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Intimität

Intimität zulassen – Wie entstehen Probleme mit Nähe? 

Intimität ist ein sehr breites Konzept. Was genau versteht man unter Intimität? Warum haben viele Menschen Probleme damit Intimität zuzulassen? Wir erklären, was Intimität bedeutet, welche Arten existieren und wie man wieder intim sein kann.
Intimität zulassen - Wie entstehen Probleme mit Nähe?
Sie haben Probleme damit Intimität zuzulassen? Wo dieses Phänomen herkommt und was genau man eigentlich unter Intimität verstehen erfahren Sie hier! Foto: Andrea Piacquadio/Pexels

Intim mit jemanden sein bedeutet für verschiedene Menschen unterschiedliche Dinge. Die einen reden über Sex, während andere von intimen Gesprächen erzählen. Aber was genau versteht man unter Intimität? Kann man sie überhaupt beschreiben? Anhand von Definitionen und Sprüchen versuchen wir dieses komplizierte Prinzip verständlich zu machen.  

Intimität in der Psychologie  

In der Psychologie versteht man unter Intimität die Fähigkeit zu intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen, ein Zustand tiefster Vertrautheit. Aber selbst in der Psychologie spricht man oft von Intimität  als ein subjektives Phänomen und ein Gefühl, dass zunächst einseitig entsteht. Es geht über das gängige körperliche Verständnis hinaus. Intimität ist demnach die Fähigkeit sein Inneres wahrhaftig nach außen zu tragen und anderen zu offenbaren. Wenn sein Gegenüber diese Intimität mit seiner eigenen erwidert, dann kann man von Nähe und Liebe sprechen.  

Die 2 Arten der Intimität 

Genauso wie es verschiedene Formen der Liebe gibt, existiert das gleiche Prinzip für Intimität. Allgemein unterscheidet man zwischen 2 Arten: 

  1. Fremdbestätigte Intimität - Die fremdbestätigte Intimität hat die Erwartung, dass der Partner auf das Öffnen mit Akzeptanz und Empathie reagiert.  
  2. Selbstbestätigte Intimität - Die selbstbestätigte Intimität existiert ganz ohne Erwartungen. Sein eigenes Selbstwertgefühl wird nicht davon abhängig gemacht, wie der Partner reagiert. 

Wie entstehen Probleme mit Intimität? 

Wie so viele Dinge entsteht auch die Angst vor oder die Abneigung von Intimität schon früh in der Entwicklung. Man hat – oft unterbewusst – Angst durch Nähe die schlechte Beziehung zu den Eltern wieder zu erleben. Außerdem haben viele Angst davor dem Partner sein wahres Ich zu zeigen und so ihn oder sie zu verlieren. Das Resultat sind oberflächliche und meist sehr kurze Beziehungen, in denen Gefühlsnähe ablehnt wird. 

5 Sprüche zur Intimität  

Intimität und Zuneigung sind ein schwieriges Thema für Sie? Sie wollen die Liebe zu Ihrem Partner ausdrücken, wissen aber nicht genau, wie? Wir haben 5 Sprüche gesammelt, mit denen man die Intimität in einer Beziehung ausdrücken kann:  

  • Intimität ist nicht ein Bett zu teilen, sondern die innersten Gedanken und Gefühle. 
  • Intimität ist, wenn du jemanden erlaubst dich auf tiefste Arte und Weise zu lieben.  
  • Liebe wird immer ein immer ein Risiko sein. Du kannst entweder riskieren, dass jemand dein wahres Ich sieht oder du kannst riskieren, nie echte Intimität zu erleben.  
  • Echte Intimität mit einem anderen Menschen erfordert, dass du dich nackt ausziehst. Intimität ist das Risiko der freiwilligen Schutzlosigkeit. 
  • Intimität heißt nicht immer nur Sex: Kocht zusammen. Schreibt euch Briefe. Duscht zusammen. Reiche ihm ein trockenes Handtuch, wenn er aus der Dusche kommt. Massiere sie. Frage sie nach ihrem Tag, nach ihrer Meinung, nach ihren Zielen. Hört einander zu. 
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Fazit: Intimität bedeutet vieles 

Das Verständnis von Intimität geht weit über Sex hinaus. Intimität ist Kuscheln, Händchen halten, tiefe Gespräche und ein intensives gegenseitiges Vertrauen zueinander. Wer lernt Intimität zuzulassen, der kann sich auf eine glückliche und langfristige Beziehung freuen.