• Gründe, weshalb der Wald so wichtig für uns ist
  • Tipps & Tricks zum Papiersparen  
  • Erkennungsmerkmale für nachhaltige Holzprodukte  
  • So kannst du dich aktiv für den Schutz des Waldes einsetzten 

Noch nie war Nachhaltigkeit so bedeutend wie jetzt: Naturkatastrophen und Temperaturveränderungen machen uns bewusst, dass der Klimawandel bereits begonnen hat. Der Wald spielt eine entscheidende Rolle bei der Frage, wie es in Zukunft weitergeht. Doch warum ist das so? Und was kann man selbst im Alltag tun, um den Wald zu schützen?

Warum sollte der Wald geschützt werden?

Wälder sind das wichtigste Landökosystem der Erde. Sie kühlen die Luft, filtern Schadstoffe aus der Atmosphäre und speichern wertvolles Grundwasser. Damit beeinflussen sie das globale Klima enorm. Und nicht nur das: In ihnen leben rund zwei Drittel aller weltweiten Tier- und Pflanzenarten! Besonders der nährstoffreiche Boden beherbergt zahlreiche Bewohner. "Eine Handvoll Waldboden beinhaltet mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt", erzählt Peter Spörlein, Mitarbeiter der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, im Wissenspodcast forstcast.net

Buchtipp: Gebrauchsanweisung für den Wald - Bestseller bei Amazon

Auch der Mensch profitiert enorm von den Schätzen dieses Ökosystems. Einerseits bieten Wälder einen Erholungsraum für Körper und Seele; andererseits verbirgt sich in ihnen eine nachhaltige Ressource, die sich aus unserem Alltag kaum mehr wegdenken lässt: das Holz. Von Einkaufszetteln über Möbel bis hin zu ganzen Häusern findet das Material eine vielseitige Verwendung. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes - schließlich handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff, der wesentlich leichter recycelt werden kann als beispielsweise Plastik. 

Trotzdem ist auch hier Vorsicht geboten - Holz ist nicht unendlich verfügbar. Bedrohungen wie Abgase, Schädlinge, Trockenheit, Brände und Rodungen führen dazu, dass die weltweite Waldfläche kontinuierlich schrumpft. Besonders betroffen ist der tropische Regenwald: In brasilianischen Amazonasgebieten gehen beispielsweise pro Minute drei ganze Fußballfelder Wald durch menschliche Einflüsse verloren. 

Wie kann man im Alltag Papier sparen?

Die gute Nachricht: Wir alle können einen Teil dazu beitragen, der globalen Waldrodung entgegenzuwirken. Der erste Schritt ist ein bewusster und nachhaltiger Papierkonsum. Viele Produkte, die ursprünglich aus Holz fabriziert wurden, lassen sich ersetzen. Du kannst zum Beispiel

  • Taschentücher oder Servietten aus Stoff benutzen 
  • Digitale Texte nur ausdrucken, wenn es unbedingt nötig ist
  • Mehrwegfilter für Tee oder Kaffee verwenden
  • Getränkekartons durch Pfandflaschen austauschen
  • auf Recyclingpapier umsteigen (auch beim Klopapier)

Außerdem ist es ratsam, Papierverpackungen nach Möglichkeit zu vermeiden. Das ist im Grunde gar nicht so schwer. Für deinen Einkauf beim Bäcker sind beispielsweise Dosen oder Thermotassen von Zuhause ein guter Ersatz für die herkömmlichen Brotzeittüten und Pappbecher. Und auch an Festen wie Weihnachten oder Geburtstagen kannst du Papier sparen. In diesem Artikel zeigen wir dir kreative, günstige und nachhaltige Alternativen zu Geschenkpapier. 

Woran lassen sich hochwertige Holz- und Papierprodukte erkennen?

Natürlich lässt sich nicht alles problemlos ersetzen. Ist der Kauf eines Holz- oder Papierproduktes unverzichtbar, empfiehlt es sich, einen genaueren Blick auf dessen Herkunft zu werfen. Ähnlich wie Gütesiegel für Bioprodukte gibt es auch Zertifikationen für umweltfreundliche Forstwirtschaft. Papier- und Holzerzeugnisse, die sich damit schmücken, stammen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. In Deutschland lassen sich insgesamt drei Kennzeichnungen finden: PEFC, Naturland und FSC.

