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Den aktuellen Stand der COVID-19-Fälle in Stadt und Landkreis Schweinfurt finden Sie in unserer interaktiven Karte - inklusive letztem Stand der Aktualisierung.

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 16.02.2021, 16.15: Schweinfurt erlässt als erste Stadt neue Allgemeinverfügung

Der Inzidenzwert in der Stadt Schweinfurt ist seit 13. Februar der niedrigste in ganz Deutschland. Am Dienstag (16. Februar) liegt er nach den Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 5,6.

„Das ist sehr erfreulich und zeigt in erster Linie, dass die Bürger die Maßnahmen umgesetzt und sich zu einem sehr großen Teil sehr vorbildlich an alle Regelungen gehalten haben. Der Lockdown wirkt, das sieht man auch am Rückgang der Zahlen für ganz Deutschland und das macht Hoffnung, dass wir die Corona-Pandemie bald bezwingen und in die Normalität zurückkehren können“, so Oberbürgermeister Sebastian Remelé. 

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Diese niedrigen Zahlen haben für die Stadt Konsequenzen. Für die Stadt Schweinfurt können erste vorsichtige Lockerungen zugelassen werden. So erlässt die Stadt Schweinfurt eine neue Allgemeinverfügung, die ab 17. Februar 2021 in Kraft tritt. 

Entsprechend ist ab Mittwoch, 17. Februar, die Maskenpflicht in der Spitalstraße, Kesslergasse, Rückertstraße, Lange Zehntstraße sowie am Roßmarkt aufgehoben, wie die Stadt Schweinfurt mitteilt. Wichtig: die Regelungen der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, zum Beispiel für die Fahrgäste und das Personal im ÖPNV gelten weiterhin.

Ebenfalls aufgehoben ist die Besuchsbeschränkung auf eine Person in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine medizinische Versorgung erfolgt sowie in ambulant betreuten Wohngemeinschaften. Dies gilt nicht für Alten- und Pflegeheime, hier bleiben durch die 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung alle gültigen Regelungen, auch die Besuchsregelungen bestehen.  Zu beachten ist auch, dass Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine medizinische Versorgung erfolgt sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften durch ihr Hausrecht eigene Regelungen treffen können.

Aufrechterhalten bleibt lediglich das Alkoholverbot auf allen öffentlichen Verkehrsflächen im Innenstadtbereich. Der Innenstadtbereich wird durch folgende öffentliche Straßen beziehungsweise Grünanlagen begrenzt, wobei diese jeweils noch zum Innenstadtbereich zählen: Gutermann-Promenade bis zur Hahnenhügelbrücke (inklusive Grünflächen bis zum Mainufer), Landwehrstraße, Georg-Schäfer-Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Niederwerrner Straße, Am Obertor, Fehrstraße, Am Oberen Marienbach, Paul-Rummert-Ring, Am Zollhof, Am Unteren Marienbach.

„Dies ist ein kleiner aber wichtiger Schritt Richtung Normalität. Ich weiß, dass vor allem der Einzelhandel auf Lockerungen wartet. Die Öffnung der Geschäfte können wir aber zum aktuellen Zeitpunkt nicht verantworten. Lokal nur in Schweinfurt zu öffnen, würde einen Einkaufstourismus bewirken, der aus infektiologischer Sicht zu vermeiden ist“, erklärt Oberbürgermeister Sebastian Remelé.

Update vom 13.02.2021, 17.05 Uhr: 7-Tage-Indzidenz bei 7,5 - Stadt Schweinfurt mit deutschlandweit niedrigster Corona-Inzidenz 

Die Stadt Schweinfurt hat am Samstag (13. Februar 2021) den niedrigsten Corona-Indzidenzwert in ganz Deutschland. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor. Demnach liegt die Sieben-Tage-Indzidenz in der unterfränkischen Stadt bei 7,5. Das ist der bundesweite niedrigste Indzidenz-Wert - und der einzige unter 10. Die nächsten Regionen mit geringer Inzidenz sind die Stadt Zweibrücken in Rheinland-Pfalz (7-Tage-Inzidenz: 11,7) und der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen in Oberbayern (15,4).

Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) hatte sich am Freitag in einer Videobotschaft auf Facebook bereits über eine "sehr erfreulichen Entwicklung" gefreut, da der Inzidenzwert bereits auf 15 gefallen war. Der OB sprach von einer "Momentaufnahme, die aber zeigt, dass die Maßnahmen gegriffen haben" und richtete seinen persönlichen Dank an alle Bürger. Remelé wies auf eine Folge des Inzidenz-Tiefstwerts hin: Ab Montag (15. Februar 2021) entfällt in der Stadt Schweinfurt die Ausgangssperre. Diese gilt von der neuen Woche an nur noch dort, wo die Inzidenz über 100 liegt. In Franken droht die neue Ausgangssperre in mehreren Regionen.

Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen in der Stadt Schweinfurt stark zurückgegangen: Seit vergangenen Samstag (6. Februar 2021) wurden insgesamt nur acht neue Corona-Infizierte gemeldet. Am Dienstag, Mittwoch und Freitag gab es überhaupt keine Neuinfizierten, am Donnerstag trat gerade einmal ein neuer Corona-Fall auf.

Update vom 11.02.2021, 19.55 Uhr: Ab Montag Impfungen im Impfzentrum am Volksfestplatz möglich

Das Landratsamt Schweinfurt informiert am Donnerstag (11. Februar 2021) in einer Pressemitteilung darüber, dass ab Montag (15. Februar 2021) die Möglichkeit besteht, Impftermine für das Impfzentrum am Volksfestplatz zu vereinbaren. Zug um Zug sollen nun auch Menschen über 80 Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden, die außerhalb von stationären Einrichtungen leben.

Derzeit konnten bereits 500 Impftermine angeboten werden, heißt es weiter. Nach der Einschätzung von Dr. Markus Hüttl, dem ärztlichen Leiter des gemeinsamen Impfzentrums von Stadt und Landkreis Schweinfurt, werden die gelieferten Impfstoffmengen in den kommenden Wochen deutlich zunehmen. In den kommenden Monaten soll es so möglich sein, auch dezentral vor Ort durch mobile Impfteams in unterschiedlichen Ortschaften gegen das Coronavirus impfen zu können.

Wenn Sie sich für einen Impf-Termin registrieren wollen, haben Sie dafür verschiedene Möglichkeiten. Entweder online unter www.impfzentren.bayern oder per Telefon unter 0800-8772834. Dies sollte allerdings nur von Impfberechtigten der höchsten Prioritätsstufe genutzt werden. 

Update vom 10.02.2021, 16.55 Uhr: Schnelltests bei den Stadtwerken erhältlich

Das Leopoldina Krankenhaus bietet gemeinsam mit den Stadtwerken Schweinfurt Corona-Schnelltests an - unkompliziert und ohne Voranmeldung. Das berichtet die Stadt Schweinfurt am Mittwoch (10. Febuar 2021) in einer Pressemitteilung. Das Angebot startet ebenfalls am Mittwoch.

Die Corona-Schnelltests erhalten die Bürgerinnen und Bürger in den Räumlichkeiten des Kundencenters der Stadtwerke in der Wolfsgasse 5 am Roßmarkt. Geöffnet hat das Kundencenter Montag bis Freitag von 09.00 Uhr bis 12.20 Uhr und von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr. 

Der Vorteil der Schnelltests ist, dass nach ungefähr 15 Minuten ein Ergebnis vorliegt, welches Bürgerinnen und Bürger auch schriftlich erhalten. Ein Schnelltest kostet 25 Euro, allerdings erhalten Kunden der Stadtwerke einen Treuerabatt von fünf Euro. Für jeden Schnelltest, der dort durchgeführt wurde, geht ein Euro an den Trägereiverein des Stadtbahnhofs, um die Kunst- und Kulturszene in Schweinfurt zu unterstützen, heißt es weiter.

