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Gerolzhofen
Tierquälerei

Hund sitzt zwei Stunden im heißen Auto fest: Herrchen schockt mit seiner Aussage

Am Freitag vor einer Woche jaulte in Gerolzhofen ein Hund in einem Auto um Hilfe. Sein Herrchen hatte den Wagen in der prallen Sonne abgestellt - und war danach über zwei Stunden verschwunden. Anschließend schockierte der Hundebesitzer die Polizei mit einer Ankündigung.
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Tierquälerei in Unterfranken: Hund stundenlang in Hitze-Auto eingesperrt. Am Freitagmorgen (26. Juni 2020) stellte ein 74-Jähriger sein Fahrzeug am Marktplatz in Gerolzhofen (Landkreis Schweinfurt) in der Sonne ab, berichtet die Polizei. Bei einer Außentemperatur von rund 27 Grad saß sein Hund für mehr als zwei Stunden fest.

Das Herrchen hatte die beiden vorderen Seitenscheiben leicht geöffnet, die Hitze im Auto stieg aber immer weiter an. Der Hund bellte und jaulte um Hilfe – schließlich wurden Passanten auf ihn aufmerksam und riefen die Polizei.

Herrchen macht Polizei in Gerolzhofen fassungslos

Die Dienststelle versuchte, das Herrchen per Telefon zu erreichen. Gleichzeitig wurde das Auto mit Decken geschützt und die Scheiben etwas weiter heruntergedreht. Die Temperatur im Auto sollte gesenkt werden.

Als entschieden wurde, dass das Fahrzeug durch einen Abschleppdienst geöffnet werden soll, tauchte gegen 11.15 Uhr doch noch das Herrchen auf. Insgesamt war der Mann für mehr als zwei Stunden verschwunden.

Er verstand die Aufregung nicht und schockierte mit einer Ankündigung: Beim Einkaufen werde er auch in Zukunft seinen Hund im Auto lassen, erklärte er dreist der Polizei.

Dem 74-Jährigen wurde daraufhin erklärt, dass er eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz erhält. Sofort wurde das Veterinäramt Schweinfurt verständigt und über die Tierhaltung bzw. Wegnahme des Hundes gesprochen. Die Polizei betont: „Für Tiere, die bei Hitze in einem Pkw sind, besteht akute Lebensgefahr durch Überhitzung!“