Ein Spurhalteassistent im Auto soll die Fahrt eigentlich sicherer machen. Doch als ein junger Mann auf der A7 im Baustellenbereich unterwegs war, wurde eine bunte Linie zum Auslöser für einen Unfall, bei dem es mehrere Verletzte gab.
Ein Problem mit dem Spurhalteassistenten eines Autos hat auf der A7 im Landkreis Schweinfurt zu einem Unfall geführt: Am Sonntag (15. Oktober 2023) gegen 0.35 Uhr baute ein 17-jähriger Fahrer bei Werneck in Fahrtrichtung Füssen/Reutte einen Unfall. Die eingesetzten Beamten der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck rekonstruierten den Unfallhergang und kamen dabei zu dem Schluss, dass die Technik des Wagens versagt hatte.
Der junge Mann fuhr alleinbeteiligt auf dem rechten Fahrstreifen 80 km/h schnell mit Tempomat und Spurhalteassistent. Im Baustellenbereich griff der Spurhalteassistent allerdings falsch ein, da er die gelbe Fahrbahnmarkierung nicht erkannte. Daraufhin riss das System dem Fahrer das Lenkrad nach rechts aus den Händen, sodass der Wagen stark nach rechts zog.
Spektakulärer Unfall auf der A7 bei Werneck: Auto dreht sich in der Luft
Dadurch fuhr das Auto gegen zehn Warnbaken und rutschte anschließend auf der Außenschutzplanke hoch. Die Außenschutzplanke habe dabei "wie eine Sprungschanze" fungiert und das Auto in die Luft katapultiert, beschreibt die Polizei den Unfallhergang. Der Pkw drehte sich anschließend in der Luft um die eigene Achse, prallte gegen die Mittelschutzplanke und kam im 45-Grad-Winkel entgegengesetzt der Fahrtrichtung an der Mittelschutzplanke zum Stehen.
Alle Insassen, außer dem Beifahrer, wurden dabei leicht verletzt. Zwei Personen wurden in ein Krankenhaus nach Würzburg und zwei in ein Krankenhaus nach Schweinfurt gefahren. Die Feuerwehr von Werneck war mit vier Fahrzeugen und 20 Feuerwehrleuten zur Fahrbahnreinigung, Beseitigung auslaufender Betriebsmittel und Brandabsicherung vor Ort. Die Fahrbahn musste aufgrund der Reinigungsarbeiten kurzfristig komplett gesperrt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 40.000 Euro.
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