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Beziehungskrise

Beziehungskrise: Was jetzt? 

Jede Beziehung gerät früher oder später ein wenig aus den Fugen. Ob es sich um eine ernsthafte Beziehungskrise handelt, übersehen viele Paare oder wollen es einfach nicht einsehen. Erfahren Sie hier, wie Sie die Beziehungskrise erkennen und wie Sie diese überwinden. 
Beziehungskrise: Was jetzt? 
Wie merkt man, dass man sich in einer Beziehungskrise befindet? Warum entstehen Krisen in der Beziehung und ist das normal? Wir klären Sie auf! Foto: Keira Burton/Pexels

Beziehungskrise erkennen 

Kriselt es die letzten Tage nur ein wenig oder befinden wir uns in einer Beziehungskrise? Vielen Leute fällt es schwer einzuschätzen, wie stark die Streitereien in der Beziehung ausgeprägt sind. Hier sind 4 eindeutige Indizien, dass man sich in einer Beziehungskrise befindet. 

  • Meiden – Der Partner oder die Partnerin versucht Sie zu meiden und geht Ihnen gezielt aus dem Weg. Am liebsten unternimmt er oder sie Dinge mit anderen oder alleine, um nicht gemeinsame Zeit zu verbringen. Versucht man mit ihm oder ihr zu reden, fallen die Antworten sehr wortkarg und kühl aus.  
  • Streitigkeiten – Wegen den kleinsten Dingen wird gestritten und diese Streitereien arten oft aus und reißen eine dichte Kluft zwischen Sie.  
  • Unangenehme Grundstimmung – Mit dem Partner oder der Partnerin ist man nicht mehr entspannt und freut sich auf seine oder ihre Gesellschaft, sondern es herrscht immer eine unangenehme Grundstimmung, als würde gleich wieder Streit entfacht werden.  
  • Distanz – Man hat das Gefühl, dass man nicht mehr recht weiß, was im anderen oder der anderen vor sich geht und er oder sie sich einem nicht mehr öffnen kann. Man distanziert sich immer weiter voneinander. 

Gründe für Beziehungskrise 

Gründe für eine Beziehungskrise können vielseitig sein. Es ist jedoch sehr wichtig, die Gründe ausfindig zu machen, um diese konkret anzugehen und entgegenzuwirken. Dies sind die häufigsten 8 Gründe für eine Beziehungskrise. 

  1. Vertrauensbruch – Ein Part der Beziehung hat einen Vertrauensbruch begangen. Hierfür können viele Dinge der Auslöser sein.  
  2. Affäre - Das Fremdgehen eines oder beider Partner*innen stellt immer einen Einschnitt in die Beziehung dar. Es gibt jedoch Wege wie man danach dennoch eine Beziehungskrise abwenden kann. 
  3. Interessen - Eventuell ändern sich die Interessen und man entwickelt sich dadurch in unterschiedliche Interessen. Auch kann es passieren, dass der Partner oder die Partnerin zu viel Zeit den Hobbies widmet und die Beziehung darunter leidet. 
  4. Lebenssituation – Eventuell hat sich die Lebenssituation verändert, sodass die Karriere die Partnerschaft beeinflusst. Außerdem können Fernbeziehungen auch zu einer Beziehungskrise führen. 
  5. Kinder – So schön es sein kann, gemeinsame Kinder zu haben, so stellen diese auch immer eine Herausforderung für die Beziehung dar.  
  6. Kommunikation – Mangelnde oder unzureichende Kommunikation kann besonders auf Dauer eine Zerreißprobe für die Partnerschaft sein. 
  7. Stress – Ist man selbst oder der Partner oder die Partnerin gestresst, kann sich dies auch schwerwiegend auf die Beziehung auswirken.  
  8. Streitverhalten – Menschen streiten immer unterschiedlich. Manche haben schwerwiegende Wutausbrüche, andere sind passiv aggressiv und wieder andere fressen alles in sich hinein. Egal wie man Konflikte auslebt, können diese auch immer zu Beziehungskrisen führen. 

Beziehungskrise meistern oder wie überwinden? 

Hat man die Gründe für eine Beziehungskrise herausgefunden gilt es diese an der Wurzel zu packen und dagegen zu steuern. Neben den individuellen Wegen, die Beziehungskrise zu meistern, kann man sich auch immer an diesen 4 generellen Regeln orientieren. 

  • Kommunikation - Wie bei so vielen Problemen ist schlechte Kommunikation der Übeltäter. Daher gilt es immer ein gutes Klima für offene Kommunikation in der Beziehung zu schaffen, sodass alle Probleme gleich angesprochen und angepackt werden können. 
  • Kompromisse - Eine Beziehung führt man nicht alleine, daher gehört es immer dazu Kompromisse eingehen zu können und Abstriche zu machen. Gelingt dies einem nicht, dann ist die Beziehungskrise vorprogrammiert. 
  • Auszeiten – Manchmal tut Abstand einfach gut. Beide in der Beziehung brauchen ihre Freiräume und der andere oder die andere sollte dies auch akzeptieren. 
  • Akzeptanz – Den Partner oder die Partnerin so zu akzeptieren, wie er oder sie ist und nicht zu viel ändern zu wollen, ist ein weiteres Rezept für eine funktionierende Beziehung.  
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4 Phasen einer Beziehungskrise 

Generell lässt sich beobachten, dass jede Beziehungskrise ähnliche 4 Phasen durchmacht, achten Sie dabei auf diese Anzeichen. 

  • Kriselphase - Anfangs kriselt es und man streitet sich immer wieder wegen Kleinigkeiten und erwischt sich dabei sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen. 
  • Streitphase - Die kleineren Streitereien werden zu großen Konflikten, die sich nicht aus der Welt schaffen lassen und sich über immer längere Zeit erstrecken. 
  • Schweigephase - Anstatt zu streiten und sich anzuschreien, schweigt man sich nur noch an, um die ständigen Konflikte zu vermeiden. Dies stellt jedoch auch keine dauerhafte Lösung dar. 
  • Wutphase - Das viele Schweigen staut innerlich viel Wut an, die kein Ventil hat, um auszubrechen. Auf Dauer ist dies nur eine tickende Zeitbombe, die bald platzt. 

Sind Krisen in der Beziehung normal? 

Jede Partnerschaft hat seine Höhen und Tiefen. Beziehungskrisen können daher immer vorkommen. Jedoch entscheiden sich die Auslöser, die Schwere, die Dauer und die Bereitschaft diese zu lösen, stark von Paar zu Paar. Je nachdem können Beziehungskrisen leichter oder kaum überwunden werden. 

Fazit: Beziehungskrise akzeptieren und überwinden 

Hat man erkannt, dass man sich in einer Beziehungskrise befindet und die Gründe erforscht, woher diese kommen könnte, ist man schon einen Schritt weiter, diese zu überwinden. Wenn man jedoch die Augen vor den Problemen in der Partnerschaft schließt, dann hat man kaum Chancen die Beziehung zu retten. 

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