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Kommunikation in der Beziehung 

Kommunikation in der Beziehung – 6 Tipps für eine gute Kommunikation in der Partnerschaft 

Regelmäßig miteinander zu reden, sich austauschen und offen zu kommunizieren ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Beziehung. Doch wie viele Worte braucht eine gute Beziehung? Und gibt es vielleicht Dinge, die lieber geheim bleiben sollten? Wir geben hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation in der Beziehung und decken mögliche Kommunikationsfallen auf. 
Kommunikation in der Beziehung – 6 Tipps für eine gute Kommunikation in der Partnerschaft 
Kommunikation ist der Grundpfeiler einer funktionierenden Beziehung Foto: RODNAE Produktions/Pexels
 Wir konnte das schon wieder passieren? Wieso versteht mein Partner mich so oft falsch? Manchmal kommt es uns in der Beziehung so vor, als würden beide Partner eine unterschiedliche Sprache sprechen. Abmachungen zwischen Tür und Angel geraten in Vergessenheit oder Bedürfnisse werden überhört. Dies führt schnell zu Streit, weshalb unsere Tipps wichtig sind, um zukünftig erfolgreich miteinander kommunizieren zu können.  

Warum ist Kommunikation in der Beziehung wichtig? 

Obwohl man vermutlich in jedem Beziehungsratgeber gelesen oder von jedem Beziehungsexperten gehört hat, dass eine offene Kommunikation einer der Grundpfeiler für eine Beziehung ist, wird sie dennoch unterschätzt. Doch was bringt eine gute Kommunikation in der Beziehung? 

  1. Man lernt alles über gemeinsame Interessen, Bedürfnisse und Vorlieben des Partners.
  2. Man findet heraus, was der Partner sich vom Leben erwartet und wie er sich die gemeinsame Zukunft vorstellt.
  3. Man weiß, was der Partner eigentlich denkt und fühlt.  
  4. Streit kann schneller mit Worten gelöst werden.
  5. Man hat klare Abmachungen und vermeidet Missverständnisse. 

5 Kommunikationsmuster, die der Beziehung schaden 

Der Psychologe Gottman hat über 30 Jahre lang mit Paaren gearbeitet und dabei deren Kommunikationsverhalten analysiert. Auf Grundlage seiner Erfahrung entwickelte er 5 typische Kommunikationssünden, die der Beziehung früher oder später schaden werden.  

  1. Ständige Kritik - Dauernde Vorwürfe und Kritik sind oft unverhältnismäßig und unfair. Der Partner ist dabei gezwungen, sich zu verteidigen. Gerade Kritiken mit den Worten „immer“, „nie“, „alles“ oder „typisch“ sind herabsetzend und sollten in einer Beziehung tunlichst vermieden werden.  
  2. Verteidigung und Rechtfertigung - Versucht der Partner sich sofort zu rechtfertigen und jegliche Kritik von sich abzuwenden, wird meist der Konflikt verschärft. Natürlich ist ständige Kritik fehl am Platz, jedoch ist Einsicht und Selbstreflektion ebenso wichtig. Das ständige Wechselspiel zwischen Vorwurf und Verteidigung endet dann oft in einer Negativspirale.  
  3. Rückzug - Konflikten sollte man so selten wie möglich aus dem Weg gehen. Fühlt sich ein Partner unfair behandelt oder ist die Konfliktlösung gescheitert, folgt häufig der Rückzug. Statt sich mit den Themen auseinanderzusetzen, wird die Flucht ergriffen und die Konflikte bleiben ungelöst.  
  4. Verachtung - Herablassende, respektlose Bemerkungen sind in einer Beziehung ein absolutes No-Go! Bereits das genervte Augenrollen ist ein erstes Signal für die fehlende Wertschätzung. Spott und Gehässigkeiten oder ein Angriff auf intime Aspekte zerstören meist die gesamte Beziehung. Der Schmerz sitzt oft tief und Intimität und Vertrauen schwinden. 
  5. Machtspielchen - Stets die Oberhand besitzen zu wollen, führt oft dazu, dass nur noch die negativen Eigenschaften des Gegenübers hervorgeholt werden, um im Konflikt möglichst gut dazustehen. In einem Streit sollte es allerdings niemals nur darum gehen, wer Recht hat und wer die Diskussion gewinnt, sondern darum, eine gemeinsame Lösung zu finden.  