Das PEFC-Siegel (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes), das im Großteil der deutschen Forstbetriebe Anwendung findet, gewährleistet einen hohen ökologischen und sozial-orientierten Standard. Auch der internationale, gemeinnützige Verein FSC (Forest Stewardship Council) achtet neben Umweltschutz auf respektvolle Arbeitsbedingungen sowie eine tragfähige Wirtschaft. Laut NABU und WFF hat das FSC-Siegel die höchste Qualität. Allerdings stehen Zertifizierungen momentan vermehrt in der Kritik, seitdem Kindermöbel von IKEA aus Hölzern russischer Kahlschlagwirtschaft fälschlicherweise damit gekennzeichnet wurden.

Was kann man also tun, um wirklich absolut sicherzugehen, dass man hochwertiges Material erwirbt? Bei größeren Anschaffungen lohnt sich ein zweiter Blick auf die Herkunft des Holzes: Statt auf tropische Baumarten solltest du besser auf regionale Sägewerkserzeugnisse setzen. Die mitteleuropäische Forstwirtschaft hat, trotz der aktuell eher kritischen Stimmung, im Vergleich zu Nordamerika, Russland oder dem tropischen Regenwald immer noch die höchsten nachhaltigen Standards. Außerdem entstehen weniger CO2-Ausstöße beim Transport und es geht kein kostbares Regenwaldholz verloren.

Wie kann ich mich aktiv für den Schutz des Waldes einsetzen?

Ein bewusstes Konsumverhalten ist also bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung. Falls du dich darüber hinaus an einem aktiven Waldschutz beteiligen möchtest, findest du bei Naturschutzorganisationen wie dem NABU, Greenpeace oder WWF zahlreiche Vorschläge.

Hier sind drei Möglichkeiten, wie du dich aktiv für den Wald einsetzten kannst:  

  • Bäume spenden oder pflanzen - das geht nicht nur direkt in der Natur, sondern auch bequem vom Computer aus. Dazu kannst du entweder online ein Spendenformular ausfüllen oder grüne Suchmaschinen wie Ecosia verwenden. 
  • Waldpatenschaften übernehmen und so eine Waldfläche vor der Abholzung bewahren. Auf NABU.de darfst du entweder selbst Pate werden oder die Patenschaft verschenken. 
  • Wissen aneignen und mit anderen teilen. Wälder stecken voller Wunder und Überraschungen. Wusstest du zum Beispiel, dass sich manche Baumarten besser vertragen als andere? Oder dass stehendes und liegendes Totholz ein wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten ist und kein Zeichen einer „schlampigen“ Waldbewirtschaftung?

Fazit: So gelingt Waldschutz

Wälder schützen uns vor den Folgen des Klimawandels - und deshalb brauchen sie Schutz von uns. Du kannst in deinem Alltag einen wertvollen Beitrag dazu leisten, indem du so gut wie möglich auf Papier verzichtest und darauf achtest, Holzprodukte aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft zu erwerben. Diese erkennst du beispielsweise an verschiedenen Gütesiegeln oder an einer regionalen Herkunft. Darüber hinaus bieten Naturschutzorganisationen die Möglichkeit, analog oder digital Bäume zu pflanzen sowie Patenschaften für Waldflächen zu übernehmen. 

Besonders entscheidend für einen erfolgreichen Waldschutz ist jedoch das Bewusstsein dafür, wie wichtig Bäume für den gesamten Planeten sind. Nichts könnte einem diese Tatsache besser vor Augen führen als der Wald selbst. Falls du nun Lust auf einen Spaziergang unter einem Blätterdach bekommen hast, findest du bei uns zahlreiche Ausflugstipps - beispielsweise für den Bayerischen Wald, den Steigerwald oder das Fichtelgebirge.

 

Artikel enthält Affiliate Links
*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach nützlichen Produkten für unsere Leser. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.