Update vom 22.01.2021, 14.15 Uhr: Inzidenz unter 100 - trotzdem Alkoholverbot in der Innenstadt

Die Lage in Stadt und Kreis Schweinfurt ist bayernweit gesehen relativ gut. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt im Landkreis Schweinfurt den Berechnungen des RKI zufolge bei 69,3 und in der Stadt Schweinfurt bei 59,9. Die Gesamtzahl der positiv auf Covid-19 getesteten Menschen in Stadt und Landkreis Schweinfurt liegt aktuell bei 4480 (Landkreis 3059 und Stadt Schweinfurt 1421). 23 Personen müssen laut dem Staatlichen Gesundheitsamt Schweinfurt derzeit in Krankenhäusern behandelt werden, davon befinden sich 3 in intensivmedizinischer Behandlung. Das Gesundheitsamt Schweinfurt vermeldet drei neue Todesfälle in Zusammenhang mit einem positiven Coronabefund. Dabei handelt es sich um zwei positiv auf das Corona-Virus getestete Frauen im Alter von 80 und 95 Jahren aus dem Stadtgebiet Schweinfurt und eine 86-jährige Frau aus dem Landkreis Schweinfurt. Alle Verstorbenen litten an Vorerkrankungen. Die Zahl der Todesfälle liegt somit bei insgesamt 142 (Landkreis 97 / Stadt Schweinfurt 45). Zudem gelten 443 Menschen (Landkreis 391 / Stadt Schweinfurt 52) als Kontaktperson ersten Grades und sind derzeit in Quarantäne. Als geheilt gelten inzwischen 4120 Personen (Landkreis 2785 / Stadt Schweinfurt 1335).

Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das Alkoholverbot im öffentlichen Raum im Freistaat vorläufig außer Vollzug gesetzt hat, wurde durch eine Änderung der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung das Alkoholverbot auf den Bereich der Innenstädte beschränkt, wie die Stadt Schweinfurt mitteilt. Für die Kommunen und demnach auch für die Stadt Schweinfurt bedeutet dies, dass der Bereich Innenstadt definiert werden muss, damit klar ist, wo konkret der Alkoholkonsum untersagt ist. 

Die Stadt Schweinfurt hat daher mit Wirkung zum 23. Januar eine neue Allgemeinverfügung erlassen, in der folgende neue Regelung bezüglich des Alkoholverbots in der Öffentlichkeit festgehalten ist:

Der Konsum von Alkohol ist auf allen öffentlichen Verkehrsflächen im Innenstadtbereich ganztägig untersagt. Der Innenstadtbereich wird durch folgende öffentliche Straßen bzw. Grünanlagen begrenzt, wobei diese jeweils noch zum Innenstadtbereich zählen:

  • Gutermann-Promenade bis zur Hahnenhügelbrücke (inklusive Grünflächen bis zum Mainufer),
  • Landwehrstraße,
  • Georg-Schäfer-Straße,
  • Friedrich-Ebert-Straße,
  • Niederwerrner Straße,
  • Am Obertor,
  • Fehrstraße,
  • Am Oberen Marienbach,
  • Paul-Rummert-Ring,
  • Am Zollhof,
  • Am Unteren Marienbach. 

Die bisherigen Regelungen zur Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt sowie zum Besuch von Patienten beziehungsweise Bewohnern in Einrichtungen und Krankenhäusern bleiben unverändert bestehen. Die neue Allgemeinverfügung gilt von 23. Januar 2021 bis einschließlich 05. Februar 2021.

Alle gültigen Coronaregeln sowie alle rechtlichen Grundlagen dazu können auf www.schweinfurt.de jederzeit eingesehen werden.

Update vom 11.12.2020, 15.45 Uhr: Alkoholverbot, Maskenpflicht und Besuchsverbote - das gilt nun in Schweinfurt

Im Rahmen der 10. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erlässt die Stadt Schweinfurt eine neue Allgemeinverfügung. Demnach gilt in der Zeit von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr eine Maskenpflicht in der Spitalstraße, der Rückertstraße, der Keßlergasse, der Lange Zehntstraße und am Roßmarkt.

Wie die Stadt Schweinfurth in einer Pressemitteilung am Freitag (11. Dezember 2020) berichtet, weicht die Städtische Allgemeinverfügung insofern von der 10. BayIfSMV ab, dass der Besuch von Patienten oder Bewohnern von Einrichtungen auf täglich eine Person beschränkt ist. Minderjährige dürfen mit den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam besuchen. Im Übrigen gelten die Regeln der 10. BayIfSMV. 

Update vom 01.12.2020, 15.30 Uhr: Lockdown verlängert - Schweinfurt mit Inzidenz-Wert von 125,4

Der Lockdown Light hat nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt - die Infektions- und Todeszahlen sind leider weiter gestiegen. Daher bleibt ganz Bayern im Lockdown. Die bisherigen Regelungen bleiben teilweise gültig, werden aber an anderer Stelle auch verschärft. Die aktuelle Allgemeinverfügung der Stadt Schweinfurt gilt ab 02. Dezember 2020 bis einschließlich 20. Dezember 2020. Die 9. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaats Bayern gilt ebenfalls bis einschließlich 20. Dezember 2020. 

Das heißt konkret, dass folgende Regelungen bis 20. Dezember auf beibehalten werden:

  •  Gastronomiebetriebe, Freizeit- und Kultureinrichtungen auch Dienstleistungsbetriebe wie Kosmetik-, Massage und Tattoostudios sind geschlossen.
  • Zusätzlich bleibt das Beherbergungsverbot für Touristen sowie das Veranstaltungsverbot bestehen. Auch Feiern auf öffentlichen Plätzen sind untersagt.
  • Stattfinden dürfen Gottesdienste und Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz; Profisportveranstaltungen sind ohne Zuschauer erlaubt.
  • Sport darf nur noch allein, zu zweit oder mit Personen aus demselben Hausstand betrieben werden, Indoor-Sportstätten sind geschlossen.
  • Geöffnet bleiben Schulen und Kitas, auch der Einzelhandel und Friseure.
  • Die Maskenpflicht gilt weiterhin an Schulen (einschließlich Grundschulen), auf stark frequentierten Plätzen und am Arbeitsplatz.
  • Ab 22:00 Uhr gilt auf stark besuchten öffentlichen Plätzen nach wie vor ein Alkoholverbot.

Darüber hinaus verschärft die neue bayerische Verordnung folgende Regelungen:

  • Private Kontakte sind nochmals reduziert auf maximal 5 Personen aus höchstens zwei Hausständen, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht dazugezählt werden.
  • Auch vor Groß- und Einzelhandelsgeschäften und auf den zu ihnen gehörenden Parkplätzen, an allen Orten mit Publikumsverkehr in den Innenstädten sowie auch an Örtlichkeiten der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten besteht ab 01. Dezember zusätzlich Maskenpflicht.
  • Hochschulen und Universitäten müssen grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen (Ausnahmen gelten bei Labortätigkeiten, Praktika, praktischen und künstlerischen Ausbildungsabschnitten und Prüfungen).
  • Bibliotheken und Archive müssen schließen (ausgenommen sind Hochschulbibliotheken).
  • Ebenfalls ab 01. Dezember geschlossen sind Angebote der Erwachsenenbildung nach dem Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz, also die Volkshochschulen und vergleichbare Angebote anderer Träger. (Davon ausgenommen sind digitale Angebote, die berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung mit zugehörigen Prüfungen sowie Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks.)
  • Für den Einzelhandel gilt: in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 m² darf sich höchstens ein Kunde pro 10 m² Verkaufsfläche aufhalten. In Geschäften mit einer Verkaufsfläche über 800 m² gilt für die zusätzliche Verkaufsfläche die Regelung: höchstens ein Kunde pro 20 m².
  • Die bisherige Möglichkeit, sich im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs für bis zu 24 Stunden quarantänefrei ins Ausland zu begeben, wird auf triftige Gründe beschränkt, (Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten, Geschäfte des täglichen Bedarfs). Das heißt, dies gilt nicht für touristische und sportliche Zwecke.

