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Franken
Onlinedating

Dating-Tipps vom Profi: telefonieren statt chatten

Sich kennenlernen, flirten, verlieben: das alles findet mittlerweile online statt. Nach dem ersten Kontakt über online Apps und Plattformen wie Tinder und Co. folgt das erste Date. Offline gibt es dann oftmals eine große Enttäuschung. Liebesexperte Eric Hegmann erklärt im Interview, woran das liegt und hat für die Singles in Franken auch ein paar gute Tipps parat.
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Damit das erste Date ein echter Erfolg wird, hat Experte Eric Hegmann einige Tipps parat.
Damit das erste Date ein echter Erfolg wird, hat Experte Eric Hegmann einige Tipps parat. Foto: vjapratama von Pexels

Laut Eric Hegmann, Paarberater und Single-Coach aus Hamburg, ist das Problem am Onlinedating, dass es zu lange online bleibt. Im Netz ist man nicht nur mutiger als im wahren Leben, sondern überschätzt sich auch. Sein Rat ist deshalb denkbar simpel: Bevor man lange textet und chattet, sollte man lieber frühzeitig zum Hörer greifen um bei einem Telefonat das Match genauer kennenzulernen, sagt der Datingexperte.

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Online gelten andere Dating-Regeln

Herr Hegmann, gibt es beim Onlinedating andere Regeln als beim Offlinedating?

Eric Hegmann: Die Regeln unterscheiden sich bei der Kontaktaufnahme nur minimal, aber in einem Punkt sehr gründlich. Die Partnerwahl wird auf diesem Planeten von den weiblichen Geschöpfen bestimmt. Das bedeutet, bei einem Flirt beispielsweise in einer Bar, würde der Mann, der nicht übergriffig werden will und das halbwegs geschickt macht, auf die Einladung der Frau warten - sie lächelt oder ihre Körpersprache oder tatsächlich ein Satz bekunden Interesse. Dann erst würde er auf sie zugehen. Die Frau provoziert sozusagen den Mann zum ersten Schritt. Das ist im Internet natürlich nicht ganz so übertragbar. Das führt übrigens auch dazu, dass der Durchschnittsmann oft der große Verlierer des Onlinedatings ist.

Wie kommt das denn?

Hegmann: Dazu gab es kürzlich eine Studie zu Tinder-Nutzern. Der Durchschnittsmann wird von den Frauen kaum angeschrieben und er erhält wenig Rückantwort. Weil sein Profil nicht auffällt und weil die Attraktivität nicht ausreicht.

Es heißt ja, ähnliche Attraktivität zieht sich an. Vor allem da man offline auch etwas schüchterner ist, orientiert man sich eher auf Augenhöhe. Aber das Internet verleitet dazu, dass sich viele Menschen nach oben orientieren - sich also vor allem um die ganz wenigen bemühen, die besonders attraktiv sind.

Mutig sein und zum Hörer greifen

Wie kann ich mein Vertrauen in ein Match stärken und Enttäuschungen bei einem Date vermeiden?

Hegmann: Ich habe den Eindruck, die Leute telefonieren nicht mehr, bevor sie sich treffen. Wie kann das sein? Was hindert sie daran, den ersten positiven Eindruck des Profils zu überprüfen, bevor sie sich direkt zusammensetzen, um dann eine Enttäuschung zu erleben?

Ich vermute, dass es da viel Angst vor der Zurückweisung gibt und dass man glaubt, durch das Chatten und Texten ganz viel abklären zu können. In Wirklichkeit aber erweitert man nur die Projektionsfläche, denn alles, was wir nicht über jemanden wissen, das füllen wir auf mit Hoffnungen und Erwartungen - und bei sehr pessimistischen Menschen auch mit Erfahrungen. Aber das ist nichts, was diese Person wirklich ausmacht.

Klar, auch das lässt sich nicht über ein Telefonat lösen, aber man kriegt schon ein Stück mehr mit. Ich wundere mich daher immer, warum eigentlich vor den Treffen dieser Kontrollmechanismus nicht funktioniert

Online kennenlernen, Offline verlieben

Dating-Apps und Singleportale sind also ein gutes Mittel um neue Bekanntschaften zu machen. Ist der erste Kontakt erst einmal hergestellt, sollte man aber besser schnell in die „reale“ Welt überwechseln, um sich genauer kennenzulernen. Das können keine Fotos und auch kein ausgedehntes Texten ersetzen.

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Simone A. Mayer / dpa