6 Tipps für eine gute Kommunikation in der Beziehung  

Wer sich im vorherigen Abschnitt ertappt gefühlt und gemerkt hat, dass man selbst einige dieser Muster bedient, kann mit unseren Tipps die Kommunikation mit dem Partner verbessern. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die Großes bewirken können.  

  1. Ich-Formulierungen - Wer kennt es nicht: In Streitgesprächen wird verzweifelt versucht, die Fehler des anderen zu betonen. Das Resultat ist nicht selten: „Du…Du…Du“. Für eine erfolgreiche Kommunikation ist es wichtig, Ich-bezogene Sätze zu formulieren. Beispiel: „Mich hat es verletzt, dass…“, „Ich bin damit überfordert, weil…“, „Ich würde mir wünschen, dass…“. Die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu äußern ist immer hilfreicher, als sich nur auf Fehler des Gegenübers zu konzentrieren.  
  2. Vergangen ist vergangen - In jedem Konfliktgespräch vergangene Themen und Fehler auszugraben, ist wenig hilfreich, wenn man nach einer Lösung sucht. Um Konflikte wirklich lösen zu können, ist es wichtig, dass Fehler aus der Vergangenheit wirklich verziehen und vergessen werden und beim nächsten Konflikt keine Rolle mehr spielen. Gegenseitiges Aufwiegen hilft nämlich keinem weiter. 
  3. Aufmerksamkeit und Zuhören - Manchmal braucht es gar keine ausführliche Antwort, hilfreiche Ratschläge oder die eigene Meinung. Es kann viel Wert sein, sich einfach die Sorgen, Anliegen und Gedanken des anderen anzuhören und für ihn da zu sein. Vor allem sollte man nicht ständig widersprechen, wenn der Partner gerade von seinen Sorgen erzählt.  
  4. Positive Kommunikation - Mit einem Gespräch muss man nicht warten, bis ein Konflikt im Raum steht. Wertschätzung, Lob und Anerkennung sind Balsam für die Seele und tun jedem von uns gut. Auch eine kleine Liebesbotschaft kann dem Partner den Tag versüßen. Meist lassen sich dann ernste Themen einfacher besprechen 
  5. Sachlichkeit - Natürlich ist man manchmal wütend und in Rage. Dennoch ist es ratsam, möglichst sachlich und vernünftig zu kommunizieren. Lautes Geschrei und emotionale Wutausbrüche sind zwar manchmal nachvollziehbar, helfen aber nicht weiter. Merkt man, dass man in einer Situation besonders aufgebracht ist, ist es besser sich eine kurze Pause zu gönnen. Ein kurzer Spaziergang oder eine kleine Trainingseinheit im Fitnessstudio können die Gemüter schnell beruhigen 
  6. Den Stress nicht am anderen rauslassen - Nach einem langen, stressigen Arbeitstag ist oft die Zündschnur extrem kurz. Schon alltägliche Fragen, wie „Wie war dein Tag?“ führen oft zu einer flapsigen, genervten Antwort. Doch der Partner kann nichts dafür. Vielmehr ist er derjenige, der den Ballast abnehmen und für einen da sein kann. Doch nur wenn man sich gegenseitig wertschätzt und liebevoll behandelt.  
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Fazit: Kommunikation als Schlüssel für eine funktionierende Beziehung 

Kommunikation ist das A und O für eine erfolgreiche Beziehung. Dabei fallen wir schnell in bestimmte negative Muster, die auf Dauer zu ernsthaften Problemen führen können. Deshalb ist es wichtig, sich ab und an selbst zu reflektieren und auf den Umgangston zu achten. Der Partner ist die wichtigste Person an unsere Seite sowie ein Anker im Leben und sollte dementsprechend behandelt werden.