In der Stadt Schweinfurt gilt neben der Allgemeinverfügung auf Grundlage der 9. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung folgende Maßnahme:

  • In der Spitalstraße, Rückertstraße, Keßlergasse, Langen Zehntstraße, sowie am Roßmarkt ist werktäglich in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Am Roßmarkt besteht diese Pflicht unter der Überdachung des Rondells werktäglich zwischen 10:00 und 20:00 Uhr. Die Maskenpflicht für Fahrgäste und Personal bleibt ebenfalls erhalten.

Laut Veröffentlichung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liegt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (sog. 7-Tage-Inzidenz) in der Stadt Schweinfurt aktuell bei 125,4 pro 100.000 Einwohnern (Stand: 30.11.2020, 08:00 Uhr).  Erst bei einer Inzidenz von deutlich unter 50 an sieben aufeinanderfolgenden Tagen und einer sinkenden Tendenz sind entsprechende Lockerungen bzw. Erleichterungen möglich.

Update vom 04.11.2020, 15.30 Uhr: Stadt muss alle Bolzplätze schließen

Die Stadt Schweinfurt hat sich entschlossen, alle öffentlichen Bolzplätze zu schließen. Wie die Stadt am Mittwoch (04.11.2020) mitteilte, werden die Plätze abgesperrt und mit entsprechenden Schildern versehen.

Hintergrund ist das Verbot von Mannschaftssport während dem Teil-Lockdown - also auch Freizeitfußball. Jedoch wurden bereits Verstöße gegen dieses Verbot festgestellt, weshalb die Stadt nun die Schließung der Plätze veranlasst hat.

Die Stadt und auch der Landkreis sind noch immer stark vom Coronavirus betroffen: In der Stadt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut den Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit derzeit bei 213,38 - nach dem Landkreis Lichtenfels die zweithöchste in ganz Franken. Im Landkreis liegt der Wert aktuell bei 177,57 pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. 

Die Stadt bittet die Bürger eindringlich, die Schließung der Bolzplätze zu respektieren und damit ihren Beitrag zur Bewältigung der Pandemie zu leisten: "Durch strikte Beachtung der auferlegten Verhaltensregeln und eine Reduzierung der persönlichen Kontakte kann jeder dazu beitragen, die Verbreitung des Virus einzudämmen und so eine Verlängerung oder gar Verschärfung der Beschränkungen zu vermeiden."

Update vom 30.10.2020, 14.10 Uhr: Stadt öffnet nur noch nach Terminvereinbarung

Alle Dienststellen der Stadt Schweinfurt öffnen wegen der andauernden Corona-Pandemie ab Montag, 02. November, nur noch für Bürger, die hierfür vorab einen Termin vereinbart haben. Das erklärt die Stadt Schweinfurt in einer Pressemitteilung. Eine Vorsprache ohne Termin ist ab dann nicht mehr möglich.

Termine mit dem Bürgerservice können telefonisch unter 09721 51-0 oder per E-Mail an buergerservice@schweinfurt.de vereinbart werden. Die übrigen Ämter erreichen sind über die bekannten Kontaktdaten erreichbar.

Weitere Informationen über das Dienstleitungsangebot des Bürgerservice und zur telefonischen Erreichbarkeit sind online zu finden.

Update vom 30.10.2020, 10.50 Uhr: Stadt und Landkreis Schweinfurt Corona-Hotspot

Die Stadt Schweinfurt hat eine 7-Tage-Inzidenz von 217,12 laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erreicht. Der Landkreis liegt demnach bei 190,57. Damit hat die Region rund um Stadt und Landkreis schon lange die Corona-Warnstufe dunkelrot erreicht. Das berichten sowohl das Landratsamt Schweinfurt als auch die Stadt auf ihren Webseiten. 

Zu befürchten ist außerdem, dass erneute Reihentestungen am Kloster Maria Hilf in Heidenfeld und im Kreisalten- und Pflegeheim Werneck die Zahlen weiter steigen lassen. Die Zahlen werden allerdings aufgrund des ab Montag (02. November 2020) verkündeten Lockdowns in Bayern lokal gesehen nichts an den Maßnahmen ändern, heißt es weiter. 

Update vom 26.10.2020, 14.30 Uhr: Stadt Schweinfurt mit höchsten Inzidenzwert in Franken

Die Stadt Schweinfurt hat mit einem 7-Tage-Inzidenzwert von 183,43 Infektionen pro 100.000 Einwohner den häöchsten Wert in Franken.  die Bayerische Coronaampel steht deswegen auf dunkelrot. Das hat folgende Regeln zur Folge:

  • Sperrstunde in Schweinfurt: Zwischen 21 und 6 Uhr ist der Verkauf für Getränke und Speisen zum Vor-Ort-Verzehr verboten. Liefer- und Abholdienste dürfen offen bleiben. aber keinen Alkohol verkaufen.
  • Alkoholverbot in Schweinfurt: Auf öffentlichen Plätzen gilt ab 21 Uhr ein Alkoholverbot in der Stadt. Auch Tankstellen dürfen ab dieser Uhrzeit bis 6 Uhr keinen Alkohol verkaufen.
  • Maskenpflicht in Schweinfurt: An folgenden Plätzen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden: In der Keßlergasse, dem Schweinfurter Theater, bei Tagungen und Kongressen, in Kinos und in allen öffentlichen Gebäuden.
  • Kontaktbeschränkungen: Im privaten Räumen und im Freien dürfen sich aktuell maximal nur fünf Menschen oder zwei Hausstände treffen.
  • Keine Zuschauer be Sportveranstaltungen: Sportveranstaltungen müssen bis auf Weiteres ohne Zuschauer stattfinden.

Update vom 19.10.2020, 17.30 Uhr: Reihentestung an Schweinfurter Gymasium abgeschlossen - Ergebnisse liegen vor

Aufgrund mehrfacher Coronafälle am Alexander-von-Humboldt-Gymasium in Schweinfurt hat dort eine Reihentestung stattgefunden. Das berichtet die Stadt Schweinfurt in einer Pressemitteilung. Weiter heißt es, dass von den 893 Testungen lediglich vier positiv ausfielen. 

Eine befürchtete Schulschließung muss es daher nicht geben, so die Stadt. Am Dienstag (20. Oktober 2020) wird die Schule wie gewohnt stattfinden. 

Die vier positiv getesteten Schüler gehören einer 7. Klasse und der Q12 an. Die betroffenen Schüler und Kontaktpersonen wurden über die entsprechende Quarantäne informiert. Die Schulleitung arbeitet daran, dass die Abiturvorbereitung für die Q12 trotzdem bestmöglich stattfinden kann. 

Update vom 17.10.2020, 19 Uhr: Landratsamt Schweinfurt erlässt neue Allgemeinverfügung

Die Bayerische Staatsregierung hat ihre Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geändert. Das hat Auswirkungen auf die Corona-Maßnahmen im Landkreis Schweinfurt, das teilt das Landratsamt Schweinfurt am Samstagabend (17, Oktober 2020) mit. 

Die 7-Tages-Inzidenz hat im Landkreis Schweinfurt am Dienstag (13. Oktober 2020) den kritischen Schwellenwert von 50 Infizierten je 100.000 Einwohner überschritten. Deswegen hatte das Landratsamt Schweinfurt am gleichen Tag auf Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (7. BayIfSMV) eine Allgemeinverfügung erlassen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Nachdem nun die Bayerische Staatsregierung die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung aufgrund eines Ministerratsbeschluss vom 15. Oktober geändert hat, erlässt das Landratsamt Schweinfurt auf dieser Grundlage eine neue, angepasste Allgemeinverfügung. Die geänderte 7. BayIfSMV ist am Samstag, 17. Oktober 2020, in Kraft getreten, die neue Allgemeinverfügung des Landratsamtes gilt somit ab Sonntag, 18. Oktober 2020, 0 Uhr, und bleibt bis Montag, 26. Oktober 2020, 24 Uhr in Kraft. Die Allgemeinverfügung vom 13. Oktober in gleicher Angelegenheit wird mit Ablauf des 17. Oktobers 2020 aufgehoben.

