Messerstiche auf Dorffest in Bayern - Polizei meldet Festnahme

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Auf einem Dorffest in Oberbayern werden mehrere Menschen verletzt, auch ein Messer ist im Spiel. Jetzt sitzt ein Tatverdächtiger in U-Haft. Er ist bereits polizeibekannt.

Update vom 23.07.2026: Messerstiche auf Dorffest - Junger Mann in U-Haft

Nach Messerstichen auf einem Dorffest in Egling im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Es handele sich um einen jungen Mann aus dem Landkreis, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit. Er sei bereits polizeibekannt. Gegen ihn werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Es sei Haftbefehl erlassen worden, der Heranwachsende sei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden. 

Er war den Angaben zufolge bereits am Montag festgenommen worden, zwei Tage nach der Tat. Er soll am späten Samstagabend auf der vom örtlichen Burschenverein organisierten Blauliachd-Party einen 16-Jährigen mit einem Messer attackiert und verletzt haben. Zuvor soll er einen 20 Jahre alten Bekannten des Jugendlichen niedergeschlagen haben. 

Messerattacke auf Dorffest - Täter tauchte in der Menge unter

Der Täter konnte unerkannt in der Menge verschwinden - rund 700 Menschen hatten auf dem Fest gefeiert. Die Polizei fahndete seither unter Hochdruck nach dem Flüchtigen. Festgäste wurden als Zeugen befragt und Videoaufnahmen ausgewertet. Der 16-Jährige war am Arm verletzt worden und musste noch in der Nacht operiert werden. Der 20-Jährige wurde durch einen Schlag am Kopf leicht verletzt.

Jenseits der Attacke wurden mehrere weitere Personen bei anderweitigen Schlägereien auf dem Gelände verletzt. Niemand habe sich in Lebensgefahr befunden, hatte nach den Vorfällen die Polizei in Wolfratshausen mitgeteilt. Ein Sprecher berichtete von rund einem halben Dutzend Anzeigen wegen Körperverletzungsdelikten. 

Der Alarm bei der Polizei war am Samstag gegen 23.45 Uhr eingegangen. Die Stimmung sei aufgeheizt gewesen, berichtete der Polizeisprecher in Wolfratshausen über die Lage beim Eintreffen der Beamten. Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Bei der Auflösung der Veranstaltung hätten die Beamten teils unmittelbaren Zwang anwenden müssen. Sie hätten einige Partygäste in Gewahrsam nehmen oder sogar fesseln müssen, berichtete die Polizei am Folgetag.

Meldung vom 19.07.2026: Acht Verletzte bei brutaler Attacke auf "Blaulichtparty" in Bayern

Bei einem Dorffest am Samstagabend (18. Juli 2026) mit etwa 700 Gästen in Egling im Landkreis Wolfratshausen wurden acht Personen verletzt. Der Täter ist weiterhin auf der Flucht, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten analysieren nun Videoaufnahmen und hoffen auch auf Zeugenaussagen.

Das Motiv hinter den Angriffen ist bislang unklar. Die Polizei geht jedoch nicht von einem Terroranschlag aus. Ein Sprecher bestätigte eine entsprechende Information der "Süddeutschen Zeitung".

Gewaltorgie auf oberbayerischem Dorffest

Bei den Festlichkeiten handelte es sich um eine sogenannte "Blaulichtparty" - diese Art von Event wird meist von einer Organisation aus dem Blaulichtbereich organisiert, teils jedoch sind Veranstalter örtliche Burschenvereine, möglicherweise in Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr. Der Vorsitzende des Burschenvereins und Hauptorganisator, Simon Raß, zeigte sich erschüttert. "Das ist immer so ein gemütliches Fest gewesen. Es ist sehr traurig, dass es so geendet hat", sagte er der Mediengruppe "Münchner Merkur/tz".

Vor Mitternacht war es zunächst zu einem Messerangriff gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen schlug ein Unbekannter zunächst einem 24-Jährigen unvermittelt gegen den Kopf. Als dieser zu Boden ging, konnte er den Angaben nach erkennen, wie der Angreifer dessen 16-jährigen Freund mit einem Messer am Unterarm verletzte. Im weiteren Verlauf des Abends attackierte der Angreifer weitere Festbesucher und ergriff anschließend die Flucht. Gegen 23.45 Uhr wurden die Beamten den Angaben zufolge alarmiert. Der Messerangreifer konnte in der Menge verschwinden – rund 700 Menschen hatten auf der vom örtlichen Burschenverein organisierten Blauliachd-Party gefeiert.

Insgesamt mussten laut Polizei acht Menschen medizinisch versorgt und teils in Krankenhäuser gebracht werden. Laut der Mediengruppe "Münchner Merkur/tz" wurden einige der Opfer in der Nacht operiert - sie sollen unter anderem Knochenbrüche erlitten haben. Die Polizei äußerte sich nicht zu den Verletzungen.

Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften

Polizei und Rettungskräfte waren mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Rund 60 Polizeibeamte, darunter ein Zug des Unterstützungskommandos (USK) des Polizeipräsidiums München, fünf Rettungswagen und zwei Notärzte waren vor Ort. Außerdem wurden ein Rettungshubschrauber und eine polizeiliche Drohne eingesetzt. Die Feuerwehr Egling unterstützte mit 15 Einsatzkräften beim Ausleuchten des Geländes und bei der Verkehrslenkung.

Das Fest, das bereits in den Vorjahren stattgefunden hatte und eigentlich bis zum frühen Morgen dauern sollte, wurde abgebrochen. Wie Raß der Mediengruppe "Münchner Merkur/tz" sagte, war ein Sicherheitsdienst vor Ort und die Konzepte von Landratsamt und Polizei seien eingehalten worden.

Als die ersten Einsatzkräfte auf dem Festgelände eintrafen, war die Lage sehr unübersichtlich, die Stimmung aufgeheizt und teilweise aggressiv, teilte die Polizei mit. Es müssen sich turbulente Szenen abgespielt haben. Bei der Räumung der Veranstaltung wurden mehrere Personen gefesselt oder in Gewahrsam genommen. Trotz einer Fahndung konnte der Tatverdächtige nicht gefasst werden.

Motiv des Täters noch völlig unklar - Vereinschef zeigt sich schockiert

Was trieb den Täter an? Gab es vorher Streit? War Alkohol im Spiel? Hatte er es gezielt auf bestimmte Menschen abgesehen? Und: Wozu hatte der Unbekannte ein Messer dabei? Viele Fragen sind offen.

Die Polizei ermittelt wegen teils gefährlicher Körperverletzungen. Die Beamten wollen Videoaufnahmen auswerten und Besucher als Zeugen befragen. Der Flüchtige wurde laut Polizei von Zeugen als 1,80 bis 1,90 Meter großer Mann mit schmaler Statur und kurzen dunklen Haaren beschrieben. Den Angaben zufolge trug er eine graue Fleecejacke und Jeans. Über das Alter konnte demnach zunächst niemand Angaben machen. Mehr will die Polizeiinspektion Wolfratshausen am Montag mitteilen.

Der Vorsitzende des Burschenvereins und Hauptorganisator der Blauliachd-Party, Simon Raß, hatte sich in Medien schockiert geäußert. Es sei stets ein gemütliches Fest gewesen, sagte er der Mediengruppe "Münchner Merkur/tz". Nun scheint offen, ob es ein weiteres Mal stattfinden wird.

 

Vorschaubild: © Uwe Lein/dpa