Rund 90 verärgerte Landwirte haben am Sonntag ihrem Unmut bayernweit Luft gemacht. Sie blockierten mehrere Aldi-Lager mit ihren Traktoren.
Bereits in der vergangenen Woche hatten Landwirte mehrere Zentrallager von Lebensmittelhändlern blockiert, um gegen aus ihrer Sicht zu niedrige Lebensmittelpreise zu demonstrieren.
Am Sonntag, 06.12.2020, protestierten die Landwirte erneut bayernweit. Im unterfränkischen Helmstadt blockierten rund 90 Landwirte das Aldi Zentrallager in Helmstadt.
Lebensmittelpreise seien zu niedrig
Die Landwirte fordern kostendeckende Preise für ihre Produkte. Daher haben die Landwirte am Sonntagnachmittag, 06.12.20220, das Aldi-Zentrallager im unterfränkischen Helmstadt (Landkreis Würzburg) blockiert. Ein Landwirt aus den Haßbergen dazu: "Faire Preise gebe es schon lange nicht mehr". Der Landwirt berichtet dem BR, dass er aktuell 33 Cent für einen Liter Milch erhält - um kostendeckend zu arbeiten müsste er jedoch 45 Cent erhalten.
Schon am Freitagmorgen, 04.12.2020, hatten Landwirte mit 130 Traktoren das Zentrallager von Edeka-Nordbayern in Gochsheim (Landkreis Schweinfurt) und das Edeka-Zentrallager in Straubing (Niederbayern) blockiert. Die Oberpfälzer Landwirte legten ein Aldi-Zentrallager in Regenstauf lahm.
Auch in Cloppenburg gab es große Protestwellen.
Jeder Kunde hat es selber in der Hand.
Stichwort: Geiz ist geil. Der billigste und stärkste Discounter gibt den Preis vor, die anderen ziehen nach. Faire Preise sind aber ganz offensichtlich auch von der Politik nicht gewünscht sonst wäre hier viel mehr Druck auf dem Handel.
Mehr Bio wäre eine Alternative.
Regional beim Bauernladen eine andere.
Leider hat nicht jeder aus finanziellen Gründen eine Wahl.