Die schnell steigende Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Schweinfurt ist besorgniserregend. Aktuell liegt der Wert der 7-Tages-Inzidenz nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei 72,76 pro 100.000 Einwohner (Stand: 17. Oktober, 17 Uhr).

Um das Infektionsgeschehen möglichst schnell wieder stabilisieren zu können, ist jeder Bürger dazu aufgerufen, die jetzt gültigen verschärften Regelungen einzuhalten und das eigene Verhalten der veränderten Situation anzupassen. Darüber hinaus appellieren das Landratsamt und das Gesundheitsamt noch einmal eindringlich an die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln, insbesondere sogenannte AHA-Regeln („AHA“ = „Abstand, Hygiene, Alltagsmaske“), Lüften sowie Husten- und Nies-Etikette.

Das gilt ab Sonntag (18. Oktober 2020): 

Grundsätzlich gilt: Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum und der Teilnehmerkreis von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens fünf Personen beschränkt. Im Bereich Gastronomie gelten die oben genannten Kontaktbeschränkungen ebenfalls, die Gaststättenbetreiber sind dazu verpflichtet, die Vorgaben bei der Bestuhlung entsprechend zu berücksichtigen beziehungsweise den Gaststättenbetrieb entsprechend zu organisieren. Auch private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage sind von dieser Beschränkung betroffen. Für einige Veranstaltungen gibt es Ausnahmen, mehr dazu unter dem Punkt „Sonderregelungen für Veranstaltungen“.

  • Erweiterte Maskenpflicht: Mit Inkrafttreten der neuen Allgemeinverfügung gilt ab dem 18. Oktober eine verschärfte Maskenpflicht im Landkreis Schweinfurt. Für Schulen gilt die Vorgabe der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (siehe oben „Maskenpflicht an Schulen“).

  • Öffentliche Gebäude und Kulturstätten: Auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden, Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten (zum Beispiel Museen, Ausstellungen) und sonstigen öffentlich zugänglichen Gebäuden, für die in der 7. BayIfSMV keine besonderen Regelungen vorgesehen sind, ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

  • Gerolzhofen und Werneck: In der Stadt Gerolzhofen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung im Bereich Marktplatz sowie – soweit sie unmittelbar die Stadtpfarrkirche (sogenannter Steigerwald-Dom) umschließen – in der Marktstraße sowie der Kirchgasse getragen werden (werktäglich sowie sonntags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr). In der Marktgemeinde Werneck gilt diese Vorschrift für den Balthasar-Neumann-Platz im Bereich zwischen Hahnenhof und Würzburger Straße, ebenfalls werktäglich sowie sonntags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr.

  • Theater, Konzerthäuser, Kinos, sportliche Veranstaltungen: Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss getragen werden bei Tagungen und Kongressen, in Theatern, Konzerthäusern und Kinos, ebenfalls gilt Maskenpflicht für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen.

  • Kindertagesbetreuung, Horte, Mittagsbetreuung: In allen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und in Heilpädagogischen Tagesstätten im Gebiet des Landkreises Schweinfurt sind feste Gruppen zu bilden, offene oder teiloffene Konzepte sind untersagt. Alle Beschäftigten haben in der Einrichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Für das Personal und alle Schulkinder die in einer Mittagsbetreuung, einem Hort oder in einer eigenen Hortgruppe innerhalb einer Kindertageseinrichtung betreut werden, gilt Maskenpflicht in den jeweiligen Betreuungsräumlichkeiten.

Welche Veranstaltungen können unter welchen Bedingungen stattfinden?

  • Teilnehmerzahl: Im gesamten Gebiet des Landkreises Schweinfurt sind Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden (ausgenommen private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage) und nicht öffentliche Versammlungen nur bis zu maximal 25 Teilnehmern in geschlossenen Räumen (anstatt wie bisher bis 100 Teilnehmer) oder bis zu maximal 50 Teilnehmern unter freiem Himmel (anstatt wie bisher bis 200 Teilnehmer) gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet hat und vorlegen kann.

  • Sonderregelungen für Veranstaltungen. Welche Auswirkungen hat die Allgemeinverfügung auf den Trainings- und Wettkampfbetrieb im Sport? Die Allgemeinverfügung des Landratsamtes hat keinerlei Auswirkungen auf die Ausübung des Sportes, lediglich für Zuschauer herrscht Maskenpflicht. Ob eine Sportveranstaltung abgesagt wird, obliegt den veranstaltenden Vereinen oder den zuständigen Verbänden. Die Regelungen des § 10 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie die entsprechenden Schutz- und Hygienekonzepte haben weiterhin Bestand. Die Veranstalter haben durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass zwischen allen Zuschauern, die weder Angehörige noch Angehörige eines zweiten Hausstandes oder Gruppen von 5 Personen sind, grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden kann.

  • Welche Auswirkungen hat die Allgemeinverfügung auf kulturelle Veranstaltungen? Die Allgemeinverfügung des Landratsamtes hat keinerlei Auswirkungen auf das Abhalten kultureller Veranstaltungen. Lediglich besteht nun eine Maskenpflicht am Platz. Die Regelungen des § 23 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie die entsprechenden Schutz- und Hygienekonzepte haben weiterhin Bestand. Die Veranstalter haben durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass zwischen allen Teilnehmern, die weder Angehörige noch Angehörige eines zweiten Hausstandes oder Gruppen von 5 Personen sind, grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden kann.

  • Wie wirken sich die Kontaktbeschränkungen der Allgemeinverfügung auf die Teilnehmerzahl bei Beerdigungen aus? Für Gottesdienste gelten die bayernweit gültigen und aktualisierten Regelungen des § 6 der 7. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) sowie das Schutz- und Hygienekonzept der jeweiligen Kirche. Das heißt, zur Beerdigung auf dem Friedhof sind unter Beachtung der Abstandsregeln unbeschränkt Besucher zugelassen. Für den Gottesdienst in der Kirche gelten die bisherigen Regelungen des § 6 Satz 1 Nr. 1 a) weiter, wonach sich die zulässige Höchstteilnehmerzahl nach der Anzahl der vorhandenen Plätze -unter Beachtung des Mindestabstandes - richtet. Lediglich die Trauerfeier („Leichenschmaus“) wird durch die Allgemeinverfügung des Landratsamtes Schweinfurt beziehungsweise die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung auf die Angehörigen von zwei Hausständen oder auf höchstens fünf Personen beschränkt.

  • Was gilt für berufliche und dienstliche Tätigkeiten?
    Die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Bereich gilt nicht für berufliche und dienstliche Tätigkeiten sowie für ehrenamtliche Tätigkeiten in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, bei denen eine Zusammenkunft oder ein Zusammenwirken mehrerer Personen erforderlich ist.

  • Die Situation in Senioren- und Pflegeheimen, Krankenhäusern: Der Besuch von Senioren- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern ist nur zu festen Besuchszeiten möglich und pro Bewohner/Patient auf täglich eine Person (Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstandes) beschränkt, bei Minderjährigen auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam.

Update vom 16.10.2020, 14.30 Uhr: Raum Schweinfurt noch immer weit über Schwellenwert - Corona-Regeln werden überarbeitet

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Stadt und dem Landkreis Schweinfurt steigen weiterhin. Wie das Landratsamt am Donnerstagabend (15.10.2020) mitteilte, ist die Zahl der positiven Fälle auf insgesamt 1080 gestiegen - das sind 26 mehr als am Vortag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern liegt noch weit über dem kritischen Schwellen wert von 50: Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts verzeichnet die Stadt Schweinfurt einen Wert von 82,36 und der Landkreis 65,83 (Stand vom 16.10., 0.00 Uhr).

Elf Menschen werden momentan aufgrund ihrer Infektion im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei auf der Intensivstation. Das Gesundheitsamt vermeldet außerdem einen neuen Todesfall in Zusammenhang mit Corona, damit steigt die Zahl der Corona-Toten im raum Schweinfurt auf 43.

