennoch sind wir uns nach unseren Testrunden einig: Lama Dice gefällt uns besser als das Original.

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  • Infos zu Lama Dice im Überblick:
    • Spieleranzahl: 2 bis 6 
    • Altersempfehlung: ab 6 (Verlagsangabe: ab 8) 
    • Dauer: 20 Minuten
    • Verlag: Amigo
    • Autor: Reiner Knizia
  • Pro:
    • sehr schneller Einstieg
    • kurze Spieldauer
    • auch für jüngere Kinder geeignet
    • ausgeprägtes Zockerelement
  • Contra:
    • sehr hoher Glücksfaktor
  • Redaktionswertung: 7 von 10 Punkten

Fazit: Lama Dice erweitert das „Original“-Lama um ein Würfelelement, das für mehr Abwechslung sorgt, aber den Glücksfaktor nochmals erhöht. Wer damit leben kann, bekommt ein spaßiges Spiel für die Hosentasche und für nahezu alle Altersklassen.

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Transparenzhinweis: Für das Testen des Spiels hat uns der Verlag ein Rezensionsexemplar ohne weitere Auflagen zur Verfügung gestellt.

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