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Tipps & Tricks

Nachhaltiges Weihnachtsfest: Setzten Sie auf Alternativen beim Geschenke einpacken

Auch Weihnachten sollte so umweltbewusst wie möglich gefeiert werden. Einer der Hauptverursacher der extremen Müllberge in der Weihnachtszeit ist das Geschenkpapier. Doch dabei gibt es so viele Alternativen, mit denen sich Geschenke mindestens genauso schön einpacken lassen.!
 
Es muss nicht immer Geschenkpapier sein!
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Die Vorfreude auf Weihnachten ist groß. Neben dem Weihnachtsbaum, dem Weihnachtsessen und der gemeinsamen Zeit mit der Familie darf eines nicht fehlen: die Geschenke. Doch wenn sich der Kopf über die perfekten Geschenke in der Vorweihnachtszeit zerbrochen wird, lässt man bei der Frage des Geschenkpapiers keinen zweiten Gedanken ab. Doch ist es gerade in der jetzigen Zeit wichtig, sich immer bewusster darüber zu werden, was umweltschädlich ist und wie man es ersetzten kann. „Gerade zur Weihnachtszeit verursachen wir etwa 20 Prozent mehr Müll als im restlichen Jahr. Natürlich macht es Freude, Geschenke auszupacken und sich überraschen zu lassen. Allerdings entsteht dadurch viel unnötiger Abfall, der sich nur schwer recyceln lässt“, sagt Brigitte Pfister von der Umweltstation Fuchsenwiese. Bei der Herstellung von Geschenkpapier werden viele synthetische und umweltschädliche Chemikalien verwendet, die beim Recyclen große Fragen aufwerfen. Zusammen mit der LBV-Umweltstation Fuchsenwiese haben wir ein paar Alternativen in Sachen Geschenkverpackungen, damit die besinnlichen Tage nicht für allzu große Müllberge sorgt. 


 
 
Tipp 1: Altpapier als kreative Alternative

Als Alternative zu klassischem Geschenkpapier bieten sich Recyclinggeschenkpapiere, umweltfreundliches Packpapier oder neutrale Kartons an. Diese können fantasievoll bemalt oder liebevoll dekoriert werden. Außerdem eignen sich alte Zeitschriften, Zeitungen oder Kalenderseiten, aber auch Comics, Stadtpläne, Veranstaltungsplakate und Notenblätter als Geschenkverpackung. Eine liebevoll gestaltete Verpackung erfreut den Beschenkten zusätzlich zum eigentlichen Geschenk und kann bereits das Auspacken zu einem besonderen Moment machen.

 
Tipp 2: wiederverwendbare Geschenkaufbewahrung


Ideal sind auch Verpackungen, die jedes Jahr wiederverwendet werden können. Denn so fällt kein neuer Müll an. Individuell gestaltete Geschenkkisten können zu echten Traditionsstücken werden. Aber auch Blech- oder Vintagedosen sind eine schöne Geschenkverpackung. Marmeladen- und Einmachgläser eignen sich besonders für das Verschenken von Lebensmitteln, Süßigkeiten oder Gutscheinen. Eine weitere Variante sind selbst genähte Stoffbeutel. Sie können nach Weihnachten als Obst- und Gemüsebeutel oder erneut als Geschenkverpackung genutzt werden.


 
Tipp 3: Stoffe statt Papier

Eine sehr schöne Verpackungsmöglichkeit bietet auch eine Falttechnik aus Japan namens „Furoshiki“. Hier werden Geschenke mit einfachen bis sehr komplexen Falttechniken kunstvoll in Tücher verpackt. Dafür finden sich online zahlreiche Anleitungen. Die Verpackung in neue Stoffe ist allerdings nur dann nachhaltig, wenn die Stoffe im Alltag oder als Verpackung erneut genutzt werden. Nachhaltiger sind Stoffreste oder ausrangierte Kleidungsstücke, die entweder als Tücher für Furoshiki oder als selbst genähte Geschenkbeutel zum Einsatz kommen.

 

Tipp 4: Geschenke aus dem Glas 

Neben gekauften Geschenken ist Selbstgemachtes ein schöner Weg den Liebsten an Weihnachten eine Freude zu machen. Der Vorteil: Marmelade, Chutneys, Plätzchen & Co. können einfach und nachhaltig in Einmachgläsern verpackt werden. Aber nicht nur selbstgemachte Leckereien finden ihren Weg in die nachhaltige Geschenkverpackung. Mit Einmachgläser oder Flaschen lässt sich wunderbar basteln. Aber auch kleine gekaufte Geschenke können in Glasverpackungen verschenkt werden. Sie bieten einen schönen Spielraum für weihnachtliche Geschenkdekoration. 

 

Tipp 5: nachhaltige Dekoration


Der Nachhaltigkeitsgedanke sollte auch bei der Dekoration nicht aufhören. Auch Geschenkschleifen bestehen oft aus Kunststoffen. Sie werden nach den Feiertagen häufig zusammen mit Plastiklebstreifen und Geschenkpapier fälschlicherweise im Altpapier entsorgt. An Weihnachten wird leider auch bei der Mülltrennung vielerorts ein Auge zugedrückt. Geschenkbänder sollten deswegen besser aus Stoff oder Bastfaser sein. Nach Gebrauch müssen sie nicht unbedingt entsorgt, sondern können sanft aufgebügelt und im Folgejahr wieder benutzt werden. Schnüre aus Naturfasern sind eine nachhaltige Alternative für Klebestreifen aus Plastik. Zapfen, Zweige, getrocknete Blätter, Nüsse oder andere Naturmaterialien sorgen für einen zusätzlichen Hauch Weihnacht am Geschenk. Beim nächsten Spaziergang kann man bereits die Augen offenhalten und geeignete, natürliche Deko sammeln.

 
Tipp 7: Es muss ja nicht immer etwas Verpacktes sein


Eine besonders schöne Alternative ist auch, Zeit füreinander zu verschenken. Am Ende eines Jahres beklagen sich nicht wenige darüber, keine Zeit für die Liebsten zu haben. Verzichtet man auf den Einkauf und Umtausch teurer Geschenke, ergibt sich die gemeinsame Zeit meist ganz von allein. Eine weitere Möglichkeit ist ein Geschenk für einen guten Zweck und die Freude daran, etwas Gutes getan zu haben. Dies gelingt beispielsweise durch eine Geschenkpatenschaft beim LBV, bei der man aus zwölf besonderen LBV-Projekten sein Lieblingsprojekt auswählen kann. Durch solche Geschenkalternativen spart man nicht nur Zeit, sondern auch Verpackungsabfälle.
 

Tipp 6: Ganz auf Verpackungen verzichten 

Nicht alle Geschenke müssen im Grunde verpackt werden. Häufig reicht auch ein Band und ein bisschen weihnachtliche Dekoration. So kann der Geschenkpapier-Müllberg auch einfach reduziert werden. Diese Alternative ist aber eher was für die Großen. Ein großer Teil von Weihnachten für Kinder ist nun mal der Überraschungseffekt beim Geschenke auspacken. Besonders  Geschenksets, die sowieso schon nett verziert sind, lassen sich ideal ohne Geschenkpapier verschenken. 

 

Der LBV-Umweltstation Fuchsenwiese ist eine anerkannte Umweltstation, die sich nicht nur für Vögel, sondern auch für Pflanzen, Amphibien und Fledermäuse einsetzt. Mit vielen regionalen Projekten und Exkursionen bringen sie Kindern und Erwachsenen den Naturschutz bei.