Am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium wird heute die Reihentestung fortgesetzt. In kürzester Zeit hatten sich dort zwölf Schüler aus sechs Klassen nachweislich infiziert, weshalb alle Schüler, Lehrkräfte und das Schulpersonal auf Corona getestet werden. Die Zahl der positiven Corona-Fälle könnte also im Laufe der nächsten Tage weiter steigen.

Das Landratsamt rät den Bürgern weiterhin, Vorsicht walten zu lassen und sich an die aktuellen Beschränkungen zu halten. Das Landratsamt teilte am Freitag (16.10.2020) zudem mit, dass die Allgemeinverfügung nochmals verschärft werden soll.

Erst zu Beginn der Woche wurden die strengeren Corona-Regeln für Schweinfurt bekannt gegeben, die bis zum Mittwoch, den 21. Oktober 2020, gelten sollten. Als Basis gelten die neuen Maßnahmen, die von der Bayerischen Landesregierung für Gebiete beschlossen wurden, die über den Schwellenwert von 35 oder 50 überschreiten. 

Noch lässt sich laut Landratsamt nicht sicher sagen, wann die geänderten Regeln in Kraft treten. Jedoch wird es höchstwahrscheinlich ab der kommenden Woche eine Maskenpflicht im Unterricht geben, auch für Grundschüler.

Update vom 14.10.2020, 17.30 Uhr: Reihentestung an Alexander-von-Humboldt-Gymnasium

Am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt findet am Donnerstag, 15. Oktober und am Freitag, 16. Oktober eine Reihentestung statt. Das bedeutet konkret, dass alle Schüler, Lehrkräfte und das Schulpersonal vor Ort auf das Coronavirus getestet werden.

Dies hat die Stadt Schweinfurt in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt und der Schulleitung am Mittwoch, 14. Oktober mittels einer Allgemeinverfügung, basierend auf dem Infektionsschutzgesetz, kurzfristig angeordnet. 

Für die Durchführung der Reihentestung konnte kurzfristig eine mobile Teststrecke über die Regierung von Unterfranken organisiert werden. Grund sind die steigenden Infektionszahlen an der Schule. 

Nach Erkenntnissen des Gesundheitsamtes Schweinfurt wurden innerhalb kurzer Zeit 12 Schüler in 6 Klassen über 4 Jahrgangsstufen verteilt positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet. Die entsprechenden Befunde liegen dem Gesundheitsamt vor. Diese Schüler sowie deren Kontaktpersonen der Kategorie 1 nach der Definition des Robert-Koch-Instituts befinden sich bereits in häuslicher Isolation.

Update vom 13.10.2020, 20.00 Uhr: Stadt und Landkreis Schweinfurt überschreiten den Inzidenzwert von 50: Diese Regeln gelten jetzt

In der Stadt Schweinfurt wurde der Signalwert von 50 überschritten. Das teilte die Stadt Schweinfurt am Dienstagabend (13. Oktober 2020) mit.  Laut Veröffentlichung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liegt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen (sog. 7-Tage-Inzidenz) in der Stadt Schweinfurt bei 54,28 pro 100.000 Einwohnern (Stand: 13.10.2020, 8.00 Uhr).

Das bedeutet, dass ab Mittwoch, 14. Oktober 2020 eine neue Allgemeinverfügung der Stadt Schweinfurt in Kraft tritt, die folgende neue Regelungen enthält:

• In öffentlichen Räumen – auch in Gastronomiebetrieben – dürfen sich nur Gruppen von bis zu maximal fünf Personen (anstatt wie bisher bis zu zehn Personen) aufhalten
• Private Zusammenkünfte sind ebenfalls auf maximal fünf Personen beschränkt
• Für Veranstaltungen (z.B. Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Vereins- und Parteisitzungen) sowie für nichtöffentliche Versammlungen gilt: maximal 25 Teilnehmer in geschlossenen Räumen (statt bisher bis zu 100 Teilnehmern) und maximal 50 Teilnehmer unter freiem Himmel (statt bisher bis zu 200 Teilnehmern). Der Veranstalter ist verpflichtet ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen vorzuzeigen
• In Heimen und Krankenhäusern ist der Besuch je Bewohner auf eine Person pro Tag beschränkt. Bei Minderjährigen ist der Besuch von Eltern bzw. Sorgeberechtigten gemeinsam innerhalb einer von der Einrichtung festgelegten Besuchszeit möglich 
• Die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle ist von 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr nicht gestattet
• In der Keßlergasse ist werktäglich in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen

In Schulen und Kindergärten werden die Maßnahmen gemäß Stufe 2 vorerst beibehalten, die Stufen 3 des jeweiligen Drei-Stufen-Plans der Bayerischen Staatsregierung werden nach Empfehlung des Gesundheitsamtes Schweinfurt noch nicht in Kraft gesetzt. Grund dafür ist, dass in Kindertageseinrichtungen bislang kein Corona-Fall aufgetreten ist und in den Schulen die Infektionen bislang auf jeweils Schüler oder Schulpersonal einzelner Klassen beschränkt waren und durch das Kontaktpersonen-Management ausreichend eingedämmt werden konnten. 


Das heißt es gilt weiterhin, dass Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe (weiterführende und berufliche Schulen) auch am Sitzplatz im Klassenzimmer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist. 

In Kindergärten können weiterhin alle Kinder die Einrichtung besuchen. Soweit Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzen, müssen weiterhin feste Gruppen gebildet werden, um eine bessere Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten zu ermöglichen. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasenbedeckung tragen. 

Nach Mitteilung des Gesundheitsamtes können die aktuellen Infektionen nicht auf bestimmte Infektionsherde eingegrenzt werden, d.h. es besteht die Gefahr der unkontrollierten Weiterverbreitung des Erregers, was zu einer weiteren bzw. dauerhaften Überschreitung des Schwellenwerts beiträgt. Eine Kontaktnachverfolgung kann bei einer weiteren unkontrollierten Verbreitung des Erregers kaum mehr gewährleistet werden.

Die Stadt Schweinfurt appelliert daher erneut ausdrücklich an alle Bürger: Halten Sie sich an die geltenden Hygieneregeln. Tragen Sie, wo erforderlich eine Mund-Nasen-Bedeckung, halten Sie immer und überall ausreichend Abstand und denken Sie an die Nies- und Hustenetikette (Niesen und Husten in die Armbeuge) sowie das regelmäßige Händewaschen. Daneben kommt gerade in der kälteren Jahreszeit auch dem regelmäßigen Lüften in privaten und öffentlichen Räumen besondere Bedeutung zu, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern.

Besonders im privaten Bereich gilt es, auf die Einhaltung aller geltenden Regelungen zu achten. Ein zu sorgenloser Umgang mit den Hygienebestimmungen führt vermehrt zu Infektionen und damit auch zu weiteren Beschränkungen.  

 

Die 7-Tages-Inzidenz hat im Landkreis Schweinfurt den kritischen Schwellenwert von 50 Infizierten je 100.000 Einwohner überschritten. Das teilte das Landratsamt Schweinfurt am Dienstagaben (13. Oktober 2020) mit. Nach den aktuellen Berechnungen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt der Inzidenzwert für den Landkreis Schweinfurt bei 51,11 (Stand: 13. Oktober 2020, 8 Uhr). Das Landratsamt Schweinfurt hat daher unter der Leitung von Landrat Florian Töpper und in Abstimmung mit der Regierung von Unterfranken eine neue Allgemeinverfügung erlassen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Maßnahmen gelten ab Mittwoch, 14. Oktober 2020, 0 Uhr, und bleiben bis vorerst Mittwoch, 21. Oktober 2020, 24 Uhr, in Kraft.
 
