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Auto springt nicht an: Das können Sie dagegen tun

Gerade im Winter kommt es sehr oft zu Situationen, in denen das Auto nicht mehr anspringt. Der ADAC nennt mögliche Gründe für Startprobleme und sagt, was zu tun ist, damit der Wagen wieder läuft.
 
Probleme beim Starten des Autos können verschiedene Ursachen haben. In den Wintermonaten ist eine der häufigsten Ursachen die leere Batterie. Symbolbild: StockSnap/ pixabay
Probleme beim Starten des Autos können verschiedene Ursachen haben. In den Wintermonaten ist eine der häufigsten Ursachen die leere Batterie. Symbolbild: StockSnap/ pixabay

Wenn das Auto Startprobleme hat oder während der Fahrt stehen bleibt und nicht mehr anspringt, können die Ursachen dafür vielfältig sein. Abhängig vom Problem ist dann auch, ob das Fahrzeug schnell wieder zum Laufen gebracht werden kann oder ob sich dies nur mit größerem Aufwand oder mithilfe eines Profis beheben lässt.  Wie der ADAC berichtet, sei einer der häufigsten Fehler, nicht mehr genügend Kraftstoff im Tank zu haben. In der Regel reicht zur Überprüfung hierfür ein Blick auf die Tankanzeige am Armaturenbrett. Bleibt das Auto wegen eines leer gefahrenen Tanks liegen, sei das nicht nur ärgerlich, sondern eine Gefahr, welche zudem Konsequenzen nach sich ziehen könne. Wer beispielsweise aufgrund Benzinmangels gezwungen ist auf der Autobahn zu halten, müsse mit einem Bußgeld rechnen, so der ADAC. 

Die häufigsten Startprobleme im Überblick 

  • Leere Autobatterie
  • Stromzufuhr/-versorgung unterbrochen
  • Defekte am Zündschloss/Zündelektronik
  • Fehler, Defekte oder Feuchtigkeit an der Elektrik
  • Zündspulen oder Zündkerzen sind kaputt
  • Lichtmaschine defekt
  • Probleme am Anlasser
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Besonders in den Wintermonaten nimmt eine leere oder schwache Batterie einen Spitzenplatz in puncto Startprobleme ein, so der ADAC.

Neben der Kälte belasten zahlreiche elektrische Verbraucher wie Sitz- und Heckscheibenheizung, Wischeranlage und Gebläse die Batterie. Dies gilt auch für Licht oder Radio – vor allem, wenn sie nach dem Abstellen des Wagens nicht automatisch abgeschaltet werden. Dies könne gerade bei älteren Autos der Fall sein.

Der Klassiker - die leere Batterie

In den meisten Fällen lässt schon das Geräusch, welches der Anlasser beim Startversuch von sich gibt, erkennen, dass die Batterie schwächelt. Wenn dies der Fall ist, arbeitet der Anlasser/ Starter nur schwerfällig oder kann den Motor gar nicht mehr drehen. In der Regel schwankt dann auch der Strom im Innenraum. Zu sehen ist dies beim Licht oder den Signallämpchen. Bei moderneren Fahrzeugen erscheint meist eine Warnung. Im schlimmsten Fall ist beim Bemühen, den Motor zu starten, nur noch ein Klack zu hören, ausgelöst durch den Magnetschalter am Anlasser.

Wenn man Glück hat, springt der Motor doch noch an, sofern vorher alle zusätzlichen Stromfresser wie Licht oder Radio beispielsweise ausgeschaltet wurden. Führt dies nicht zum Erfolg, hilft nur noch Starthilfe durch eine Spenderbatterie, das Aufladen der Batterie mit einem Ladegerät oder der Austausch der alten gegen eine neue Batterie. Letzteres sollte nur erfolgen, wenn die alte Batterie wirklich defekt ist. Eine Batterie, die lediglich entladen ist, muss nicht durch eine neue ersetzt werden.

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ADAC Tipp: Wenn die Batterie des Autos leer ist, hälfe es, das Auto anschieben zu lassen. Hierfür bräuchte man am besten zwei bis drei Helfer. Gerade bei älteren Autos mit Schaltgetriebe würde das Starten auf diesen Weg oftmals gelingen. 

