In Franken herrscht am nächsten Badesee eine zu hohe Konzentration an Blaualgen. Die zuständige Behörde hat deshalb ein Badeverbot erlassen.
Der Große und Kleine Brombachsee im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen zählen zu den schönsten Seen Frankens. Dort sind unter anderem zahlreiche Aktivitäten im und auf dem Wasser geboten. Doch jetzt hat das Landratsamt am Kleinen Brombachsee ein Badeverbot erlassen.
Das gibt die Behörde am Mittwoch (19. August 2026) in einer Pressemitteilung bekannt. Darin heißt es, am Kleinen Brombachsee sei vom Gesundheitsamt eine hohe Konzentration an Blaualgen festgestellt worden. Grund dafür seien die sommerlichen Wetterbedingungen der vergangenen Tage.
Badeverbot am Kleinen Brombachsee: Landratsamt mit wichtiger Maßnahme
Wegen des hohen Aufkommens der Blaualgen, auch Cyanobakterien genannt, und der von diesen produzierten Giftstoffe, seien "gesundheitliche Beeinträchtigungen" nicht auszuschließen, erklärt das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. Das ausgesprochene Badeverbot gelte demnach für die Badestellen Seezentrum Langlau, Seezentrum Badehalbinsel Absberg, Badehalbinsel
Absberg-Wakepark (Badebereich) und Seezentrum Absberg-Seespitz.
Im Rahmen der Meldung weist die Behörde auch erneut auf das bestehende Badeverbot am gesamten Altmühlsee hin, an dem ebenfalls ein erhöhtes Aufkommen an Blaualgen herrscht. Die Badegäste werden gebeten, an den jeweiligen Badestellen die Beschilderung zu beachten, da sich die Lage an den einzelnen Orten je nach Wind- und Wettersituation kurzfristig ändern könne. Die Blaualgenblüte bilde sich laut Landratsamt gerade bei lang anhaltend hohen Temperaturen.
Sie ist als grünliche Schlieren im Wasser zu erkennen und kann sowohl bei Menschen als auch bei Tieren zu gesundheitlichen Risiken führen. Außerdem wird dadurch die Sichttiefe eingeschränkt, was das Retten Ertrinkender erheblich erschwert, heißt es. Sobald sich die Situation verbessert, werden die Badestellen wieder freigegeben. Für aktuelle Informationen wird auf die Webseite des Landratsamtes verwiesen.
Blaualgen - Was sind sie eigentlich?
Im eigentlichen Sinne sind Blaualgen überhaupt keine Algen, sondern sogenannte Cyanobakterien, wie der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) auf seiner Webseite erklärt. Den Namen Blaualgen haben sie wegen des grün-blauen Farbstoffes, den einige von ihnen enthalten. Langanhaltend hohe Temperaturen, viel Sonnenschein und wenig Wind begünstigen demnach das Wachstum der Cyanobakterien.
Diese produzieren Gifte, die bei normaler Konzentration nicht schädlich sind, so der BUND. Wenn sie sich allerdings stark vermehren, wie es auch im Untreusee der Fall ist, können sie schädlich sein und zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot oder Hautreizungen führen. Mehr Nachrichten aus der Region Weißenburg-Gunzenhausen liest du in unserem Lokalressort.