Die Landkreisbewohner sind dazu aufgerufen, die neuen Regelungen einzuhalten und das eigene Verhalten der veränderten Situation anzupassen, um das Infektionsgeschehen möglichst schnell wieder stabilisieren zu können. Darüber hinaus appellieren das Landratsamt und das Gesundheitsamt noch einmal eindringlich an die Einhaltung der aktuellen Hygieneregeln (insbesondere sogenannte AHA-Regeln, Lüften sowie Husten- und Nies-Etikette). „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, diese Regelungen zu beherzigen und zu befolgen. Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, einen erneuten Lockdown unseres Landes abzuwenden“, sagt Landrat Florian Töpper. „Für mich ist dies ein Gebot der Solidarität, gerade mit den Bevölkerungsgruppen, die unter noch weitergehenden Einschränkungen besonders zu leiden hätten.“
 
Was bedeuten die neuen Maßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger? Mit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung gelten im Gebiet des Landkreises Schweinfurt wieder verschärfte Kontaktbeschränkungen für den gemeinsamen Aufenthalt im öffentlichen sowie privaten Raum.
 
Zuletzt durften zehn Personen gemeinsam unterwegs sein, ab dem 14. Oktober wird dieser Personenkreis nun auf fünf beschränkt oder muss dem in der Siebten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung genannten Personenkreis entsprechen (Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstandes). Gleiches gilt für Zusammenkünfte in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken.
 
Im Bereich Gastronomie gelten die oben genannten Kontaktbeschränkungen ebenfalls, die Gaststättenbetreiber sind dazu verpflichtet, die neuen Vorgaben bei der Bestuhlung entsprechend zu berücksichtigen beziehungsweise den Gaststättenbetrieb entsprechend zu organisieren.
Zudem ist die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle im gesamten Gebiet des Landkreises Schweinfurt in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr untersagt.
 
Was gilt für berufliche und dienstliche Tätigkeiten? Die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Bereich gilt nicht für berufliche und dienstliche Tätigkeiten sowie für ehrenamtliche Tätigkeiten in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, bei denen eine Zusammenkunft oder ein Zusammenwirken mehrerer Personen erforderlich ist.
 
Können Veranstaltungen weiterhin stattfinden? Veranstaltungen, die aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Personenkreis besucht werden (zum Beispiel Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern, Vereins- oder Parteisitzungen) und nicht öffentliche Versammlungen können weiterhin stattfinden, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept vorlegen kann. Die Veranstaltungen sind dann aber auf maximal 25 Teilnehmer in geschlossenen Räumen (bisher 100 Teilnehmer) oder maximal 50 Teilnehmer im Freien (bisher 200 Teilnehmer) begrenzt. 
 
Maskenpflicht an zwei stark frequentierten öffentlichen Plätzen: Für zwei Orte im Landkreis Schweinfurt wird zudem werktäglich in der Zeit von 8 bis 18 Uhr das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an stark frequentierten öffentlichen Plätzen angeordnet. Dies betrifft den Marktplatz im Markt Werneck (Balthasar-Neumann-Platz) sowie den Marktplatz in der Stadt Gerolzhofen (Marktplatz plus im Umgriff des Steigerwalddoms Marktstraße und Kirchgasse). In der Stadt Gerolzhofen gilt die Maskenpflicht in diesem Bereich darüber hinaus sonntags von 9 bis 13 Uhr.
 
Was gilt für Schulen, Kindertagesstätten und heilpädagogische Tagesstätten? Für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen (ab der 5. Jahrgangsstufe) im Gebiet des Landkreises Schweinfurt gilt die Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch während des Unterrichts, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht gewährleistet werden kann. Für Lehrkräfte besteht die Verpflichtung zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung nur, wenn der Mindestabstand von ca. 1,5 Meter zwischen der Lehrkraft und den Schülerinnen und Schülern oder einer anderen Person nicht eingehalten werden kann.
 
In allen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und in Heilpädagogischen Tagesstätten sind feste Gruppen zu bilden, offene oder teiloffene Konzepte sind bis zum Außerkrafttreten der Allgemeinverfügung untersagt. Alle Beschäftigten müssen in der Einrichtung eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dies gilt nicht für Waldgruppen und Waldkindergärten.
 
Der Besuch von Senioren- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern ist nur zu festen Besuchszeiten möglich und pro Bewohner/Patient auf täglich eine Person (Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstandes) beschränkt, bei Minderjährigen auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam.
 
Hinweis: Verstöße gegen die Allgemeinverfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann.

Update vom 09.10.2020. 15.35 Uhr: Allgemeinverfügung verlängert - mehrere Klassen in Quarantäne

Seit dem 02. Oktober gilt in Schweinfurt eine Allgemeinverfügung. Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheitsamt und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt der aktuelle Signalwert für die Stadt Schweinfurt mit Stand 09. Oktober, 00:00 Uhr mit 273 Infizierten bei 41,2 und überschreitet damit weiterhin den Signalwert von 35.

Daher verlängert die Stadt Schweinfurt ihre Allgemeinverfügung bis einschließlich Freitag, 16. Oktober um eine Woche. Folgenden Regelungen sind daher zu beachten:

  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind auf 50 Teilnehmer beschränkt
  • Private Feiern sind auf 25 Personen beschränkt 
  • Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe (weiterführende und berufliche Schulen) müssen auch am Sitzplatz im Klassenzimmer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn dort
    der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist
  • Dies gilt nicht für Schüler der 1.-4. Jahrgangsstufe (Grund- und Förderschulen)
  • Kinder dürfen Kindergärten weiterhin besuchen
  • Soweit Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzen, müssen feste Gruppen gebildet werden, um eine bessere Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten zu ermöglichen
  • Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasenbedeckung tragen
  • Der Besuch von Kindern bei nur leichten Krankheitssymptomen bleibt weiterhin möglich

Das berichtet die Stadt Schweinfurt in einer Pressemitteilung. Außerdem sind mehrere Klassen aufgrund des Coronavirus in Quarantäne. Für sechs Klassen aus den folgenden Schulen sind 14 Tage Quarantäne angeordnet: 

  • Celtis-Gymnasium (eine Klasse und zwei halbe Klassen, da gemischter Sport- und Religionsunterricht)
  • Alexander-von-Humboldt-Gymnasium (eineinhalb Klassen, da gemischter Sportunterricht)
  • International School Mainfranken

Betroffene Personen und deren Kontaktpersonen wurden informiert. Kontaktpersonen, die nicht ersten Grades sind, müssen nicht in Quarantäne. 

Update vom 08.10.2020, 13.00 Uhr: Corona-Werte in Schweinfurt steigen weiter

Die Stadt Schweinfurt hatte in der vergangenen Woche strengere Maßnahmen beschlossen, um die steigende Zahl der Corona-Infektionen unter Kontrolle zu bekommen. Nun nähert sich die Stadt dem Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. 

Die 7-Tage-Inzidenz der Stadt liegt laut den Zahlen des Robert-Koch-Instituts bei 43,05 pro 100.000 Einwohnern. Hinter der Stadt Rosenheim ist das der zweithöchste Wert in ganz Bayern. Am Dienstagabend (07.10.2020) vermeldete das Landratsamt Schweinfurt 21 Neuinfektionen für die Stadt Schweinfurt und 24 Neuinfektionen für den Landkreis. Neue Todesfälle in Folge einer Corona-Infektion gab es seit der vergangenen Woche nicht. 

Im gesamten Raum Schweinfurt wurden bisher 968 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Außerdem stehen momentan 354 Kontaktpersonen noch unter Quarantäne.

Update vom 01.10.2020, 18.50 Uhr: Corona-Signalwert in Schweinfurt überschritten, neue Allgemeinverfügung tritt in Kraft

In der Stadt Schweinfurt wurde der Signalwert von 35 überschritten. Das teilte die Stadt Schweinfurt mit.  Wie das Gesundheitsamt Schweinfurt mitteilt, liegt die Zahl der in der Stadt Schweinfurt mit dem Coronavirus infizierten Bürger mit Stand 01. Oktober, 16:00 Uhr bei 255. Damit ist der sogenannte Signalwert von 35 Infizierten je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage mit nunmehr 37 überschritten.