Keine Stromzufuhr durch lose und durchgebrannte Kabel im Motorraum

Wenn das Auto nicht mehr anspringt und man beim Starten weder ein Geräusch noch aufleuchtende Lämpchen am Armaturenbrett bemerkt, gibt es womöglich ein Problem mit der Elektrik. Bei einer tiefenentladenen Batterie kann es die gleichen Anzeichen geben. Laut ADAC sollte demnach dies zuerst ausgeschlossen werden. Bei Störungen der Elektrik könne eine durchgebrannte Hauptsicherung bereits verhindern, dass Strom fließt. Defekte oder oxidierende Kabel genügen dafür ebenfalls.

Auch die scharfen Zähne eines Marders können die Stromversorgung unterbrechen. Wie der ADAC sagt, ließen sich Schäden an Kabeln oder Leitungen unter Umständen schon mit einem Blick unter die Motorhaube entdecken. Sind hier lose Kabel erkennbar, kann dies bereits auf den Übeltäter hinweisen.

Reagiert der Motor beim Versuch des Anlassens überhaupt nicht, könnte es auch an einer defekten Zündung liegen. Diese Ursache ließe sich zwar selbst überprüfen, sollte jedoch dem Fachmann überlassen werden, wenn man sich noch nie daran gewagt hat. Dieser könne dann auch kontrollieren, ob es nicht am Verteiler oder der Zündspule liegt.

ADAC Service-Nummern Deutschland

  • Pannenhilfe: 01802 22 22 22
  • Kurzwahl Mobil: 22 22 22
  • Truckservice: 07333 80 80

Ein kaputtes Zündschloss als Ursache für Startprobleme

Dieser Defekt sei erkennbar, wenn beim Umdrehen des Zündschlüssels keine Reaktion aus dem Motorraum zu vernehmen ist, die Innenbeleuchtung und das Radio aber wie gewohnt funktionieren. Bei Autos mit einem Startknopf, die also kein klassisches Zündschloss haben, könne es aufgrund eines Defektes des im Schlüssel verbauten Chips zu ähnlichen Problemen kommen. Beheben ließe sich diese Problematik lediglich mit dem Austausch des Zündschlosses beziehungsweise des defekten Schlüssels oder der Chipkarte in diesem.

Defekte Zündkerzen und Fehler der Kraftstoffpumpe 

Wenn beim Zündvorgang des Autos alle gewohnten Geräusche hörbar sind, könne der Fehler bei den Zündkerzen oder der Kraftstoffpumpe liegen, so der ADAC. Dann versucht der Motor zu starten, schafft es aber nicht, weil die Kraftstoffpumpe keinen Kraftstoff in den Brennraum befördert oder der Zündfunke für die benötigte Explosion fehlt. In diesem Fall sollte das Auto in eine Werkstatt gebracht werden.

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Bereits eine einzelne defekte Kerze genüge, dass das Auto nicht mehr anspringt. Für eine einwandfreie Funktion des Motors sei der regelmäßige Wechsel der Zündkerzen sehr wichtig. Laut ADAC sollten Zündkerzen durchschnittlich alle 30.000 bis 60.000 Kilometer ausgetauscht werden.

Vielseitige Ursachen sorgen für eine schwierige Ferndiagnose

Generell ist eine Ferndiagnose bei Startproblemen sehr schwierig, denn neben den genannten kann es noch viele weitere Ursachen geben. So können insbesondere bei älteren Fahrzeugen auch defekte Verschleißteile, zum Beispiel Anlasser oder Feuchtigkeit im Auto das Starten erschweren oder verhindern. Hierfür lohnt ein Blick in die aktuelle ADAC-Pannenstatistik, in der beschrieben ist, welche Autos am zuverlässigsten sind und welche am häufigsten liegen geblieben sind. 

Mit dem Kälteeinbruch geht auch die Zeit des großen Eiskratzens am Auto einher. Bei eisigen Temperaturen gerade in den frühen Morgenstunden gibt es kaum etwas, das weniger Spaß macht. Doch wir haben die Tipps, die das Eiskratzen schnell und effektiv machen. 

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