Das bedeutet, dass ab Freitag, 02. Oktober 2020 eine neue Allgemeinverfügung der Stadt Schweinfurt in Kraft tritt, die folgende neue Regelungen enthält:

  • Feierlichkeiten in öffentlichen Räumen sind auf 50 Teilnehmer beschränkt
  • Private Feierlichkeiten sollen mit nicht mehr als 25 Personen stattfinden

In Schulen und Kindergärten greift jetzt Stufe 2 des jeweiligen Drei-Stufen-Plans der Bayerischen Staatsregierung. Das heißt unter anderem, dass Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe (weiterführende und berufliche Schulen) nun auch am Sitzplatz im Klassenzimmer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist. Dies gilt nicht für Schüler der 1.-4. Jahrgangsstufe (Grund- und Förderschulen).


Für Kindergärten gilt: Es können weiterhin alle Kinder die Einrichtung besuchen. Soweit Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzen, müssen wieder feste Gruppen gebildet werden, um eine bessere Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten zu ermöglichen. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasenbedeckung tragen. Der Besuch von Kindern bei nur leichten Krankheitssymptomen bleibt weiterhin möglich.

Die Stadt Schweinfurt appelliert in der aktuellen Situation noch einmal ausdrücklich an alle Bürger: Halten Sie sich an die geltenden Hygieneregeln. Tragen Sie, wo erforderlich eine Mund-Nasen-Bedeckung, halten Sie immer und überall ausreichend Abstand und denken Sie an die Nies- und Hustenetikette (Niesen und Husten in die Armbeuge) sowie das regelmäßige Händewaschen. Daneben kommt gerade in der kälteren Jahreszeit auch dem regelmäßigen Lüften in privaten und öffentlichen Räumen besondere Bedeutung zu, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern.

Besonders im privaten Bereich gilt es, auf die Einhaltung aller geltenden Regelungen zu achten. Leider hat sich in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass gerade private Feiern und Zusammenkünfte auf Grund zu großer Nähe und zu sorgenlosem Umgang mit den Hygienebestimmungen vermehrt zu Infektionen geführt haben.  

Update vom 22.04.2020, 11.57 Uhr: Asylbewerber mit Vorerkrankungen stirbt nach Corona-Infektion

Am Dienstagabend (21. April 2020) verstarb im Thoraxzentrum Unterfranken in Münnerstadt ein Bewohner des Ankerzentrum Geldersheim, teilt die Regierung Unterfranken am Mittwoch (22. April 2020) mit.

Bei dem Asylbewerber im Alter von etwa 60 Jahren handelt es sich um einen armenischen Staatsangehörigen mit schweren Vorerkrankungen. Vor diesem Hintergrund war der Betroffene bereits seit Mitte März in einem speziell für coronaanfällige Personen eingerichtetem Gebäude in Doppelzimmerbelegung (tatsächlich Vierbettzimmer mit eigener Nasszelle) untergebracht. Er stand unter besonderer ärztlicher Beobachtung. Rund eine Woche nach positivem Corona-Test wurde er vorsorglich bei noch mittelschweren Symptomen in das Schweinfurter Krankenhaus eingeliefert. Da sich sein Zustand weiter verschlechtert hat, wurde er im weiteren Verlauf in die Thoraxklinik Münnerstadt verlegt. Sein Zimmermitbewohner in der Ankereinrichtung ist bislang nicht positiv getestet.

Derzeit sind 89 Bewohner der ANKER-Einrichtung Unterfranken in Geldersheim positiv auf eine Infektion mit dem COVID-19-Virus getestet. 46 Personen sind momentan im Quarantänebereich untergebracht. 43 Bewohner konnten bereits genesen aus der Isolierung entlassen werden. Auch 2 Beschäftigte der ANKER-Verwaltung sowie 14 Beschäftigte des Sicherheitsdienstes wurden bisher positiv getestet. Davon befinden sich noch 1 Beschäftigter der ANKER-Verwaltung und 6 Beschäftigte des Sicherheitsdienstes in häuslicher Quarantäne.

Update vom 07.04.2020, 14.29 Uhr: Allgemeinverfügungen zur Quarantäne erlassen

Aktuell befinden sich in Stadt und Landkreis Schweinfurt neben den mit dem SARS-CoV-2-Virus Infizierten (insgesamt 358, davon 223 in häuslicher Quarantäne) 786 Personen als Kontaktpersonen der Kategorie I in Quarantäne (Stand 7. April 2020, 14 Uhr). Das meldet das Landratsamt Schweinfurt in einer Pressemitteilung. "Auch wenn bereits viele Personen aus der Quarantäne entlassen werden konnten, so steigen die Fallzahlen und die zu ermittelnden Kontaktpersonen und damit verbunden der Verwaltungsaufwand zur Betreuung der Betroffenen täglich an."
 
Aus diesem Grund haben Stadt und Landkreis Schweinfurt in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt Allgemeinverfügungen erlassen, die am Samstag, 4. April 2020, in Kraft getreten sind. Diese richten sich an Kontaktpersonen der Kategorie I, die seitens des Gesundheitsamts entsprechend der Definition des Robert-Koch-Instituts ermittelt und kontaktiert wurden.   
 
Die Allgemeinverfügungen ersetzen separate Einzelanordnungen; zudem regeln sie insbesondere auch die Dauer der Quarantäne. Dadurch werde das Gesundheitsamt von einer aufwendigen Verwaltungstätigkeit entbunden. Die Allgemeinverfügungen gelten auch für bereits zuvor ermittelte Kontaktpersonen, die – sofern noch nicht geschehen – in den nächsten Tagen durch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Schweinfurt noch über die Auswirkungen einzeln informiert werden.
 
Die Allgemeinverfügungen enthalten zudem auch weitere zu befolgende Hinweise, wie beispielweise Hygieneregeln im Haushalt oder den Umgang mit Abfällen, insbesondere mit benutzten Taschentücher. Diese sind in stabile, möglichst reißfeste Abfallbeutel zu füllen und fest verknotet oder zugebunden über die Restmülltonne zu entsorgen, um das Risiko einer Ansteckung für die Abfalldienste zu minimieren. 

Wer ist eine Kontaktperson der Kategorie I?  

Laut Robert-Koch-Institut sind dies Personen, die 
  • mindestens 15 Minuten „Face-to-Face“-Kontakt im Rahmen eines Gesprächs mit einem bestätigten Covid-19-Fall hatten, 
  • in einer Lebensgemeinschaft im selben Haushalt leben, 
  • direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines bestätigten Covid-19- Erkrankten hatten, 
  • aerosolbildenden Maßnahmen ausgesetzt sind und
  • medizinisches Personal mit Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung (Abstand geringer als zwei Meter) ohne Schutzausrüstung. 
Diese Personen werden durch das Gesundheitsamt Schweinfurt kontaktiert und über ihren Status als Kontaktperson der Kategorie I informiert. 
 
Betroffenen werden die Allgemeinverfügungen im Nachgang auch nochmals per E-Mail zugeleitet. Diese kann vom Betroffenen auch als Nachweis der Quarantäne gegenüber dem Arbeitgeber verwendet werden.

Update vom 07.04.2020, 13.01 Uhr: Landrat ernennt Versorgungsarzt

Um mit der Corona-Krise im Landkreis noch besser umgehen zu können, hat Landrat Florian Töpper am 29. März Dr. Lothar Schmid zum Versorgungsarzt für den Landkreis Schweinfurt ernannt. Das berichtet das Landratsamt Schweinfurt in einer Pressemitteilung. "Zentrale Aufgabe von Dr. Schmid ist es ab sofort, eine ausreichende Versorgung mit ärztlichen Leistungen und entsprechender Schutzausrüstung für die Arztpraxen im Landkreis Schweinfurt zu planen und die Verteilung zu koordinieren."

Zudem sollen entsprechende Schwerpunkt-Praxen für die Behandlung von Covid19-Patienten benannt oder eingerichtet werden. Der Versorgungsarzt nehme somit eine koordinierende Funktion aller Arztpraxen und niedergelassenen Ärzte im Landkreis ein und sei zugleich Bindeglied und Unterstützer der Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt. "Ihm obliegt die Planung und Vorbereitung aller notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Grundversorgung im Katastrophenfall", so das Landratsamt. 

Dr. Schmid ist Allgemeinmediziner in der Mainbogenpraxis in Sennfeld und 1. Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands Schweinfurt. „In der aktuellen Phase der Corona-Pandemie kommt dem Versorgungsarzt als zentralem Koordinator zur Planung und Vorbereitung notwendiger Maßnahmen der ärztlichen Grundversorgung und bei der Verteilung von Schutzausrüstung für die Praxen im Landkreis eine außerordentliche Bedeutung zu“, so Landrat Florian Töpper. 

Nach einer am 27.03.2020 veröffentlichten Bekanntmachung des Bayerischen Innenministeriums sowie des Gesundheitsministeriums muss zur Aufrechterhaltung der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt ein Versorgungsarzt eingesetzt werden.

Alexandra Melber unterstützt ab sofort die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Schweinfurt als Versorgungsärztin. Zu Ihren Aufgaben gehören unter anderem die Versorgung der Bevölkerung mit ärztlichen Leistungen im Katastrophenfall zu koordinieren und Schwerpunktpraxen zur Behandlung von COVID-19-Patienten einzurichten. Die Kommunikation zwischen Ärzteschaft und Katastrophenschutz im Stadtgebiet und die Verteilung von Schutzausrüstung an die niedergelassenen Ärzte sollen gebündelt werden.

Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Ordnungsreferent Jan von Lackum als Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz bei der Stadt Schweinfurt bedanken sich bei Alexandra Melber für ihren Einsatz und ihr Engagement in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. 

Alexandra Melber ist Allgemeinmedizinerin und als Ärztin in der Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin Dres. Faustmann in Schweinfurt tätig.

Update vom 03.04.2020, 15.20 Uhr: "Helden statt Hetzer" - Stellungnahme der Stadt zu Vorfall in Teststation

Unter der Überschrift "Wir brauchen Helden statt Hetzer" bezieht die Stadt Schweinfurt Stellung zu einem "medienwirksamen Vorfall" in der Teststelle am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Medien hätten darüber berichtet, dass es am Dienstagabend (01.04.2020) dazu kam, dass die Eingangstüre zur Teststelle nicht abgesperrt war, obwohl sie hätte geschlossen sein müssen. "Wohl war auch ein Computer geöffnet", so die Pressesprecherin der Stadt. 

Dies zeige laut Stadt Schweinfurt ein Video einer online-Ausgabe eines Boulevardblattes, dass der Stadt am Mittwoch (02.04. 2020) vorlag. "Wir stellten fest, dass:  

  • die Person, die das Video aufnimmt, Handschuhe und Mundschutz trägt, was nicht danach aussieht, als sei sie zufällig und spontan während eines Abendspaziergangs dort hineingegangen (so geschildert in der Reportage sowie in einem Anwaltsschreiben),
  • zusätzlich zur Eingangstür auch die Tür zum Arztzimmer geöffnet ist, die von außen nicht geöffnet werden kann und üblicherweise geschlossen ist, weil die Ärzte das Gebäude durch den Seiteneingang verlassen,
  • die Sicherheit und Geschwindigkeit, mit der die von Beginn an filmende Person das Gebäude durchschreitet, vermuten lässt, dass die Person das Gebäude bereits vor den Filmaufnahmen betreten hatte,
  • die Art und Weise der Sprache nicht für einen besorgten Bürger (für den sich die Person ausgibt) handelt, der zu den üblichen Zeiten niemanden antrifft,
  • man einen einzigen offenen Laptop (nicht wie geschildert mehrere offene Computer) sieht und man außer, dass eine Excel-Liste geöffnet ist, nichts weiter erkennt. 

So hinterlässt bereits die Art und Weise dieses Videos viele Fragezeichen. Zufällig kommt jemand an der Teststelle vorbei, dem dann zufällig einfällt, dass er ja auf einen Rückruf des Gesundheitsamts zur Terminvereinbarung wartet. Zufällig versucht diese Person, nachdem sie ihre Handykamera eingeschaltet hat und obwohl im Gebäudeinneren niemand zu sehen ist, die Tür zum Wartebereich zu öffnen. Zufällig ist auch die Arztzimmertür geöffnet, so dass die Person in den Arbeitsbereich der Teststelle gelangen konnte und dort zufällig ein offenes Notebook im Arztzimmer in Betrieb ist. Zufällig ist kurz darauf ein Kamerateam einer online-Ausgabe eines Boulevardblattes zur Stelle, um den Abendspaziergänger zu interviewen. Aus Sicht der Stadt Schweinfurt sind das einige Zufälle zu viel."   

Die Stadt Schweinfurt habe deshalb das Video der Polizeiinspektion Schweinfurt für die Ermittlungen zur Verfügung gestellt und gleichzeitig Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Die PI Schweinfurt ermittle auch wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaats Bayern. Nach aktuellem Stand verfestige sich nun auch die Tatsache, dass das Gebäude sehr wohl verschlossen hinterlassen wurde. Es müssedaher sogar davon ausgegangen werden, dass sich die Person, die das Video aufgenommen hat, selbst Zugang zum Gebäude verschafft haben könnte.

"Stadt und Landkreis Schweinfurt, Gesundheitsamt und Polizei arbeiten mit Hochdruck daran, den Vorfall aufzuklären, auch um eventuelle Sicherheitsmängel beheben zu können. Vorsorglich wurde seitens der Stadt Schweinfurt auch selbst Kontakt mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz aufgenommen und der Vorfall entsprechend gemeldet. Sollten unsererseits Fehler passiert sein, werden wir dafür einstehen", so die Sprecherin der Stadt.

"Doch selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Türe der Teststelle nicht verschlossen war, stellen wir die Fragen: Rechtfertigt eine solche Situation, dass ich als möglicherweise mit dem Coronavirus-Infizierter ohne Einladung und Termin des Gesundheitsamtes unangemeldet und nach den offiziellen Öffnungszeiten die Teststelle aufsuche? Dass ich die Situation ausnutze, ein fremdes Gebäude betrete und mit dem Handy Videoaufnahmen der gesamten Einrichtung mache? Dabei die in der Einrichtung notwendige Trennung von Rein- und Schmutzbereichen nicht beachte und möglicherweise Reinbereiche kontaminiere? Anschließend einen Anwalt einschalte, die Boulevardpresse informiere, um kurz darauf vor Ort eine Reportage zu ermöglichen und hierfür Interviews gebe?"

Unwahr – und zudem widersprüchlich zu der Aussage, einen Abendspaziergang gemacht zu haben – sei die Behauptung, die Person habe einen Termin vom Gesundheitsamt gehabt. Auch unwahr sei, dass auf dem Notebook Testergebnisse offen eingesehen werden konnten. Testergebnisse seien frühestens ein bis zwei Tage nach dem Test vorhanden und werden direkt dem Gesundheitsamt gemeldet. Vor Ort in der Teststelle kämen diese nicht an und würden dort auch nicht ins System eingepflegt.

Wo Menschen arbeiten, können Fehler passieren, findet die Sprecherin, die auch unterstreicht: "In der Teststelle des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Schweinfurt (...) braucht es Personal, das es eigentlich nicht gibt. Alles, was dort geleistet wird, leisten ehrenamtliche Kräfte von Rettungs- und Hilfsdiensten, aus der Ärzteschaft und anderen Organisationen und Verbänden. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung geben ihr Bestes; in Arbeitsbereichen, die sie nicht kennen, in einer Situation, die für uns alle belastend ist. 
Erst vergangene Woche wurden die Kapazitäten erhöht, um noch mehr Tests pro Tag abnehmen zu können, was bedeutet: wir sind auf noch mehr Engagement der Ehrenamtlichen angewiesen."

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Symbolbild: dina/Adobe Stock/76248889